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Chapter 4
by
Reyhani
Was sind die Kleingärtner für Typen?
Eine große
Zuerst ging es ins Vereinsheim, wo es ungewöhnlich schwül war. Ein Gewitter aus Koriander, Chili und Zitonengras in einer schweren Wolke von Kokosmilch. Sie guckten kurz in die Küche, um Kazmireks Frau, Jodie, Hallo zu sagen. Sie war es, die die wundervoll duftende Gewitterwolke produzierte. Sie stand am Herd und winkte nur kurz rüber, so beschäftigt war sie. Julia nahm sich vor, später ausführlicher mit ihr zu reden. Die kleine aber nicht unbedingt zierliche Asiatin war deutlich jünger als der Vorsitzende. Das war bestimmt eine interessante Geschichte, wie die beiden zusammengekommen waren.
"Hat 'nen geilen Arsch, die Jodie, nicht?!", brummte Kazmirek. "Ich stell euch nachher vor, dann kannst du dir das genauer angucken."
Julia lachte nervös, sie fühlte sich schon wieder ertappt. Sie hatte tatsächlich auf Jodies breiten Hintern geglotzt und die ausgeprägten Speckrollen an ihren Hüften bewundert. Zu Julias Entschuldigung war zu sagen, dass Jodie vornerum eine lange Kochschürze trug. Wo sollte sie denn unter diesen Umständen sonst hingucken?!
"Kein Problem", versuchte Kazmirek Julia zu beruhigen, "wir sind doch alle ****."
Dann schloss er mit gewichtiger Miene die Tür zum Versammlungsraum auf. Auf den Tischen lagen auf nummerierten Plätzen die Erträge der morgendlichen Ernte: die schönsten Zucchinis, Gurken, Rettiche und Möhren, die die Paradiesgärtnerinnen und -gärtner im Schweiße ihres Angesichts großgezogen hatten. Das seien die Eingänge für den Wettbewerb, erklärte Kazmirek. Die Sieger würden nachher öffentlich ermittelt. Bis dahin seien die Kostbarkeiten hier sicher verschlossen, um Manipulationen von vornherein auszuschließen.
Auf der Wiese hinter dem Vereinsheim war schon alles für das Fest aufgebaut. Es gab Tische und Bierbänke unter einem Sonnensegel und natürlich eine Theke. Fehlten nur noch die Gäste. Die Vereinsmitglieder waren alle noch in ihren Lauben, die letzten Vorbereitungen treffen.
"In Schale werfen müssen sie sich zum Glück nicht", scherzte Julia.
"Höchstens noch mal schnell nachrasieren", stieg der Vorsitzende augenzwinkernd darauf ein. "Lass uns schnell 'ne Runde machen, dann stell ich dich allen vor."
Sie gingen rechts in einen Weg und blieben an der ersten Gartenpforte gleich wieder stehen.
"Camilla, Clara, seid ihr da?", rief Kazmirek über den Zaun.
"Opa, geht es schon los? Wir brauchen noch ein bisschen, wir sind noch bei der Generalprobe. Es wird eine tolle Überraschung."
Die beiden jungen Frauen, die an den Zaun gelaufen kamen, um Kazmirek zu begrüßen waren offensichtlich Zwillinge. Und nicht nur das, sondern auch höchstens zwanzig, groß, blond und mit Sommersprossen nicht nur im Gesicht.
"Julia ist Journalistin. Sie wird gleich auch dabei sein und will einen Artikel über uns schreiben", stellte Kazmirek seine Begleiterin vor. "Und was heckt ihr beiden Hübschen schon wieder aus?"
"Wir wollen auch beim Wettbewerb mitmachen."
"Aber ihr habt doch gar kein Gemüse gezogen und mit eurer Mutter ist das auch nicht abgesprochen."
"Ach, die ist doch gar nicht da und muss das auch nicht unbedingt wissen. Wegen Gemüse – Karl hat uns vorhin eine lustige Gurke geschenkt, da ist uns die Idee gekommen. Bitte Opa, das wird bestimmt ein Spaß. Wir wollen doch endlich auch mal richtig einsteigen."
Kazmirek guckte streng, aber je länger die Zwillinge auf ihn einredeten, desto mehr schmolz er dahin. Zum Schluss grummelte er: "Na gut, aber nur außerhalb des Wettbewerbs." Dann ging alles Weitere, was er sagte, im Schauer der Küsschen von Camilla und Clara unter.
"Zwei süße Bienchen, nicht?! Wer kann da widerstehen", wandte sich Kazmirek schulterzuckend an Julia, nachdem sie wieder abgeschwirrt waren.
Wahrscheinlich meinte er die Tatsache, dass er den beiden eine Vorzugsbehandlung gegeben hatte. Das war Silke egal. Viel bedenklicher fand sie allerdings seine Erektion.
"Bei aller journalistischen Neutralität, das gehört sich für einen Opa aber nicht."
Kazmirek machte eine wegwerfende Handbewegung, um dann mit derselben Hand in einer Übersprungshandlung sein Gehänge zu richten. Er erklärte Julia, dass das mit dem Opa mehr so ein Spaß sei. Als die Mutter der Zwillinge sich für die Parzelle beworben hatte, war rausgekommen, dass ihre Mutter eine alte Jugendliebe von ihm, Kazmirek, gewesen war, kurz bevor sie, die Tochter und Mutter der Zwillinge, geboren wurde.
In Julias Kopf drehte sich alles, als sie versuchte, die Verwandtschaftsverhältnisse zu verstehen. Der Vorsitzende musste älter sein, als er aussah, noch älter als ihr Chef. Hatte sich aber gut gehalten, der alte Bock.
"Du hast ja eine interessante ****", resümierte Julia.
Seine Erklärung klang in ihren Ohren genauso steil wie sein Schwanz immer noch in die Luft ragte. Na, sie wollte es mal glauben.
"Ich bin sehr glücklich, dass ich sie alle hier um mich habe, nur …", Kazmirek wies auf ein anderes Gartentor, "… mein Sohn Thomas schlägt leider aus der Art. Hat heute schon wieder abgesagt. Ich glaube, der will seine neue Freundin vor uns verstecken. Kann ich gar nicht verstehen."
Wer liegt als nächstes am Weg?
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Die Reporterin
Alles für eine gute Reportage
Es reicht ihr nicht nur darüber zu schreiben, sie muss es erleben
Updated on Nov 14, 2025
by kokosmilch
Created on May 25, 2025
by markmarksen07
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