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Chapter 9 by Baranda

Was ist Pauls zweiter Wunsch?

Die Erinnerungen seiner Mutter und weiteres Wissen für ein Leben als Frau

"Ich wünsche mir, dass ich zusätzlich zu meinen erinnerungen die Erinnerungen meiner Mutter habe, als auch, dass ich weiß, wie sich eine Frau perfekt bewegt und mit Schminke, Schmincke, Kleidung und Frisur das Optimum aus sich herausholt."

Ich bin erstaunt. Mit so einem komplexen und doch präzisen Wunsch hatte ich nicht gerechnet.

"Nun, ich möchte noch etwas länger das Leben meiner Mutter ausprobieren." Sagt Paul und errötet wieder. "Aber ich möchte nicht vollständig wie meine Mutter sein, sondern auch einen Teil meiner Selbst bewahren. Außerdem möchte ich wissen, was Mutter alles aus sich machen könnte, wenn sie wollte, wenn ..."

"Gewährt!" Ich unterbreche seinen Gedankengang.

"Gewährt?" Er fragt erstaunt.

"Ja, gewährt."

"Einfach so?"

"Ja, einfach so. Sobald du einen Wunsch richtig formulierst, bin ich dazu **** ihn dir zu erfüllen." Also echt. Müssen die Menschen immer wieder das hinterfragen?

"Aber ich fühle mich nicht anders als zuvor."

"Versuch mal dich an etwas zu erinnern, was nur deine Mutter wissen kann."

Paul denkt kurz nach, dann reißt er die Augen auf. "Du hast Recht. Ich kann mich an alles erinnern, was nur meine Mutter wissen kann. Und was ist mit dem Rest?"

Echt jetzt? "Geh in dein Schlafzimmer und guck in den Spiegel dort. Dann wirst du wissen, ob dein Wunsch vollständig erfüllt wurde, oder nicht."

"Gut, das mache ich. danke Dschinn." Paul verlässt das Wohnzimmer mit schwingender Hüfte.

"Gut, dann kann ich mich ja zurückziehen. Ist eh viel zu früh am Tag für zwei aufeinanderfolgende Wünsche." Ich entmaterialisiere mich und verschwinde in meiner Wunderlampe.


Paul Schmidt. Der frühere 19-jährige Junge besitzt den Körper und die Erinnerungen seiner 38-jährigen Mutter Sabine. Außerdem weiß er wie eine Frau ihren Körper perfekt in Szene setzt.

Paul tritt vor den Spiegel in dem Schlafzimmer seiner Eltern. Er betrachtet seine Reflexion und ist enttäusch davon. Er hat zwar einen recht attraktiven Körper, doch mit dem, was seine Mutter an Kleidung, Schminke und Schmuck dahat, kann er unmöglich das Optimum aus diesem rausholen. Er atmet einmal tief durch. "Ok Sabine. Du weißt genau, wo die am wenigsten normalen Dinge sind. Nimm sie und geh dann auf Shopping-Tour. Du willst phantastisch aussehen, nicht wie eine einfache Hausfrau." Paul dreht sich um und will schon zum großen Kleiderschrank gehen, in dem die Klamotten seiner Mutter hängen, als ihm etwas auffällt. "Jetzt rede ich von mir schon als meine Mutter. Aber es stimmt schon. Ich habe den Körper meiner Mutter. Und ich habe ihre Erinnerungen. Folglich bin ich niemand anderes als meine Mutter." Er setzt seinen Ganz zum Kleiderschrank fort. "Ok, Sabine, lass uns loslegen." Ohne einen Moment des Zweifelns verdrängt Paul, dass er eigentlich ein 19-jähriger Junge ist und akzeptiert sein neues, wenn auch vorerst vorrübergehendes Leben als 38-jährige Frau. Ihr Name ist Sabine Schmidt. Einen Paul Schmidt gibt es in diesem Haushalt nicht mehr, zumindest nicht, bis sie sich doch dafür entscheidet Paul zu sein.

Was passiert als Nächstes?

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