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Chapter 19
What's next?
Ein bisschen Privatsphäre
Mandy saß bedröppelt am Boden und wischte sich mit dem Unterarm über die Augen, um Mannes Sperma loszuwerden, das ihre Sicht behinderte. Die drei anderen Männer standen mit hochroten Köpfen ringsum. Jimmy war sogar so weit gegangen, seinen Pimmel aus der Hose zu holen und daran herumzuwichsen. Angeekelt wandte sie ihren Blick davon ab und schaute zu Mirko hoch.
"Darf ich jetzt bitte gehen?"
"Du verstehst es noch immer nicht. Dein Mann muss herkommen und dich auslösen. Vorher lassen wir dich nicht raus", schnauzte er.
"Darf ich mich dann wenigstens waschen?", bettelte sie weinerlich.
Der Anführer der Bande überlegte kurz, dann nickte er.
"Gut. Ich bin ja kein Unmensch. Du kannst auf die Toilette gehen."
Er gluckste, als habe er einen Scherz gemacht. Danach fiel ihm auf, dass seine Großmut eventuell nicht besonders schlau gewesen war. In dem Zustand, in dem sich seine Beute befand, käme sie womöglich auf dumme Ideen, wie zum Beispiel aus dem Klofenster zu klettern. Jemand musste mitgehen und sie bewachen. Unentschlossen schaute er in die Runde. Nein, keinem seiner Kumpane konnte er trauen, wenn er einen von ihnen mit dem Mädchen allein ließ. Jimmy und Katsch sahen so aus, als seien sie längst jenseits jeder Vernunft. Und Manne hatte zwar sein Trinkgeld bekommen, doch vielleicht hatte ihn das erst recht auf den Geschmack gebracht. Im Grunde hasste er es, selbst Kindermädchen spielen zu müssen, aber so wie die Dinge standen, war es wohl die einzige sichere Option.
Er packte Mandy, die sich inzwischen aufgerappelt hatte, am Oberarm und zog sie mit sich in Richtung Waschräume. Die anderen, die ihnen folgen wollten, herrschte er an: "He! Ein bisschen Privatsphäre für die Dame, bitte. Ihr bleibt hier."
Als sie an dem noch immer tief in seinem Sessel hängenden Peter vorbeikamen, wollte seine Schwester stehen bleiben, aber Mirko zerrte sie unbarmherzig weiter. Bald erreichten sie den schlecht beleuchteten Flur, von dem zwei mit "Gents" und "Ladys" beschriftete Türen abgingen. Mirko beglückwünschte sich zu seiner Vorsicht, denn über dem Gang schimmerte ein grünes Fluchtweg-Schild. Da hätte die Braut ja mit Leichtigkeit abhauen können, wenn er nicht mitgegangen wäre.
Mandy strebte zur Damentoilette, was in ihrem Begleiter ein seltsames Unbehagen auslöste. So wenig er sich normalerweise an Regeln hielt - zumindest an solche, die andere aufgestellt hatten - hielt ihn irgendetwas davon ab, einfach so ein Frauenklo zu betreten. Verärgert über seine eigene Verklemmtheit packte er seine Begleiterin gröber als nötig und drängte sie zur anderen Tür.
"Aber ..."
Weiter kam sie nicht mit ihrem Protest.
"Entweder hier oder gar nicht."
Ergeben folgte sie ihm. Der Geruch von Urin und Putzmitteln attackierte ihre Geruchsnerven und sie rümpfte die Nase. Mit unwillkürlicher Neugier musterte sie den ungewohnten Anblick der an der Wand in einer Reihe angebrachten Urinale. Die Reihe einfacher Türen auf der anderen Seite kam ihr bekannter vor.
"Ich muss mal", erklärte sie und versuchte, sich von ihrem Bewacher zu lösen.
Der überlegte kurz, ehe er sie losließ.
"In Ordnung, aber die Tür bleibt offen."
"Was? Nein!"
Die steile Zornesfalte zwischen Mirkos Augenbrauen belehrte Mandy eines Besseren, als sich durchsetzen zu wollen. Am Ende würde sie doch den Kürzeren ziehen. Was hatte sie denn noch zu verlieren? Sie stand hier fast nackt in einem Männerklo, hatte nur mit Hüftgürtel und Strümpfen bekleidet vor Halb-Fremden getanzt und mit ihrem Busen einen von ihnen bis zum Abspritzen gewichst. Konnte sie tiefer sinken?
Resigniert betrat sie die Kabine, setzte sich auf die Schüssel und versuchte, sich zu entspannen, während Mirko ihr mit breiter werdendem Grinsen zusah.
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Der Brautraub
Der Brautraub
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