What's next?
Ein Platz im Schatten
Das letzte Viertel des 19. Jahrhunderts war die Hochzeit des Kolonialismus. Bismarck hielt in Berlin die Kongokonferenz ab, auf der Afrika unter den europäischen Mächten aufgeteilt wurde. Bülow forderte einen „Platz an der Sonne“ für das Deutsche Reich.
Während das Kolonialfieber die bürgerliche Öffentlichkeit erfasste, blieben die Evaporisten kühl. Was es brauchte, war ihrer Meinung nach ein Platz im Schatten. Mit welchem Recht wollte man den Neger aus der Hängematte vertreiben und ihn zur Fron auf der Kautschukplantage zwingen?
Durch immer provokantere Protestaktionen machten die Evaporisten auf ihre Sicht aufmerksam.

Die Evaporisten waren überzeugt, dass grade Afrika für die Kolonisierung durch die Europäer gänzlich ungeeignet war.
Es war einfach zu heiß.
Statt der schweißtreibenden Arbeit des Missionierens, Ausbeutens und Beherrschens sollten sich die Europäer angenehmere Ziele setzen. Ein Kolonialismus mit evaporistischem Antlitz sähe ganz anders aus. Seine zentrale Mission wäre:
Verbreitung der europäischen Erfrischungskultur auf der Welt!

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