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Chapter 3 by Jan1974 Jan1974

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Der vierte Urlaubstag erst mal was zum frühstücken besorgen

Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie Sonja morgens aufsteht. Noch bevor der erste Kaffee duftet oder die Sonne richtig über dem Horizont steht, ist sie oft schon gut gelaunt – als wäre jeder neue Tag ein spannendes Versprechen. Sie braucht keine Pläne, kein Programm. Ihre entspannte Neugier aufs Leben macht sie für mich jeden Morgen aufs Neue faszinierend.

Ich selbst bin da anders. Natürlich habe ich auch eine positive Grundhaltung, lasse die Dinge gerne auf mich zukommen. Aber am frühen Morgen brauche ich ein paar Minuten – und am besten heißes Wasser im Gesicht – um auf Sonjas Stimmungsniveau zu kommen.

Auch heute begann unser Tag mit einer Dusche. Sonja war nach dem gestrigen Abend – verständlicherweise – ziemlich geschafft und war selig eingeschlafen, ohne sich noch groß zu bewegen. Das Sperma auf ihrer Haut war getrocknet, ihre Haare vom Abend leicht zerzaust. Es war fast ein bisschen unanständig süß, sie so friedlich zu sehen.

Sie verschwand zuerst im Bad, und ich blieb noch einen Moment auf dem Bett liegen, hörte das Wasser rauschen. Wir brauchten heute früh nicht viele Worte. Ein Blick reichte – und wir wussten beide, dass der Abend zuvor ein voller Erfolg war. Keine Übertreibung, kein Schamgefühl. Nur das stille, intime Wissen, dass wir beide es genossen hatten.

Als sie aus dem Bad kam, mit einem frischen Handtuch um die Hüfte, fragte sie mit einem Lächeln:

„Was machen wir eigentlich zum Frühstück?“

Ich blinzelte sie an. „Ich glaub, wir haben noch ein paar Brötchen. Die können wir in den Ofen werfen. Oder willst du was Frisches?“

„Ach weißt du was“, sagte sie und streckte sich leicht, „ich geh einfach runter ins Dorf. In dem kleinen Laden oder dem Café – da hatten sie doch Backwaren gestern, oder? Ich schau einfach mal.“

Ich grinste. „Klar, wenn du magst. Ich dusch mich dann mal in Ruhe.“

Sie zog sich ein enges Spaghettiträger-Top über – so eines, das ich besonders mag. Der Stoff schmiegte sich hautnah um ihre Brüste, verdeckte zwar alles Wesentliche, ließ aber auch kaum etwas der Fantasie über. Im richtigen Licht und Winkel konnte man mit Sicherheit erahnen, was sich darunter verbarg. Der weite Rock, den sie dazu wählte, fiel verspielt und endete knapp auf halber Strecke zwischen Hüfte und Knie.

Sie schlüpfte in ihre Sandalen, hielt einen Moment inne – und lächelte. Ohne es groß zu kommentieren, aber mit einem deutlich sichtbaren Ausdruck von stiller Lust, schob sie ihre Unterwäsche demonstrativ zur Seite. Sie hatte beschlossen, in diesem Urlaub – wann immer es ging – auf BHs und Slips zu verzichten. Die Kombination aus Wärme, Freiheit und prickelnder Unvorhersehbarkeit gefiel ihr einfach zu sehr.

„So“, sagte sie und schnappte sich ihre Handtasche, „ich bin dann mal kurz weg. Ich bring uns was Leckeres mit.“

„Du weißt, dass du in dem Outfit nicht unbemerkt bleibst, oder?“, sagte ich halb schmunzelnd, halb ehrlich bewundernd.

„Tja…“, sie zuckte mit den Schultern und zwinkerte, „dann soll sich das frühe Aufstehen wenigstens gelohnt haben – für alle, nicht nur für dich.“

Sie beugte sich noch einmal zu mir, küsste mich fest auf den Mund und flüsterte:
„Bis gleich, mein Schatz.“

Dann drehte sie sich um, ließ den Rock beim Gehen leicht schwingen – und verließ in ihren Sandalen mit fast schon federnden Schritten das Ferienhaus.

Ich stand schließlich auf und ging unter die Dusche, mit dem Rest von Sonjas Duft noch in der Nase – und der ganz leisen Vorahnung, dass ihr Weg ins Dorf vielleicht doch mehr als nur frische Brötchen mit sich bringen würde.

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