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Chapter 3 by Jan1974 Jan1974

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Der vierte Urlaubstag Mittags am Pool mit whatsapp Nachrichten

Wir verbrachten den Rest des späten Vormittags und den frühen Nachmittag ganz entspannt an unserem kleinen Pool. Die Sonne stand warm über dem Haus, das Wasser plätscherte leise, und die Erinnerungen an den aufregenden Morgen lagen wie ein süßer Schleier über allem. Ich fühlte mich satt, zufrieden und einfach rundum glücklich.

Ich muss zugeben, dass ich zwischendurch immer wieder mal wegnickte. Das leichte Gluckern des Wassers, die angenehme Wärme auf meiner Haut und die Ruhe – es war wie ein hypnotischer Zustand. Sonja hingegen schien deutlich wacher zu sein. Immer wieder griff sie zu ihrem Handy, tippte etwas ein, schmunzelte leise oder verzog ganz leicht die Lippen, wenn sie eine Antwort bekam.

Ich öffnete hin und wieder die Augen, sah sie mit halb geschlossenen Lidern an, beobachtete, wie sie sich auf ihrer Liege räkelte, mit ihren Beinen spielte oder sich verträumt durchs Haar fuhr. Der Anblick allein war eine Wonne. Dass sie währenddessen auf ihrem Handy schrieb, störte mich nicht. Ich nahm einfach an, dass sie ein bisschen mit Freundinnen oder vielleicht mit einer unserer Urlaubsbekanntschaften textete.

Irgendwann, die Sonne hatte sich schon ein gutes Stück weiterbewegt, wurde meine Neugier dann doch stärker als meine Trägheit. Ich hob den Kopf, gähnte, setzte mich auf und fragte beiläufig:

„Sag mal, mit wem schreibst du da eigentlich die ganze Zeit? Du wirkst so… vergnügt.“

Sonja sah von ihrem Handy auf, sah mich an – und da war dieses Grinsen auf ihren Lippen, das ich genau kannte. Dieses wissende, freche Grinsen, bei dem ich sofort wusste: Da steckt mehr dahinter.

„Na, wenn du dein Handy mit an den Pool genommen hättest… dann wüsstest du es längst.“

Ich blinzelte. „Wie meinst du das jetzt?“

Sie drehte ihr Handy in der Hand, tippte noch etwas, ließ es dann langsam sinken und sah mich dabei weiter an. „Ich schreibe nur ein bisschen mit unserer kleinen Studentengruppe.“

Ich hob eine Augenbraue. „Aha… nur ein bisschen?“

„Mhm“, machte sie und legte sich wieder auf die Liege zurück. „Was genau, das kannst du dir ja selbst durchlesen. Ich habe dich schließlich nicht vergessen.“

Ich stand langsam auf, der Neugierde endgültig erlegen. „Du bist gemein“, sagte ich grinsend.

„Ich weiß“, kam es fast beiläufig zurück, ohne dass sie mich dabei ansah. „Aber du liebst das.“

Ich lachte. „Verdammt, ja.“

Drinnen schnappte ich mir mein Handy vom Tisch, entsperrte es und sah sofort, dass WhatsApp mehrere neue Nachrichten anzeigte – und zwar genau in der Gruppe Die Studenten. Ich spürte, wie mein Herzschlag sich beschleunigte. Ohne ein weiteres Wort machte ich mich zurück auf den Weg nach draußen, ließ mich wieder auf meiner Liege nieder, das Handy in der Hand.

Sonja lag entspannt neben mir, Sonnenbrille auf der Nase, ein leichtes, stilles Lächeln auf den Lippen.

„Na, was ist?“, fragte sie, ohne den Kopf zu drehen. „Traust du dich nicht?“

Ich grinste. „Ich lese schon…“

„Dann lies schön langsam“, sagte sie leise. „Genieß es. Und… reg dich nicht zu sehr auf.“

Sie wusste genau, was sie tat. Ich spürte, wie mein Puls in die Höhe schoss, noch bevor ich auch nur die erste Nachricht gelesen hatte.

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