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Chapter 17
by
Redboom
Wie erfüllt der Dschinn den zweiten Wunsch?
Er schickt sie in die 1950er.
Ich grinse, ein Funkeln in meinen goldenen Augen. „Ein einfaches Leben, sagst du? Keine Sorgen, keine Verpflichtungen? Dein Wunsch ist mein Befehl!“ Ich hebe die Arme, und die Magie knistert wie ein Sturm um mich herum. Die Welt erzittert, die Luft flimmert, und ich drehe die Zeit zurück – weit zurück, bis in die 1950er Jahre. Ein einfaches Leben? Oh, Jette, ich gebe dir das einfachste Leben, das ich finden kann.
Als die Magie verblasst, steht Jette in ihrem Wohnzimmer – oder dem, was davon übrig ist. Das moderne Chaos ihres Hauses ist verschwunden. Die Wände sind jetzt mit geblümter Tapete bedeckt, der Fernseher ist weg, ersetzt durch ein klobiges Radio mit Holzgehäuse. Der Raum riecht nach Bohnerwachs und frisch gebackenem Kuchen. Jette selbst trägt Sixty-Fifty-Kleid mit einem ausladenden Rock, ihre seidigen Haare sind zu einer ordentlichen Hochsteckfrisur arrangiert, wie es für ein anständiges Mädchen der Zeit üblich ist. Ihr Zimmer, das ich in meinem Kopf sehen kann, ist kein Teenager-Chaos mehr, sondern ein aufgeräumtes Mädchenzimmer mit Rüschenbettwäsche, einem kleinen Frisiertisch und keinem Hauch von moderner Technik – kein Smartphone, kein Laptop, nichts.
Jette blickt an sich herunter, ihre Augen weiten sich vor Schock. „Was zur Hölle?!“ Sie zupft an ihrem Kleid, als wäre es ein Kostüm. „Wo bin ich? Was hast du gemacht?!“
Ich schwebe näher, mein Lächeln unschuldig, aber meine Augen funkeln vor Belustigung. „Oh, Jette, es tut mir so leid! Habe ich deinen Wunsch etwa falsch interpretiert?“ Ich lege eine Hand auf die Brust, als wäre ich tief getroffen. „Du wolltest ein einfaches Leben, keine Sorgen, kein Lernen. Die 1950er sind perfekt dafür! Keine komplizierten Schulaufgaben, keine Technik, die dich ablenkt, und die Jungs? Sie werden dich wie ein normales Mädchen behandeln – höflich, distanziert, wie es die Zeit verlangt. Probier es doch aus! Vielleicht gefällt dir dein neues Leben.“
Jette starrt mich an, ihr Mund klappt auf und zu wie bei einem Fisch. „Das ist nicht, was ich gemeint hab! Ich wollte… ich wollte…“ Sie stockt, ihre Hände ballen sich zu Fäusten. „Du hast das absichtlich gemacht!“
„Absichtlich?“ Ich hebe die Augenbrauen, meine Stimme trieft vor gespielter Empörung. „Ich bin nur ein demütiger Dschinn, der deinen Wünschen folgt. Aber gib dem Ganzen eine Chance, Jette. Vielleicht findest du Gefallen an der Einfachheit.“
Ich zwinkere ihr zu, bevor ich fortfahre. „Reib die Lampe, wenn du bereit für deinen dritten Wunsch bist.“ Mit einem leisen Lachen löse ich mich in Rauch auf und kehre in meine Lampe zurück. Oh, Jette, du hast keine Ahnung, wie viel Spaß mir das macht. Die 1950er? Kein Stress, sagtest du. Nun, du wirst sehen, wie „einfach“ das Leben einer Frau damals war.
Jette Rieger ist nun ein Mädchen in den 1950er.
Jette fand sich in der ungewohnten Welt der 1950er Jahre wieder, und schon am ersten Abend wurde ihr klar, wie anders alles war. Ihre Mutter, in einem geblümten Kleid und mit einer Schürze, rief sie in die Küche, wo der Duft von Bratkartoffeln und Eintopf die Luft erfüllte. „Jette, hilf mir beim Kochen“, sagte sie streng, während sie Zwiebeln schnippelte. Jette, die in ihrer alten Realität kaum je einen Finger in der Küche gerührt hatte, murrte, fügte sich aber ****. Sie schälte Kartoffeln, während ihre Mutter sie ermahnte, schneller zu arbeiten. „Eine gute Hausfrau muss das können“, sagte sie, ohne aufzusehen. Jette biss sich auf die Lippe, um nicht laut zu protestieren.
Wie geht es weiter?
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Der Flaschengeist
Ein perverser Dschinn treibt seine Spielchen mit den Menschen
Ein Dschinn ist dazu verpflichtet, jedem Finder seiner Wunderlampe drei Wünsche zu erfüllen – und er genießt es, dabei das Leben seiner neuen Meister vollkommen auf den Kopf zu stellen.
Updated on Jan 2, 2026
by Redboom
Created on Nov 19, 2020
by Redboom
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