Chapter 3
by
Papas_Liebling
Wo möchte Emily hin?
Die Kaffeeküche
Daniel ging voraus den Flur entlang, das Notepad wie einen Schutzschild vor die Brust gepresst. „Hier ist die Küche“, verkündete er und öffnete die Tür mit einer Förmlichkeit, als würde er ihr ein Fünf-Sterne-Restaurant präsentieren. Der Geruch von aufgebrühtem Kaffee und Spülmittel wehte ihnen entgegen.
Emily trat ein und ließ ihren Blick über die ordentliche Reihe von Tassen mit Firmenlogo, den brummenden Kühlschrank und die Mikrowelle schweifen, bis er an dem Kaffeevollautomaten hängen blieb.
„Wow“, sagte sie mit gespielter Verwunderung in der Stimme, „die Gerüchte haben also gestimmt. Luxus wie in einem Wellness Ressort.“
Daniel lächelte erleichtert. Die Ironie bekam er gar nicht mit.
„Kaffee ist kostenlos, einfach eine Tasse nehmen und unter die Maschine stellen, Knopf drücken, fertig. Man kann sich natürlich auch Tee machen. Oder einfach Wasser nehmen, steht dort drüben. Was immer Sie möchten.“

Sie drehte sich zu ihm, verschränkte die Arme und trat ganz nahe an ihn heran, bevor er merkte, was sie tat. Sie musste leicht nach oben schauen, weil der Mann einen halben Kopf größer war, aber dennoch wirkte es, als sähe sie auf ihn herab.
„Und was empfehlen Sie, Daniel?“, fragte sie und ließ seinen Namen kann langsam über ihre Lippen gleiten. „Heiß und bitter? Oder frisch und prickelnd?“
Er blinzelte und wich vor ihr zurück, nicht nur emotional aus dem Gleichgewicht gebracht. „Äh, Kaffee, denke ich. Die meisten Leute in der Firma leben gewissermaßen davon.“
Emily hatte nicht vor, ihn entkommen zu lassen. Sie setzte nach, bis er mit dem Rücken an die Wand stieß. Die Spitzen ihrer Brüste, die sie mit den Armen nach oben drückte, schwebten nur Millimeter vor seinem Oberkörper. Sie war ihm so nah, dass er ihr frisches, jugendliches Parfum riechen konnte – und sie seinen Angstschweiß.
Daniel schluckte und blickte sich hilfesuchend um, aber da war niemand. Sie waren allein in der Küche. Durch die geschlossene Tür hörte man nur gedämpft das Klappern der Tastaturen und das Brummen der Gespräche im Großraumbüro.
Sie neigte den Kopf leicht zur Seite, ihre Augen funkelten hinterhältig. „Ich glaube, ich weiß schon, was ich will. Und was wollen Sie?“, raunte sie verschwörerisch.
Der arme Mann lachte unbeholfenes, gequält. Er räusperte sich mehrmals, bevor er einen Ton herausbrachte und schob seine Brille auf der Nase nach oben. „Auf jeden Fall Kaffee.“
„Für mich auch einen. Dann zeigen Sie mir doch am besten einmal, wie das funktioniert. Wenn Kaffee hier quasi das Lebenselixier ist, dann sollte ich von einem wahren Experten lernen, wie man ihn macht.“
Mit diesen Worten drehte sie sich schwungvoll um und streifte dabei mit ihrem Hintern wie zufällig an der Vorderseite seiner Hose entlang. Bei dem, was sie spürte, schossen ihre Augenbrauen nach oben. Nicht ganz das, was sie erhofft hatte, aber ausreichend. Darauf könnte sie aufbauen.
Als Daniel mit der Maschine herumfummelte und seine Ohren immer roter wurden, stellte sie sich ganz eng hinter ihn und schaute ihm an einer Schulter vorbei zu. Sie lächelte in sich hinein. Es gefiel ihr, wie leicht sie Daniel aus der Fassung bringen konnte. Aber um wirklich Spaß zu haben, bräuchte sie eine größere Herausforderung.
„Und wohin jetzt?“ fragte sie, nachdem er ihr die Tasse Kaffee gereicht und sich selbst eine genommen hatte.
Wohin als nächstes?
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Mission Praktikum - Die Geschichte
Kaffee, Kopierer, Karriere
Emily treibt ihre Karriere in ihrer neuen Firma auf einigermaßen zweifelhafte Weise voran.
Updated on Sep 28, 2025
by Papas_Liebling
Created on Aug 26, 2025
by Papas_Liebling
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