Was will er denn mit der Info anfangen?

Er kann sie für einen Trick nutzen

Chapter 236 by Hentaitales Hentaitales

Einige Tage später fuhr ein kleiner weißer Lieferwagen die Straße im Industriegebiet entlang, wo die Kabe Cybertronics Deutschland GmbH ihren Sitz hatte. Am Steuer saß Mick, auch als "Teaser" bekannt, und neben ihm "Mastermind", der sich nach langer Zeit wieder ihrer Gruppe angeschlossen hatte. Mick hätte es nie zugegeben, aber als sie damals Mastermind erwischt hatten, war ihm das gar nicht unangenehm gewesen. Er hatte ihn nie besonders gemocht, und dass er jetzt wieder zurück war, gefiel vielleicht Ikarus - ihm bereitete es eher Sorgen. Seiner Ansicht nach war Ikarus ziemlich naiv, Mastermind so frei schalten und walten zu lassen - aber er musste zugeben, seine Anwesenheit ermöglichte ihnen schon ein paar neue Optionen.

Er hielt auf dem Kundenparkplatz des Unternehmens, wo sie derzeit das einzige Auto waren. Sicher, es war ein Freitag, aber es war erst früher Nachmittag. Er hatte erwartet, dass um diese Zeit schon ein paar Leute mehr zu Besuch sein konnten. Ikarus hatte recht behalten - nun gut, das machte es nur leichter. Mick hievte seine 120 Kilo Lebendgewicht ächzend aus dem Transporter, und zusammen mit Mastermind ging er auf den Haupteingang des Gebäudes zu - mit seinen drei Stockwerken war es nicht besonders groß, sah aber mit seiner Chrom-und-Glas-Architektur schon edel aus. Diese Japse hatten Geld, und sie scheuten sich nicht, es zu zeigen.

Please log in to view the image

Niemand hielt die beiden auf ihrem Weg auf. Es gab außen keine Wachleute; die gesamte Sicherheit konzentrierte sich auf den Innenbereich, und am Eingang gab es eine Sicherheitsschleuse, die den Zugang nur für bereits registrierte Mitarbeiter und Besucher freigab. Die beiden Zarathustras waren natürlich nicht als Besucher registriert, aber das würde sie vor keine größeren Probleme stellen. Sie traten durch die automatische Tür ein, und während Mastermind sich vor der Innentür positionierte, trat Mick an den Kartenleser rechts heran, legte eine Hand darauf und konzentrierte sich. Schon nach wenigen Sekunden konnte er die Elektronik dahinter spüren, den Fluss von Energie, und er schaltete seine eigene Bioelektrizität dazu, suchte nach dem kleinen Motor, der die Türverriegelung kontrollierte und gab ihm einen kurzen Impuls. Das Schloss öffnete sich mit vernehmlichen Klicken, die große Schiebetür surrte auf, und während Mastermind in den Vorraum trat, überlud Mick noch rasch die Türverriegelung und ließ sie durchbrennen, so dass sich die Tür jetzt für jeden öffnen würde, der an sie herantrat.

Damit war seine Arbeit auch schon fast getan, und er ging ganz gemütlich wieder aus dem Gebäude heraus und zum Lieferwagen, mit dem er gekommen war. Kurz klopfte er gegen die Hintertür: "Mastermind ist drin", sagte er, "dein Auftritt, Abyss!"

Die Tür des Wagens öffnete sich, und Abyss sprang heraus. "Alles klar. Du gibst mir das Zeichen?"

"Ich hupe einmal, wenn ich Mastermind sehe", antwortete Mick. "Dann legst du los und kommst gleich danach hierher zurück. Alles ganz easy."

"Hoffentlich." Abyss sah ihn unsicher an. "Wenn es irgendwelche Probleme gibt-"

Mick schmunzelte. "Hast du Schiss, dass du nicht stark genug bist?"

Abyss schüttelte den Kopf. "Das nicht, aber- Wenn irgend was Unvorhergesehenes passiert, was-"

"Verlass dich auf mich", gab Mick zuversichtlich zurück. "Ich bin schon ein paar Jahre im Widerstand, ich behalte immer nen klaren Kopf. Keine Panik, auch wenn's dein erstes Mal ist. Irgendwann ist es für jeden das erste Mal."

"Danke." Abyss lächelte, fast ein bisschen schüchtern, und machte sich dann endlich auf den Weg. Mick seufzte. Warum brachte Ikarus ihn immer wieder in so eine Lage? Das eine Teammitglied war ein ziemlicher Psycho, und das andere ein totaler Frischling, und an ihm lag es, dass beide machten, was sie sollten...

Seufzend stieg er wieder in den Lieferwagen und sah auf dem Fenster zum Eingang des Gebäudes. Ob Mastermind inzwischen drinnen die ersten Leute abgestochen hatte? Mick konnte nicht sagen, ob er einfach nur total abgestumpft war, was Menschenleben anging oder ob ihm das Töten nicht vielleicht sogar Spaß machte, ihm ein noch größeres Gefühl von Macht gab als das, das er mit seinen Kräften nicht schon ohnehin hatte. Immerhin schien er die Grenze bei anderen Zarathustras zu ziehen - im Gegensatz zu Ishtar, die sich ja wirklich dem gesamten Rest der Welt überlegen fühlte, oder - noch schlimmer - diese Elyxir, die mit Menschen spielte wie kleine Kinder mit Knetmasse. Zum Glück war die nicht mehr bei ihnen-

In diesem Moment klopfte es plötzlich bei ihm an die Seitenscheibe, so unvermittelt, dass Mick zusammenschrak. Er sah hin, und zu seiner Überraschung stand jemand neben dem Wagen, mit dem er nicht gerechnet hatte. Eilig fuhr er die Scheibe herunter. "Was machst-"

"Planänderung, Dickerchen", sagte Ishtar und lächelte ihn an. "Wir nehmen noch jemanden mit."

"Und wen?"

Da fuhr ein zweites Auto auf den Parkplatz, und eine attraktive dunkelhaarige Frau stieg aus. "Mich", sagte sie, und dann begann sie zu singen.

Und Mick merkte, dass man ihn gerade eben böse verarscht hatte.


Im Gebäude war Viktor inzwischen zum Büro der Geschäftsführung vorgedrungen und hatte einen Rechner gefunden, an dem jemand gearbeitet hatte und der dementsprechend nicht gesperrt gewesen war. Von hier aus war es nicht schwer, alle Projekte einzusehen, die Kabe Cybertronics umgesetzt hatte, und natürlich war auch das Shangri-La-Projekt dabei, die Serverarchitektur für die Orbitalplattform der Regierung. Passenderweise hatte es jemand "Gates of Heaven" genannt, was in ein paar Minuten sehr ironisch klingen würde, wenn alle hier im Gebäude wirklich im Himmel sein würden. Bisher hatte Viktor erst sechs Leuten die Kehlen durchschneiden müssen, und drei davon waren hier im Büro gewesen.

Ohne besondere Eile lud er die Daten auf den Server hoch, den Teaser für ihn eingerichtet hatte. Es waren ziemlich große Dateien, und der Datentransfer durch Teasers Firewall dauerte ein paar Minuten, aber das machte ihm keine Sorgen. Wenn wirklich jemand hereinkam, würde er sich nichts bei den Leichen im Zimmer denken und kurz danach selbst eine dieser Leichen sein. Mehr Sorgen machte er sich um Teaser selbst. Der war zwar kompetent mit Computern und Technik, aber ansonsten ein ziemliches Großmaul und eigentlich ein zu großes Weichei, um ihn auf so eine Mission zu schicken. Was Ikarus sich dabei wohl gedacht hatte... Aber andererseits, Ikarus konnte Menschen sehr gut einschätzen. Ohne diese Qualitäten wäre Viktor auch nie damit einverstanden gewesen, sich ihm unterzuordnen.

Ein Fenster auf dem Bildschirm des Rechners schloss sich, und damit war der Upload beendet. Gut. Viktor sah noch kurz auf sein Handy, wo ihm Teaser die Website für sein "Cleanertool" notiert hatte, rief sie auf und startete sie. Nun wurden automatisch alle Spuren dessen beseitigt, was er hier getan hatte, und in einer Minute würde niemand mehr irgendwas nachvollziehen können. Nun musste er nur noch aus dem Gebäude herauskommen. Er schlenderte gemütlich zur Tür des Chefbüros, trat hinaus in den Gang und lief dann auf dem selben Weg zurück zum Ausgang, auf dem er hereingekommen war. Als er zwischendurch sah, wie jemand die Toilette betrat, in der er eine der Leichen versteckt hatte, folgte er dieser Person, ehe sie Alarm geben konnte und schnitt auch ihr die Kehle durch. Damit waren es sieben. Fast eine Glückszahl, wenn es dabei blieb.

Und tatsächlich war das das letzte Hindernis auf Viktors Weg hinaus aus dem Gebäude. Niemand sonst beachtete ihn, niemand sonst schien eine seiner Hinterlassenschaften bemerkt haben, und wenn jemandem die defekte Türsperre am Eingang aufgefallen war, so hatte er es zumindest noch nicht gemeldet. So konnte er in aller Ruhe aus dem Gebäude schlendern und auf den Lieferwagen zu, wo Teaser auf ihn wartete. Er konnte ihn auf dem Fahrersitz sehen, etwas angespannt; wahrscheinlich auch wegen Abyss. Dem Plan zufolge sollte es jetzt losgehen, wenn Viktor auf dem Rückweg zum Auto war, aber noch war nichts zu hören. Warum die Verzögerung?

Leicht irritiert kam Viktor am Wagen an und öffnete die Beifahrertür. "Sollte Abyss nicht-" begann er.

In diesem Moment drang der Gesang auch an seine Ohren.

"Stay with me", sang Syren auf dem Rücksitz des Lieferwagens.

Start your own immersive adult AI roleplay story
Ad

Haben sie ihn damit jetzt aufgehalten?

Back Start Over View Story Map

0 comments