What's next?

Du riechst noch nach ihr

Die Tür zu ihrem Zimmer stand nur einen Spaltbreit offen. Als ich eintrat, lag Loona auf ihrem Bett, tief in die Kissen gebettet, während das gedämpfte, bernsteinfarbene Licht der Nachttischlampe weiche Schatten über ihre Gesichtszüge warf. Ihr seadener Morgenmantel war vorn weit aufgegangen; darunter trug sie kaum mehr als den schmalen, dunklen Seidenslip, den sie mit beiläufiger Geste zur Seite geschoben hatte. In der rechten Hand hielt sie einen schlanken, mattschwarzen Vibrator, dessen glatte Silikonkuppe noch regungslos an der Innenseite ihres Oberschenkels ruhte. Sie musterte mich mit einer stillen, herablassenden Ruhe, die mir augenblicklich das Blut in den Adern gefrieren ließ.

„Jacke aus“, wies sie mich mit samtener Stimme an. „Und dann runter auf die Knie. Genau hierher, vor die Bettkante. Du legst dich nicht hin, John. Noch lange nicht.“

Ich gehorchte mechanisch. Meine Glieder fühlten sich schwer wie Blei an, jeder Muskel im Rücken brannte von der stundenlangen Starre, und das feine Nylon unter dem derben Denim meiner Jeans klebte feucht und kühl an meinen Oberschenkeln. Der Neuköllner Chirurgenstahl zwischen meinen Beinen hing stumpf und bleiern herab, als hätte das starre Metall die Erniedrigung der vergangenen Stunden in Schöneberg wie einen elektrischen Strom gespeichert. Kaum drückten sich meine Kniescheiben in den Teppich vor ihrer Matratze, rutschte Loona ein Stück höher, öffnete ihre Schenkel und aktivierte das Gerät. Ein tiefes, monotones Summen erfüllte den Raum – leise, kultiviert und unbarmherzig präsent.

„Komm mir nicht zu nah“, sagte sie kühl, als mein Oberkörper unwillkürlich nach vorn kippte. „Du bleibst auf Distanz. Du siehst mir dabei zu. Und du beantwortest jede meiner Fragen präzise.“

Die vibrierende Kuppe glitt über den Rand des Slips, drückte sich in das helle, enthaarte Fleisch und kreiste mit geübter Langsamkeit. Loona atmete ruhig durch die Nase aus; ihre Lider senkten sich zur Hälfte, doch ihre dunklen Augen hielten mein Gesicht in einem eisernen Griff. Ein feines, triumphierendes Lächeln legte sich auf ihre Lippen.

„Du riechst noch immer nach ihr“, flüsterte sie mit spöttischer Faszination. „Iris und Leder. Es sitzt tief in deinen Poren, an deiner Kehle, unter dem Rollkragen. Schöneberg haftet an dir wie eine klinische Diagnose, die du nicht mehr abwaschen kannst. Du warst wirklich dort. Du hast auf den Dielen gekniet, hast dir die Prothese aufschrauben lassen und funktioniert, während dein Vater ahnungslos im Hotel saß und durch den Lautsprecher dozierte.“

Ein unwillkürliches Zittern lief durch meine Schultern. Richards sonore, stolze Stimme hallte wie ein Urteil in meinem Hinterkopf wider.

„Es war… furchtbar, Loona“, brachte ich mühsam hervor, während meine Kehle wie zugeschnürt war. „Er sprach von meiner Karriere. Er war vollkommen ahnungslos und stolz auf mich. Und ich lag im Staub vor seiner Frau…“

Loona lachte leise auf – ein tiefes, kehliges Glucksen, das sich synchron unter das Summen des Motors mischte. Sie ließ das Gerät mit kreisendem Nachdruck gegen ihre Schwellkörper arbeiten, während ihr Becken die Bewegung mit minimalen Impulsen aufnahm. Ihr Blick glich dem eines Wissenschaftlers, dessen kühnste Hypothese soeben bestätigt worden war.

„Er war stolz auf eine Hülle, John“, verhöhnte sie mich leise. „Der disziplinierte Musterschüler existiert doch nur noch auf den Fluren der Charité. Hier drinnen bist du längst enteignet. Du bist mein Besitz. Und du bist das Werkzeug von Vanessa, wann immer sie den Bedarf anmeldet. Aber das Köstlichste an alldem ist doch: Du hast nicht einmal den Hauch von Aufbegehren gezeigt.“

Das Summen sprang in eine sprunghaft vibrierende Frequenz um. Mit der freien Hand beugte sie sich vor, griff nach dem Samt-Choker um meinen Hals, fasste das Miniaturschloss und drehte den Metallkörper langsam um die eigene Achse.

„Nenn es nicht *furchtbar*, John“, forderte sie mich mit schneidender Schärfe auf. „Sag mir im Detail, was du getan hast.“

Ich schluckte gegen das Brennen in meinem Rachen an. „Ich habe die Attrappe aufgeschraubt. Ich bin auf Knien in sie eingedrungen. Und ich habe stumm den Rhythmus gehalten, während er durchgestellt wurde.“

„Und danach?“, hakte sie nach, die Finger unbarmherzig im Samt verkrallt.

„Danach… stieg sie über mein Gesicht. Sie hat sich auf meinen Mund gesetzt, bis sie fertig war.“

Ein fast ekstatisches Aufleuchten trat in Loonas Augen; sie legte den Kopf in den Nacken und entblößte ihren Hals, während ein heiseres, spöttisches Lachen ihrer Kehle entwich. Im Halbdunkel glänzte ihre Haut zwischen den Schenkeln feucht und hell. Ich kniete regungslos davor, eingeschlossen im Neuköllner Chirurgenstahl, unfähig, den Blick abzuwenden, weil ihr Griff an meiner Kehle jede Ausflucht verhinderte.

„Auf deinem Gesicht“, wiederholte sie mit purer Wonne. „Die elegante Ehefrau deines Vaters benutzt die Zunge seines Sohnes zur hygienischen Nachbereitung, und du kniest hier mit zitternden Lippen, als hättest du eine Heldentat vollbracht. Du hast nichts überstanden, John. Du hast dich vollständig hingegeben. Jede einzelne Sekunde. Weil du tief in deinem Inneren genau weißt, dass du diese Schande brauchst.“

Die Scham brannte heißer über meinen Wangen als das Scheuern des Basisrings. Ich wollte protestieren, wollte die Fassade aufrechterhalten, dass ich lediglich gebrochen worden war – doch ihre schonungslose Analyse zerschlug jede Ausrede.

„Du wolltest vor ihr kriechen“, flüsterte sie, während sie den Vibrator fester in das Gewebe presste und ihr Atem schneller ging. „Und jetzt sitzt du hier, atmest noch immer ihr Parfüm aus deinen Poren und musst zusehen, wie ich mich an der bloßen Vorstellung deines Verrats befriedige. Und weißt du, was daran am erbärmlichsten ist?“

Ich senkte den Kopf, unfähig zu antworten.

„Dass du dir einbildest, ich würde Mitleid mit deiner Scham empfinden“, fuhr sie spottend fort. „Dabei ist es das vollkommenste Kunstwerk, das du je abgeliefert hast. Richard schwärmt von deiner Reife, Vanessa prüft den festen Sitz des Gewindes, und du schleppst dich zu mir nach Hause, um wie ein geprügelter Hund nach Absolution zu betteln. Schultern straffen! Knie durchdrücken! Ich will in deine Augen sehen, während ich komme.“

Ich spannte den Oberkörper an. Das trägerlose Bustier unter dem Sweatshirt schnitt unbarmherzig in meine Flanken; der Käfig pulsierte heiß gegen die empfindlichen Dammfalten, ohne dass sich das gestaute Blut entladen konnte. Loonas Züge spannten sich an; ihre Oberschenkel zuckten in kurzen, kontrollierten Wellen, während ihre Pupillen mich förmlich verschlangen.

„Du zitterst“, hauchte sie mit belegter Stimme. „Nicht vor Kälte. Sondern weil du im Stahl anschwillst, aus dem dich heute Nacht niemand befreien wird, und weil du mich ansehen musst. Sag mir, wem du gehörst.“

„Dir“, stieß ich mit brüchiger Stimme hervor. „Ausschließlich dir, Loona.“

„Und heute Nachmittag?“

„Vanessa.“

„Brav.“ Ein kühles, elitäres Lächeln umspielte ihre Lippen. „Dann halt still. Ich bin gleich soweit.“

Das war die schneidende Grausamkeit: Sie degradierte mich zur lebendigen Projektionsfläche ihrer Lust, zu einem stummen Zeugen, an dessen totaler Entmündigung sie sich berauschte. In der Luft des Zimmers stritt der Duft ihres Vanille-Parfüms mit den kühlen Iris-Noten, die noch immer aus meinen Haaren dampften. Zwei Frauen, ein Tag – und ich als willenloser Schnittpunkt ihrer Herrschaft.

Loonas Orgasmus entlud sich vollkommen kontrolliert. Ein scharfes, zischendes Einziehen der Luft durch die Zähne, ein letztes, unnachgiebiges Aufbäumen ihres Beckens gegen das Gerät, während ihre Finger das Schloss an meinem Hals so fest anrissen, dass der Metallbügel tief in meine Haut schnitt. Ein leises, triumphierendes Lachen begleitete ihr Nachbeben. Dann schaltete sie den Motor ab. Das Summen erstarb schlagartig.

Zurück blieb nur das schwere Pochen meines Herzens und das gleichmäßige Ticken des Weckers.

Erst jetzt vollzog sich jener abrupte Wechsel in ihrem Wesen.

Der grausame Spott fiel mit einem Mal von ihren Gesichtszügen ab und machte jener sanften, fast mütterlichen Fürsorge Platz, die mich jedes Mal aufs Neue rettungslos entwaffnete. Sie legte das Gerät auf die Nachttischkonsole, strich ihren Morgenmantel mit ruhiger Hand glatt und klopfte behutsam auf die Matratze neben sich.

„Komm her, John“, sagte sie mit tiefer, samtweicher Stimme. „Sweatshirt ausziehen. Leg dich zu mir.“

Ich stützte mich taub auf die Bettkante und glitt kraftlos neben sie auf die Kissen. Kaum lag ich auf dem Rücken, schmiegte sie sich an meine Seite, schob ihren Arm unter meinen Nacken und zog meinen Kopf fest an ihre Brust. Mein Gesicht versank im weichen Stoff ihres Mantels, der warm nach Vanille und ihrer Haut roch. Mit langsamen, beruhigenden Strichen fuhr sie mir durch das Haar, kletterte mit den Fingerspitzen über meine Schläfen und löste die eisige Erstarrung aus meinen Zügen.

„Ganz ruhig, mein Kleiner“, flüsterte sie mir tröstend ins Haar. „Es ist vorbei für heute. Du bist wieder in Sicherheit.“

Tränen der vollkommenen Überforderung traten mir in die Augen und drückten sich in die Seide ihres Revers. Sie war der Ursprung all meiner Zerrüttung – sie hatte diesen Tag bis ins letzte Detail geplant, hatte mich Schöneberg ausgeliefert und sich soeben an meiner Schande ergötzt. Und doch war ihre Umarmung in diesem Augenblick der einzige Zufluchtsort, nach dem mein ganzer Körper schrie. Das ruhige, stetige Schlagen ihres Herzens unter meiner Wange holte mich langsam aus dem Abgrund zurück.

„Du hast unglaubliche Disziplin bewiesen“, fuhr sie sanft fort, während ihre Hand behutsam über meinen Rücken glitt und den Druck des Bustiers linderte. „Es war eine harte Prüfung. Aber du hast standgehalten. Du hast gehorcht, und genau deshalb darfst du dich jetzt vollkommen fallen lassen. Ich bin bei dir.“

Ihre Lippen berührten warm meine Stirn. Der zärtliche Kuss besiegelte meine Hörigkeit endgültig: Die Demütigung war erträglich, solange sie mich danach auf diese Weise in Empfang nahm.

„Schlaf jetzt, John“, hauchte sie leise, zog die schwere Bettdecke bis über unsere Schultern und umschloss mich fest mit beiden Armen. „Morgen wartet das Praktikum an der Charité auf dich, und am Nachmittag führen wir dich in der Boutique vor. Du wirst deine ganze Kraft brauchen. Ruh dich aus. Du gehörst mir, und heute Nacht verlangt niemand mehr etwas von dir.“

Eingehüllt in ihre Wärme und die trügerische Geborgenheit ihrer Arme driftete ich in den Schlaf, während der Chirurgenstahl unter der Decke langsam die Temperatur meines Körpers annahm.

Start your own immersive adult AI roleplay story
Ad

What's next?

Back Start Over View Story Map

0 comments