Kriegt er noch Probleme?
Erstaunlicherweise sieht Pandora es locker
Erst einmal löste Alex sein unmittelbares Problem - er war aktuell zu groß, um noch durch die Zimmertür zu passen - pragmatisch und wichste sich noch schnell zum Höhepunkt, wobei er sich Mühe gab, seine gewaltige Spermaladung ausschließlich in den Papierkorb zu spritzen, der hier stand. Mit dem unter dem Arm verzog er sich dann, ehe die anderen zum Ende kommen konnten - er wollte Steffen nicht unbedingt so unter die Augen treten. Auf der nächsten Toilette konnte er dann die ganze Bescherung loswerden und auch den Papierkorb etwas ausspülen.
Als nächstes suchte er Pandora auf, um ihr das Missgeschick mit dem Anzug zu beichten. Die war aber gar nicht so sauer, wie er gedacht hatte: "So was kann vorkommen", meinte sie recht gelassen, "hätte dich vielleicht warnen sollen. Na ja, so oft brauch ich die Suits ja eh nicht."
"Uhm, okay dann." Alex lächelte erfreut. "Übrigens, die anderen sind noch mit Ishtar beschäftigt. Es sieht so aus, als würden wir sie wohl in die Villa einladen."
"Wie gesagt, da hab ich nix dagegen", gab Pandora zurück. "Ein Sicherheitsrisiko ist sie nicht, und wenn sie ein bisschen Zeit braucht, um sich hier einzuleben, dann ist das nicht mein Problem."
Alex sah sie leicht verwundert an. "Meinst du gar nicht, dass ihre Persönlichkeit uns Ärger bereiten kann?"
Pandora zuckte mit den Schultern. "Ich war bei dem Gespräch nicht dabei, um ihre Persönlichkeit zu beurteilen, ich sollte schauen, ob sie möglicherweise blöd genug ist, mit ihrem Verhalten uns dumm reinzureiten. Aber da war sie bisher immer vorsichtig, und wenn sie damals mit Panacea zu tun hatte, dann erklärt das auch, woher sie das Knowhow hat. Panacea hätte so schiefgehen können, aber die haben die Unterstützung von uns vorbildlich durchgezogen, und selbst als sie damals zerschlagen wurden, hat der Staat so was von gar nichts von ihnen gekriegt."
"Du hattest auch mit denen zu tun?"
"Für wie alt hältst du mich?" Pandora lachte. "Panacea wurde vor über einem Jahrzehnt hops genommen. Da war ich gerade mal erst auf die weiterführende Schule gekommen."
Alex musste schmunzeln. "Und wie alt ist Ishtar?"
Die Frage schien Pandora zu verwirren. "Mitte dreißig. Warum fragst du?"
"Weil du sie vorhin 'Dame im mittleren Alter' genannt hast."
"Ich hab was?"
Alex nickte. "Auf Japanisch. Wie hieß das Wort noch mal?"
Pandora dachte kurz nach, dann musste sie lachen. "Ach so, das meinst du - Obaa-san. Das war nicht böse gemeint. Hat sie sich etwa drüber geärgert?"
"Nicht wirklich. Und wenn doch..." Er grinste. "Dann wird sie's dir persönlich sagen, wenn sie hier ist."
Es dauerte dann aber doch fast noch einmal eine Woche, ehe Ishtar in der Villa eintraf, und das auch nur unter schärferen Sicherheitsmaßnahmen. Steffi organisierte in ihrer Tarnung als Connor einen geschlossenen Lieferwagen, in dem Fanny dann Ishtar an der ihr bereits bekannten Autobahnraststätte abholte und zu den anderen brachte, und das mit einem Umweg von gut einer Stunde, damit sie auch nicht abschätzen konnte, wie weit der Treffpunkt tatsächlich von ihrem Ziel entfernt war.
Ishtar war mit zwei Koffern Gepäck gekommen, die bei ihrer Ankunft erst einmal fachmännisch von Tom durchsucht wurden, aber sie hatte tatsächlich nur eine größere Auswahl an Kleidung eingepackt. Nichts erweckte irgendwie den Verdacht, als hätte sie etwas Unlauteres vor; sie hatte sogar, wie Pandora es ihr gesagt hatte, kein eigenes Handy mitgebracht. Allerdings wurde ihr die ganze 'Eingangskontrolle' doch nach einer halben Stunde zu viel: "Mensch, macht ihr einen Aufstand", beschwerte sie sich. "Und ich dachte, wir haben zum Kennenlernen erst mal eine kleine Orgie!"
"Ist nicht so, dass ich dich nicht gerne noch mal um meinen Schwanz haben will", gab Tom zurück, während er ungerührt seine Durchsuchung fortsetzte, "aber das hier muss leider sein. Wir sind nun mal eine Untergrundzelle, kein Swingerclub. Aber keine Angst, deine Möse bleibt bei uns nicht lange ungestopft."
"Fötzchen", korrigierte ihn Ishtar leicht indigniert, "ich habe ein Fötzchen, nicht so was Schmutziges wie eine Möse. Wenn du es nicht respektierst, wird es dich nicht mehr lieb haben."
Tom blickte zu ihr auf. "Ich dachte, du wärst letztes Mal so scharf auf meinen Schwanz gewesen, und jetzt kümmert es dich plötzlich, ob ich dein Fötzchen mit dem richtigen Namen anspreche?"
Ishtar nickte. "Ich hab hart gearbeitet, damit es zu dem wird, was es heute ist. Da kannst du ihm wenigstens ein bisschen Respekt erweisen!"
"Den Respekt kriegst du von mir nachher", gab Tom ruhig zurück, "und zwar in Form von so vielen Orgasmen, dass du mich bitten wirst, damit aufzuhören."
"Meinst du?" Ishtar lachte schallend. "Nie und nimmer! Ich werd dir deinen Schwanz so gut ausmelken, dass du danach drei Tage lang schläfst!"
Tom lächelte nur. "Das werden wir noch sehen."
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