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Chapter 16
by
John Breedy
Wie geht es weiter?
Ein Jahr später – Die Rückkehr des Schattens
Ein Jahr war vergangen.
Laura stand in der kleinen Küche ihrer neuen Wohnung, das Baby auf dem Arm. Es war ein Mädchen – Mia – jetzt sechs Monate alt. Sie hatte Walters Augen. Nicht auffällig, nicht sofort erkennbar, aber Laura sah es jedes Mal, wenn Mia sie ansah: diese kleinen, leicht mandelförmigen Augen, die nie ganz rund wurden. Ein ständiger Stich. Ein Geheimnis, das sie allein trug.
Die Nächte waren endlos. Mia schrie oft, wachte alle zwei Stunden auf, wollte gestillt werden, wollte gehalten werden, wollte einfach nur Mama. Laura hatte schwarze Ringe unter den Augen, die selbst Concealer nicht mehr kaschierte. Sie liebte ihr Kind – von ganzem Herzen –, aber die Liebe fühlte sich manchmal an wie eine Last, die sie niederdrückte.
Ihr Mann – jetzt ihr Ehemann – war fast immer weg. Er arbeitete viel, oft bis spätabends, manchmal samstags. „Wir brauchen das Geld“, sagte er immer. „Für Mia. Für uns. Für die Zukunft.“ Er kam nach Hause, küsste sie auf die Stirn, fragte: „Alles okay?“ Und ging duschen, bevor er sich neben sie ins Bett fallen ließ, erschöpft.
Laura weinte oft. Allein im Bad, unter der Dusche, wenn das Wasser die Tränen übertönte. Sie glaubte an ihn – an seinen Fleiß, an seine Liebe, an das Versprechen, das sie sich gegeben hatten. Aber sie fühlte sich einsam. So einsam, dass es wehtat.
An einem grauen Nachmittag, Mia schlief endlich im Kinderwagen neben dem Sofa, vibrierte ihr Handy. Eine WhatsApp-Nachricht. Unbekannte Nummer.
Sie wollte sie löschen, ohne hinzusehen.
Doch sie öffnete sie doch.
„Hey Barbie. Hab dich gestern gesehen. Mit dem Kinderwagen. Sahst fertig aus… aber immer noch wunderschön. Dem Baby geht’s gut?“
Walter.
Ihr Herz setzte einen Schlag aus. Sie starrte auf die Nachricht, dann auf das schlafende Gesicht ihrer Tochter. Dann wieder aufs Handy.
Sie tippte nichts. Legte das Handy weg.
Zehn Minuten später vibrierte es wieder.
„Weißt du, ich hab oft an dich gedacht. Hoffe, du bist glücklich.“
Laura biss sich auf die Lippe. Ihre Finger zitterten.
Dann schrieb sie:
„Danke. Ja, es geht uns gut.“
Er antwortete sofort.
„Freut mich. Du siehst trotzdem aus, als könntest du ’n bisschen Aufmerksamkeit gebrauchen. Wie läuft’s bei dir?“
Und dann brach es aus ihr heraus.
Sie schrieb alles. Die schlaflosen Nächte. Die Depressionen, die sie nicht zugeben wollte. Dass sie sich wie eine schlechte Mutter fühlte, obwohl sie Mia über alles liebte. Dass ihr Mann immer arbeitete, dass sie kaum noch Zeit für sich hatte, kaum noch Sex, kaum noch Nähe. Dass sie ihn liebte – wirklich liebte –, aber sich trotzdem so allein fühlte. So unsichtbar.
Walter antwortete verständnisvoll. Geduldig. Ohne Druck.
„Klingt hart. Du machst das super, weißt du das? Eine Frau wie du verdient es, gesehen zu werden. Nicht nur als Mama, sondern als Frau. Als die geile, starke, schöne Frau, die du bist.“
Sie las die Nachricht dreimal. Tränen liefen ihr übers Gesicht.
Endlich jemand, der sie sah.
Endlich jemand, der fragte.
Die Tage vergingen. Sie schrieben fast täglich. Er erzählte von seinem Leben – von seiner Einsamkeit, von seiner Arbeit, von kleinen Alltagsdingen. Sie gab mehr von sich preis. Von Mia. Von ihrem Alltag. Von ihrem Zyklus, den sie wieder trackte, weil sie und ihr Mann über ein zweites Kind sprachen.
Am 20./21. Juni hatten sie ein Date geplant. Ihr Mann hatte sogar frei bekommen – sein Chef hatte es genehmigt. „Ein romantisches Wochenende“, hatte er gesagt. „Nur wir zwei. Ohne Baby. Meine Eltern passen auf.“
Laura freute sich. Wirklich.
Aber die Nachrichten von Walter wurden… intensiver.
Eines Abends, Mia schrie wieder stundenlang, Laura saß auf dem Boden, wiegte sie, weinte mit. Das Handy lag neben ihr. Eine neue Nachricht.
„Du klingst wieder so müde. Das ständige Geschrei… das zehrt an dir. Erinnerst du dich noch, wie geil es mit uns war? Wie frei du dich gefühlt hast? Kein Babygeschrei. Nur wir. Nur Lust.“
Laura starrte auf die Nachricht. Ihr Herz klopfte schneller.
Sie tippte: „Ja… war geil. Ich denk manchmal dran.“
Walter: „Dann lass uns treffen. Nur reden. Nur ein bisschen Zeit für dich.“
„Nein“, schrieb sie sofort. „Ich hab jetzt ein neues Leben. Baby. Verheiratet. Das geht nicht.“
„Ok, schade. Aber war doch geil mit uns, oder?“
„Ja… war geil. Aber trotzdem nein.“
Am nächsten Tag wieder.
„Ich denk an dich. An deine Titten. An deinen Arsch. An wie du gestöhnt hast, als ich dich gefüllt hab. Nur ein Treffen. Nur Kaffee.“
„Nein. Lass es. Bitte.“
Er gab ihr Bedenkzeit.
Sie schrieben weiter – casual. Über Mia. Über ihren Alltag. Über das Wetter.
Aber jedes Mal, wenn sie allein war, las sie die alten Nachrichten. Die schmutzigen. Die, in denen er beschrieb, was er mit ihr machen würde. Und sie spürte, wie ihre Muschi feucht wurde.
Nur ein bisschen.
Nur ein Moment der Schwäche.
Sie wusste, dass sie am Abgrund stand.
Dass der Schatten zurück war.
Und dass sie nicht sicher war, ob sie ihm widerstehen konnte.
Aber sie schrieb weiter.
Casual.
Als wäre nichts dabei.
Wird Sie Ihren Schatten los?
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Laura nach der Schule
Wenn du mit dem Falschen gehst, kann es sein, dass du geschwängert wirst...
Laura wird auf dem nach Hauseweg nach der Schule von einem älteren Herrn angesprochen.
Updated on Feb 10, 2026
by John Breedy
Created on Feb 8, 2025
by John Breedy
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