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Chapter 7
by
Meister U
What's next?
Emma
Das leise Rascheln des Seidennachthemdes war das einzige Geräusch in der Stille ihres Zimmers. Ein hauchdünner, kaum vorhandener Stoff, der über ihre Haut glitt und jedes Prickeln, jedes Nachbeben der Erregung verstärkte. Emma blieb vor dem Spiegel stehen, sah der Frau darin in die Augen, die endlich nicht mehr die kleine Schwester war.
Ein heimliches Lächeln stahl sich auf ihre Lippen, als die Erinnerung sie überfiel. Der Thrill, das maximale Risiko. Die Armbänder an ihrem Handgelenk zur Schau zu stellen, eine stumme, dreifarbige Herausforderung. Und er, ahnungslos, war genau wie erhofft darauf angesprungen.
Sie schloss die Augen und spürte es wieder, so intensiv, als wäre es gerade erst geschehen. Die Wärme von Niklas' Hand, als er sie am Arm gepackt hatte, um sie zu sich zu ziehen. Dieses eine, pochende Echo zwischen ihren Beinen, das sofort erwacht war, als seine Finger ihr Handgelenk umschlossen. Und dann sein Daumen, der fast beiläufig über das schwarze Bändchen strich. In diesem Moment hatte sie gezittert – vor einer so scharfen Vorfreude, dass sie fast schmerzte. Sie hatte ihren Arm weggerissen, genau im richtigen Moment, mit der perfekt einstudierten Mischung aus Überraschung und scheinbarer Unschuld. Der Riss des schwarzen Fadens war die Erfüllung eines stillen Paktes, das Fallen des Hammers.
Jetzt zog sie das Nachthemd zurecht, ließ die Hände über ihre Hüften gleiten. Die Stille im Haus war geladen mit Versprechen. Jonas war weg. Die Eltern waren weg. Und Niklas kam. Sie atmete tief ein, spürte das Pochen in ihren Adern, das sich immer weiter nach unten zog, ein warmer, schwerer Rhythmus der Erwartung. Sie hatte gespielt, und sie hatte gewonnen. Jetzt war es Zeit, den Preis einzufordern.
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