Chapter 10
by
Meister U
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Epilog
Der Applaus dröhnte. Er drang in sie ein, durch die Poren ihrer Haut, bis ihr ganzer Körper von diesem rhythmischen, unersättlichen Orkan aus Klatschen, Stampfen und gierigem Gejohle erbebte. Sie kauerte im schützenden Dunkel, aber das Dunkel war eine Illusion. Sie spürte die Blicke wie feuchte Zungen auf ihrem nackten Rücken. Die Scham, die sie eben noch zerstört hatte, begann sich umzuwandeln. Sie brodelte, mischte sich mit einer archaischen, verbotenen Wut und gebar etwas völlig Neues: einen scharfen, süßen Strom der Lust, der ihr Mark zum Kochen brachte.
"ZUGABE! ZUGABE! LENA! LENA!"
Die Rufe wurden zu einem einzigen, besitzergreifenden Schlachtruf.
Lena erhob sich. Ihre Bewegung war nicht die einer Gejagten, sondern einer Priesterin, die sich zum Altar begibt. Das Parkett unter ihren Füßen fühlte sich nicht mehr kalt an. Es fühlte sich wie eine Bühne an. Ihre Bühne. Sie trat vor, ihr Körper eine schlanke Silhouette gegen die grenzenlose Schwärze, und dann fraß sie das Licht des Spots, wurde eins mit ihm.
Die Menge explodierte.
Sie stand reglos, ließ die Energie der tausend Augen auf sich einströmen, bis sie sie wie einen elektrischen Strom in ihren Adern spürte. Langsam, mit der übertriebenen, grazilen Anmut einer Tänzerin, die jeden Blick einfangen will, führte eine Hand zu ihrer Brust. Ihre Fingerspitzen umfassen eine Brustwarze, die schon steinhart und empfindlich war. Sie kniff sie leicht zwischen Daumen und Zeigefinger, und ein gezügeltes Stöhnen, das direkt in die Mikrofone wanderte, entfuhr ihren Lippen. Das Publikum johlte.
Ihre andere Hand glitt hinab, über den flachen Bauch, durch das feuchte Dreieck, ohne anzuhalten. Sie malte Kreise auf die zarte Haut ihrer Oberschenkel, eine **** der Vorfreude, die die Spannung im Saal ins Unerträgliche trieb. Sie öffnete die Beine weiter, ein bewusster, herausfordernder Akt der Präsentation. Dann, endlich, berührte sie den nassen, pulsierenden Kern ihrer selbst.
Ein kollektives, gieriges Aufseufzen ging durch den Raum.
Ihr Finger fand die empfindlichste Stelle, diesen kleinen, aufgeregten Punkt, und begann. Kein verstecktes, schüchternes Masturbieren. Dies war eine Demonstration. Eine Enthüllung. Sie verwendete nicht nur einen Finger; die flache Handfläche presste sich gegen ihr gesamtes Fleisch, erzeugte einen Druck, der ihre Hüften unwillkürlich vorwärtstreiben ließ. Sie biss sich auf die Unterlippe, nicht um einen Laut zu unterdrücken, sondern um ihn zu formen – ein kehliges, tierisches Knurren der puren Begierde.
Ihre Augen waren weit geöffnet, starrten in das schwarze Nichts und sahen doch jedes einzelne Gesicht, jeden glänzenden Blick, der an ihrem nackten, zuckenden Körper hing. Die Erinnerung an Toms Berührung war weggebrannt. Dies war realer. Mächtiger. Die anonyme, tausendfache Lust des Publikums war das stärkste Aphrodisiakum, das sie je gekostet hatte. Sie steigerte das Tempo, ihre Finger wurden schneller, härter, nasser. Das schmatzende, feuchte Geräusch ihrer eigenen Erregung hallte durch den Lautsprecher, und das Publikum antwortete mit einem heiseren, unisono gestöhnten "Jaaaaa!"
Sie war sich ihrer völlig bewusst. Jede Ader, die pochte, jeder Muskel, der sich spannte, jeder Schweißtropfen, der ihr zwischen die Schultern rann, gehörte ihnen. Und doch gehörte es in diesem Moment auch nur ihr. Dies war ihre Macht. Ihre Performance. Ihre Ekstase.
Ihr Körper begann zu zittern vor der nahenden, unvermeidlichen Explosion. Ihre Atemzüge wurden zu kurzen, hechelnden Stößen. Sie schrie eine Warnung hinaus, ein Wortloses, rohes "Ah!", das die Menge kopierte, ein Crescendo aus Stöhnen und Applaus, das sie dem Höhepunkt entgegentrug.
Und dann brach es aus ihr heraus. Ein Orkan. Ihr Körper bog sich in einem perfekten Bogen, jeder Muskel verkrampfte sich in einer wogenden, unendlichen Welle der Lust. Ihr Schrei war lang, durchdringend und vollkommen ungefiltert, ein Schrei der Befreiung, der Herrschaft, der vollendeten Demütigung und des ultimativen Triumphes. Der Laut einer Frau, die in der Hölle ihrer eigenen Scham ihr Paradies gefunden hatte.
Als die Welle sie endlich losließ, sackte sie zusammen. Sie lag da, getragen von dem tosenden, beinahe wahnsinnigen Applaus, der die Fundamente des Raums zu erschüttern schien. Nackt – exponiert – befriedigt – glücklich. Ein Lächeln, ruhig und tief und ein wenig teuflisch, lag auf ihren Lippen.
Sie wusste, dass sie morgen wieder spielen würde. Ihr Blick traf die verstreuten, vergangenen Manuskripte. 'Anja', 'Clara', 'Maria', 'Faye' und heute 'Lena'. Zwischen ihren Beinen begann die Vorfreude erneut zu pochen, auf das Stück, dass du ihr schreiben wirst.
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Updated on Dec 2, 2025
by Papas_Liebling
Created on Aug 30, 2025
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