Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 100 by Geilspecht99 Geilspecht99

What's next?

Ein neuer Plan

James Plan sah so aus, dass er sich schon zwei Tage vor der Feier die Örtlichkeiten ansehen wollte. Dazu begab er sich in den nahen Limbus und konnte aus diesem Übergangsbereich in andere Dimensionen unerkannt in die Realität blicken.

James hatte schon viel Schreckliches sehen müssen, aber als er dann den Namenlosen Altar erblickte, ging ihm das durch Mark und Bein. Selbst im Limbus war die bösartige Präsenz zu spüren und er machte sich sofort davon, denn der Namenlose war nicht nur ein gefallener Gott, sondern auch Herr über eine Schar an Dämonen. Diese Dämonen stellten besonders an solchen Orten selbst für den geübten Limbuswanderer eine kaum zu überwindende Gefahr dar. James war bestenfalls ein Amateur, darum machte er sich auf den Rückweg und er brauchte für den Neumond-Abend eine Alternative. Insgeheim hatte er sogar darauf gehofft, denn nun musste er die zweite Möglichkeit nutzen, die Namenlosen zu überwachen, bei der er nicht Gefahr laufen würde, von Dämonen zerrissen zu werden.

Diese zweite Möglichkeit gefiel ihm sowieso besser, er würde in Vickys Verstand eindringen; aber nicht, um sie zu beherrschen oder mit ihr zu kommunizieren, sondern um alles zu Hören und zu Sehen, was auch seine Liebste wahrnahm. Natürlich war der Zauber streng verboten, die Strafe, wenn er erwischt werden sollte, war wie bei allen den Geist beeinflussenden Zaubern der Tod. Der Zauber war wenig verbreitet und abgesehen von den Druiden kaum bekannt, was auch daran lag, dass er nicht gerade alltagstauglich war. Der Druide nahm, während er diesen Zauber ausführte, die Eindrücke des eigenen Körpers nicht mehr wahr, was zu einem schnellen Tod führen konnte. Die Vorbereitungszeit für diesen Zauber betrug mehrere Stunden, ohne einen Fokus (Haare Fingernägel oder Blut) und einer engen Verbindung zum ‘Opfer’ war der Zauber von vornherein zum Scheitern verurteilt, was für James in diesem Fall natürlich kein Problem darstellte. Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, dass er den Zauber höchstens ein paar Stunden aufrechterhalten konnte, aber in dem Fall würde er wohl wieder einmal auf Mirandas reichlich vorhandenen arkane Kraft zurückgreifen, um Vicky die ganze Nacht verfolgen zu können.

Das einzige Problem an dieser Herangehensweise war, dass Sieghart, als Befehlshabender, zustimmen musste. Theodan und damit auch der Geheimdienst wussten vieles über James Magische Fähigkeiten, aber bisher war es nicht notwendig gewesen, dass er ihnen seine Kenntnis des ‘Blick durch fremde Augen’ unter die Nase rieb. Er hatte Zweifel daran, ob sie gerade ihn so nahe an seine Vögtin heranlassen würde, zumal er nur schlecht beweisen konnte, dass Vicky davon nichts mitbekommen würde. Er konnte aber auch die Vorbehalte des Geheimdienstes verstehen und überlegte sich auf dem Rückweg schon eine Taktik, um von Sieghart die Erlaubnis zu dieser neuen Vorgehensweise zu bekommen. Er ließ sich bewusst Zeit.

Schließlich fand er seinen Körper, gut bewacht von Miranda und Sieghart, in den er sich dann wieder hineinbewegte. Der Übergang brauchte nur zwei Sekunden, dann machte er die Augen auf. Zuallererst riss er sich das Fell vom Leib, die lange Zeit im Norden hatte Ihn abgehärtet und er schwitzte wie ein Schwein, obwohl es nur ein warmer Frühlingstag war. Dann besang er sich aber sofort auf das Wesentliche, er erzählte von dem namenlosen Altar, der in den Limbus hinaus ausstrahlte und dass er eine bessere Möglichkeit hätte. Er hatte eigentlich erwartet, dass Sieghart sich dagegen wehren würde, Vicky zu nutzen. Miranda pflichtete James sofort bei, Sieghart stellte nur die zu erwartenden Fragen und ging dann übergangslos zur Planung über. James freute sich riesig und versuchte auch gar nicht erst diese Freude zu verheimlichen. Erst jetzt zog James sich an, denn für den Zauber hatte er sich nackt auf den Waldboden legen müssen und sie gingen zurück in den Wagen.

Theodan wäre nicht Chef des Geheimdienstes des Kaisers und so ganz nebenbei einer der höchsten Phexgeweihten des Kontinentes, wenn er nicht all dies vorhergesehen und Sieghart dementsprechend instruiert hätte. James hatte es erst viel später verstanden, wieso man ihm keine Steine in den Weg legte.

What's next?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)