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Chapter 76 by Geilspecht99 Geilspecht99

What's next?

Die Einsamkeit im hohen Norden

Sieghart hatte sich anfangs keine Gedanken darüber gemacht, als er bemerkte, dass Sigrun ab diesem Zeitpunkt an James Seite schlief. Es war sowohl der Kälte als auch dem wenigen Platz auf dem Wikingerschiff geschuldet, dass man sich zum Schlafen zusammenrottete und so gesehen nichts Besonderes.

Wenige Tage später wechselten sie auf die Hundeschlitten/Eissegler und ließen das Schiff zurück. James, Miranda, Sieghart, Sigrun und ein paar andere wurden demselben Schlitten- Eissegler zugeteilt. Nun bemerkte Sieghart immer wieder Hinweise darauf, dass Sigrun und James etwas mehr als nur gute Freunde wären, aber er wollte die beiden nicht darauf ansprechen.

Aber auch Miranda war das nicht entgangen und so kam es, dass Sieghart und die Hexe über die beiden redeten. Miranda hatte keine Zweifel mehr an dieser amourösen Affäre, wollte es aber auch nicht überbewerten. Bei einer Expedition mit unbekanntem Ausgang wäre es nicht verwunderlich, dass die Menschen dazu neigen, alles, was zu Hause auf sie wartet, auszublenden. Als sie das gesagt hatte, betrachtete sie Sieghart eingehend und lächelte ihn bewusst verführerisch an, ehe sie sich entfernte.
Ab diesem Abend kuschelte sich Miranda beim Schlafengehen ebenso an Sieghart, wie es Sigrun bei James tat.

Sieghart merkte am eigenen Leib, dass dies im Lauf der Zeit zwangsweise zu einer Art Intimität führte, selbst wenn man beim Schlafen alle Kleidung trug, die man hatte. Miranda war eine der schönsten Frauen auf dem Kontinent, daran bestand kein Zweifel, aber er kannte ihren Ruf und auch Teile ihrer Vorgeschichte, weshalb er sich zurückhielt. Außerdem wusste er nicht, welche Motive hinter ihren langsamen Annäherungsversuchen und versteckten Botschaften standen; meinte sie es ernst, wollte sie ihn nur, weil er nicht zu haben war oder testete sie nur ihre Verführungskünste an ihm?

Es wurde zwar langsam wärmer, aber bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt war Sex ohnehin nicht praktikabel, dachte sich Sieghart, doch eines Morgens als Mirandas Hand wieder einmal zufällig über seine verdeckte Morgenlatte fuhr, bot sie ihm an, ihm einen runterzuholen. Er müsste sie nur bei Gelegenheit darum bitten, ließ sie ihn sprachlos zurück.

Er tat nichts dergleichen.

Ein paar Tage später am frühen Morgen fuhr sie unter der Decke die Konturen seiner Morgenlatte nach und weckte ihn mit einem Küsschen auf die Wange.
“Der ist ja ganz hart und du traust dich nicht mich zu fragen”, sagte sie und massierte den Prügel durch die Kleidung.
Sieghart drückte bestimmt ihre Hand weg und stand schnell auf, ohne etwas zu erwidern.

Sieghart hatte die letzte Wache am nächsten Morgen, weshalb er sich als erster hinlegte und es dauerte nicht lange, bis sich Miranda diesmal von vorne mit dem Rücken zu ihm an ihn kuschelte und ein Fell über sie beide legte. Da flüsterte er ihr ins Ohr:
“Wegen heute morgen wollte ich dir folgendes sagen: Du bist wunderschön und ich habe auch keine Zweifel an deinen Qualitäten, Mädchen. Aber Wichsen kann ich selbst! Wenn du mir nicht mehr bieten willst, lass ich dich vielleicht mal zusehen, wenn du ganz toll bittest”, sagte er herablassend und legte seine Hand auf ihre vom Pelzmantel bedeckte Brust, um einmal herzhaft zuzugreifen.

Damit zeigte er ihr sein Interesse, stellte aber auch klar, dass sie nicht allein über die Regeln bestimmte.

Miranda dachte nach, dann öffnete sie ein paar Knöpfe ihres Mantels. Gerade weit genug, dass seine Hand hindurch passte, denn dorthin leitete sie ihn. Sie atmete schneller, als seine Hand endlich ihr Ziel erreichte und vorsichtig ihre Brust massierte. Ihre Nippel richteten sich langsam auf.

Sieghart war schon dabei einzuschlummern, als sie ihren Kopf zu ihm drehte, ihm ein Küsschen auf die Wange drückte und meinte:
“Weck mich, wenn du aufstehst!”, dann drückte sie ihm einen Schmatz auf die Lippen und ging zurück in ihre Schlafposition.

Mach er es wirklich?

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