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Chapter 37 by Filiusfiliae
Wie geht es weiter?
Dreieinhalb Wochen später
Dass ich meinen Bericht mit einem Abstand von etwa dreieinhalb Wochen mit einem Freitagabend fortsetze, liegt schlicht und einfach daran, dass ich seit der Nacht mit meiner Cousine Nancy keinen Sex mehr hatte. Die entdeckte Neubausiedlung hat uns voll in Beschlag genommen. Natascha und Magdalena haben in Windeseile Pläne ausgearbeitet, die wir nun abarbeiten. Heißt morgens bei Morgengrauen aufbrechen und abends bei Sonnenuntergang zurückkehren, falls man nicht mal vor Ort übernachtet, dazwischen natürlich auch immer wieder Transportarbeiten. Und das in einer Zeit, in der die längsten Tage des Jahres sind. Freie Tage, Wochenenden gibt es für uns nicht. Wir schaffen, arbeiten und schuften also alle bis zum Umfallen, selbst Markus macht mit im Rahmen seine Möglichkeiten. Aber so fallen wir alle abends quasi tot ins Bett. Dabei verbring ich die Nächte nicht immer allein. Manchmal kommt Anna rein, legt sich nackt zu mir, kuschelt sich an mich, möchte umarmt werden – ja, und dann schlafen wir beide auch schon ein. Kein Gedanke an Sex, weder sie noch ich.
Wir wissen ja nicht, wie viel Zeit wir haben, drum klotzen wir ran, sehen durchaus den Sinn in den Strapazen, und es ist erstaunlich, was Adrenalin alles bewirken kann. So erkläre ich mir zumindest, dass es immerhin dreieinhalb Wochen dauerte, bis die wahrscheinlich unvermeidliche Situation doch eintrat und somit an diesem Freitagabend nach dem Essen, als wir alle zusammensitzen, Magdalena das Wort erhebt:
„Natascha, du weißt, dass ich absolut kein Weichei bin. Niemand hier ist das, alle gehen an ihre Grenzen und darüber hinaus. Wir alle wissen, wie wichtig die Räumung der Neubausiedlung für uns ist und es jeden Tag damit vorbei sein kann. Aber es hilft nichts: Wir brauchen ein Pause, wir alle! Wir können nicht weiter 24/7 malochen, so sinnvoll das auch wäre. Wir sind alle ,auf‘. Wir werden unkonzentrierter, unaufmerksam, sind übermüdet. Und dann passieren Sachen wie heute, dass Juliane sich einen Fuß verstaucht und Katharina sich eine Hand verbrüht, zum Glück nicht schlimm. Nancy hat sich vor lauter Anstrengung die Seele aus dem Leib gekotzt und Mandy sich den Schultergürtel wundgescheuert, weil sie sich auch nie schonen wollte. Und selbst du, Natascha, bist alles andere als munter, gestern bist du sogar im Büro am Schreibtisch sitzend eingeschlafen.“
Was sie nicht erwähnt hat, nämlich weil sie es nicht weiß, ist, dass Anna gestern vor Überanstrengung einen Heulkrampf bekam. Das war zum Glück abends in meinem Bett. Ich drückte sie ganz fest an mich und hielt sie fest, und so beruhigte sie sich allmählich. Auf ihre Bitte erzähle ich auch niemandem von diesem Nervenzusammenbruch. Ist aber auch nicht nötig, denn Magdalenas Ausführungen leuchten Natascha ein, und so entscheidet sie: „Dieses Wochenende machen wir nur das wirklich unbedingt Nötige und Unaufschiebbare, ansonsten frei. Sonntagabend setzen wir uns zusammen und planen die kommende Woche.“ Die Freude bei allen ist unübersehbar: zumindest zwei Tage am Stück ausschlafen können!
Kurz darauf ist jeder in seinem Bett und eingeschlafen.
Wie geht es weiter?
Apokalypse - Das ist das Ende, oder etwa nicht?
Der Überlebenskampf einer kleinen Gruppe, in einer neuen Welt.
Ein mysteriöse Krankheit löscht einen Teil der Bevölkerung Deutschlands aus, nach Wochen des Überlebenskampfes findet eine kleine Gruppe von Überlebenden einen dauerhaften Unterschlupf. Eine Geschichte über Veränderungen, das Zusammenleben, Lust und Liebe.
Updated on Aug 26, 2025
by Uwe37073
Created on Apr 13, 2020
by Uwe37073
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