Chapter 6
by
Meister U
What's next?
Er lässt sie warten
Die Minuten zermahlen sich zu Staub. Nichts bewegt sich außer dem surrenden Blut in meinen Ohren – ein dumpfer Sog, der mich in die eigene Körpermitte zieht. Die Klimaanlage hämmert ihr monotones Lied, doch längst überlagert es das Knirschen meiner Zähne.
Der Wagen steht. Irgendwo. Die getönten Scheiben verwandeln die Welt in eine schwarze Zunge, die mich verschluckt hat. Goldlaternenlicht sickert durch die Tönung, malt Streifen über meinen Leib – eine lebende Leinwand aus Gänsehaut und Schweiß. Meine Brüste werfen Schatten auf die Sitzlehne, spitz und verzerrt wie Dolche.
Mein Körper ist ein Folterinstrument geworden:
Das Leder saugt sich an die Pobacken, lässt jede Pore nach Luft schreien.
Die Oberschenkelmuskeln zucken im Sekundentakt, als würden sie von unsichtbaren Fingern geknetet.
Zwischen meinen Beinen rinnt es jetzt unaufhaltsam, ein warmer Strom, der am Sitzpolster hinabkriecht. Widerlich, denke ich, während sich die Klit pulsend zur Faust ballt. Natürlich. Weil du genau das willst. Loslassen. **** werden. Benutzt werden.
Ich zähle nicht mehr Atemzüge. Ich zähle die Male, in denen sich meine Finger automatisch zum Schambein bewegen – dreimal, viermal –, bevor ich sie mit **** zurückreiße. Die Nägel hinterlassen rote Halbmonde im Oberschenkelfleisch. Bleib starr. Bleib leer. Doch die Feuchtigkeit tropft weiter. Der Duft meiner Muschi breitet sich aus, als sei der Wagen ein Weinglas, das man schwenkt.
Plötzlich ein Knirschen. Kies unter Stiefeln. Nicht die schnellen Schritte des Chauffeurs, sondern ein Schleifen, als zerquetsche jemand jeden Stein bewusst. Die Tür bleibt zu. Der Atem stockt mir, doch zwischen meinen Beinen pocht es weiter, schamlos, unerbittlich. Wird er mich jetzt einfach ficken?
Er umkreist den Wagen. Ich spüre seinen Blick wie physische Berührung: ein Skalpell, das die Narbe an meiner Hüfte aufreißt, über den Bauch kriecht, an der linken Brustwarze verharrt. Sieh nur, flüstere ich in Gedanken, während sich die Brüste heben, sieh, wie sie dich erwarten. Die Knie sind jetzt so weit gespreizt, dass die kühle Luft direkt in die feuchte Ritze bläst. Ein Zittern läuft durch mich hindurch – kein Schauder der Angst, sondern ein Vibrieren, als stünde ich unter Strom.
Vor meiner Scheibe bleibt er stehen. Dunkelheit. Dann ein Geräusch: Zwei Finger streichen über das Glas, langsam, von oben nach unten. Ein Streicheln. Ein Vermessen. Ich presse die Handflächen fester gegen das Leder. Zeig ihm, raunt eine Stimme in mir, zeig, dass du mehr bist als das Fleisch, das er kaufen kann.
Sein Lachen dringt durch die Scheibe, ein Bass, der mir in die Gebärmutter kriecht. Klopf. Klopf. Gegen das Dach, zweimal. Ich stöhne auf – unfreiwillig, tief –, als hätte er mich geschlagen.
Der Motor heult auf. Der Wagen gleitet an, doch diesmal spüre ich jeden Zentimeter der Fahrt in meinem Innersten: Die Vibrationen des Motors lassen die Brustwarzen tanzen, jede Kurve reibt die nackte Klit am Sitzpolster. Ich präsentiere dem Rückspiegel bewusst meinen Körper –, während meine Finger heimlich, so heimlich, zwischen die Beine tauchen. Nur eine Berührung. Ein Streicheln über die geschwollene Lippe. Verdammt. Ich bin nass bis zu den Knien.
Als die Tür endlich aufspringt, strömt Nachtluft herein, die mich an jeder Stelle küsst. Reznik lehnt im Rahmen, eine Skulptur aus Anzug und Härte. Sein Blick frisst mich, beginnt an den Knöcheln, verschlingt die zitternden Oberschenkel, verweilt am glänzenden Dreieck zwischen meinen Beinen.
„Gut gewartet“, sagt er. Doch seine Stimme ist rau wie Schmirgelpapier. Ein Zug an der Krawatte, kaum sichtbar. Ich hab dich, denke ich triumphierend. Du atmest schneller.
Ich steige aus, jede Bewegung berechnet: Die Hüften schwingen, als trüge ich Stilettos statt nackter Füße. Der Kies schneidet, doch ich lächele. „Vielleicht unterrichten Sie mich ja heute Nacht.“
Seine Hand schießt vor, umfasst mein Handgelenk. Der Daumen drückt genau auf die Vene, die wild pocht. „Oh Susanne“, zischt er. „Ich werde dich lehren, wie man stundenlang stillhält.“
Über uns zerreißt der Himmel. Der erste Regentropfen trifft meine Brustwarze, rinnt den Bauch hinab, vermischt sich mit dem Saft zwischen meinen Beinen. Rezniks Augen folgen dem Pfad. In ihnen glüht etwas, das kein Vertrag der Welt einfangen könnte.
„Beginnt die Lektion jetzt?“, flüstere ich.
Wird Reznik Susannes Sehnsucht stillen?
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Einsatz für Notleidende
Meine Freundin Sue sammelt Geld für in Not und organisiert zu diesem Zweck eine grosse Versteigerung im grossen Stadtsaal. In den Medien ruft sie die Bevölkerung für diesen Anlass Gegenstände, Gutscheine für Aktivitäten als auch persönliche Arbeitsleistungen und Dienste zu schenken, die dann an Versteigerung an den meistbieten gehen. Natürlich bettelt Sue auch bei all ihren Freunden, dass sie etwas für die Aktion geben. Sie betont dass es muss nichts materielles sein, etwas Zeit für ein Dienstleistungsangebot zur Verfügung stellen reiche auch. Dass es bei Arbeit für Fremde auch Übergriffe geben könnte sagt Sue aber nicht...
Updated on Jun 21, 2026
by ann03
Created on Apr 21, 2024
by ann03
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