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Chapter 15 by The Pervert

Gespräch mit dem Mosuul ?

Der Hohepriester ist ein besonderer Mann.

Der Raum war ziemlich gross mit hoher Decke. Vor den Fenstern hingen so viele Stoffbahnen das es dämmerig war, und obwohl Sie draussen wunderbareren warmen Sonnenschein gesehen hatte, brannte ein grosses Feuer in einem Kamin. Die Luft im Zimmer war heiss. Sashiira freute sich ein dünnes Kleid zu tragen, denn selbst darin spürte Sie das Sie schwitzte.
In dem Zimmer gab es zwei runde Tische und mehrere Sessel. An einem Tisch sass ein grosser schlanker Mann dessen Gesicht zwar freundlich und würdevoll aussah, aber ob es an seinen öligen Schwarzen Haaren lag die wie eine Kappe auf seinem Schädel mit der hohen Stirn anlagen, oder den Augen. Sashiira fühlte sich unter seinem Blick unwohl. Lächeln setzte er eine Tasse mit einer dunklen Flüssigkeit ab.
Sashiira hatte bisher mit den Göttern und ihren Aarandorischen Vertretern nicht viel zu schaffen gehabt. Sie wusste nur das die meisten eine Art ehrerbietige Geste verlangten. Da Ihr nichts besseres einfiel beugte Sie ihr Knie und senkte den Kopf.
„Steh auf, Inseltochter." sprach der Mann mit seiner angenehmen Stimme und schenkte Ihr ein warmes Lächeln.
„Es ist schön zu sehen, das es dir besser geht, und das Du aus welchem einfachen Leben Du auch kommen magst gute Manieren hast, aber Ich brauche keine Gunstbezeugungen. Wir sollen den Menschen dienen. Nicht Sie uns."
Sashiira war aufgestanden und schaute nun schüchtern den Mann an. Er war irgendwie ganz anders als Sie es sich für einen Heiligen Mann vorgestellt hatte.
Er wies Ihr einen Sessel ihm gegenüber an und betätigte eine kleine Klingel, die auf dem Tisch stand.
„Ich hoffe Du nimmst mit mir ein Frühstück ein ? Ich finde es plaudert sich angenehmer wenn man etwas im Magen hat, und unser Heiler war der Meinung, das Du ganz besonders etwas mehr Essen brauchst."
„Ich ... ich danke euch, aber Ich verstehe nicht das Ihr euch so viel Mühe mit mir gebt. Ich bin lediglich eine Bettlerin, die ..." seine einfache ruhige Handgeste brachte Sie zum Schweigen.
„Mache dir darüber keine Sorgen. Im Moment bist Du unser Gast. Was weiter geschehen wird, zeigt sich später. Aber Ich möchte gleich etwas klarstellen. Ich erhoffe mir von dir einige Informationen. Ich möchte das Du mir etwas über dich erzählst. Etwas über dich und die Tätowierungen auf deinen Fusssohlen."
Sashiira erstarrte. Er wusste es ? Nun, wieso nicht. Wer auch immer Sie ausgezogen, gewaschen und verbunden hatte würde auch ihre Tätowierungen bemerkt haben. Und diese Zeichen waren etwas besonderes. Und die Körperstelle an der Sie erschienen waren auch. Wer liess sich schon die Fusssohlen tätowieren ?
Ein Diener brachte ein Tablett herein. Darauf waren zwei Krüge und eine Karaffe mit Wasser, zwei Teller, Brot, ein Topf mit Rahm und ein Topf mit Honig.
Der Diener stellte alles auf den Tisch, aber die beiden Töpfe näher an Sashiiras Platz.
Nachdem er alles arrangiert hatte, verliess er schweigend das Zimmer.
„Ich habe gesehen das dich mein Wunsch erschreckt hat. Falls Du nicht darüber sprechen möchtest ist es gut. Ich werde dich nicht zwingen. Ich wollte aber auch nicht, das Du glaubst Ich wollte dich zu diesem Thema überrumpeln. Essen wir etwas. Vielleicht erzählst Du mir etwas über dich und diesen Mann. Seine Verletzungen sind ungewöhnlich." er setzte sich bequemer an den Tisch und begann das Brot in dicke Scheiben zu schneiden. Es roch wunderbar und Sashiira hörte ihren Magen rumoren. Der Mosuul reagierte gar nicht darauf.
Er füllte seine Tasse mit weiterer dunkler Flüssigkeit aus einem der beiden Krüge.
„Das ist Kifa. Ich weiss nicht ob Du das kennst ?" fragte er und hielt ihr den Krug entgegen.
Sashiira war froh endlich auch etwas sagen zu können. Bisher war das Gespräch recht einseitig gewesen, weil Sie nicht wusste was Sie hätte antworten sollen. Sie fühlte sich in dieser Umgebung und trotz der freundlichen Offenen Art dieses Mannes eingeschüchtert.
„Ja Ich kenne Kifa. Tavolori trinkt Ihn gerne."
Der Mosuul goss ihre Tasse voll.
„Tavolori, - ist das der Mann den Du zu uns brachtest ?"
Er legte Ihr zwei Scheiben Brot auf den Teller nahm sich ebenfalls eine und strich etwas Rahm auf seine Scheibe. Er schien sich keine Gedanken zu machen das Sashiira ihn mit den Messern, - gerade dem grossen scharfen Brotmesser angreifen könnte. Diese offensichtliche Sorglosigkeit beruhigte Sie weiter.
„Ja. Er ist Handwerker und Ich würde sagen der einzige wirkliche Freund den Ich auf dieser Insel und wahrscheinlich darüber hinaus habe." antwortete Sie schon etwas offener und griff sich ihr Brot vorsichtig knabberte Sie daran herum..
Der Mosuul lächelte als er das sah.
„Ach mein Kind. Hier ..." er bestrich ihre Zweite Scheibe fingerdick mit Rahm.
„Ich hoffe Du magst Honig ?" fragte er und liess schon einen grossen Löffel voll auf das Brot laufen.
Sashiiras Augen wurden gross. Ein solches Essen kannten nur die Reichen. Gerade Honig war sehr teuer. Was Sie hier aufs Brot geschmiert bekam hätte Sie sich nicht in einem Jahr erbetteln oder erarbeiten können.
„Bitte Herr, das bin Ich nicht wert..." versuchte Sie das Angebot abzuwehren, aber er nahm ihr schon mit sanfter **** das trockene Brot aus der Hand und legte Ihr das geschmierte hinein.
„Rede nicht so. Im Honig sind viele Sachen die gut für dich sind. Und Du kannst es gebrauchen mal etwas besser zu Essen. Unser Heiler hat das gesagt, und er versteht sein Geschäft."
„Aber Ich weiss nicht wie Ich euch das wieder gut machen soll." erklärte Sashiira. In ihrem Hinterkopf bildete sich aber schon ein dunkler Gedanke auf welche Art Sie diese Freundlichkeit zurückzahlen müsste. Ihre Fantasie reichte bei solchen Gedanken nicht weit. Wie sollten Sie auch. Sie hatte nichts als ihre Arbeitskraft und ihren Körper. Und ihre Kraft wurde meist weniger geschätzt als andere Dienste.
„Höre mir gut zu, Tochter." Meinte der Mann und schaute Ihr fest in die Augen.
„Ich möchte dir helfen. Dieses Essen wird dir niemand nachrechnen oder auf irgend eine Art zurückfordern. Aber Du beleidigst mich und unseren Orden wenn Du diese Gabe ablehnst, obwohl Du Sie benötigst.
Denke immer daran. Falsche Bescheidenheit ist die schlimmste Form der Eitelkeit !"
Er lachte fast glücklich als Sashiira endlich einen grossen Bissen des Brotes nahm. Der Geschmack war fast eine Explosion an Freude und Glück. Noch nie hatte Sie etwas so leckeres gegessen.
Zwar hatte Sie Schwierigkeiten sich nicht mit der klebrigen, goldenen Flüssigkeit zu bekleckern, die in solchen Mengen auf dem Brot schwamm das es leicht überlief, aber Sie schaffte es halbwegs.
Der Mosuul ass selber nur sein Brot mit Rahm aber er sprach gut dem Kifa zu. Er freute sich sichtlich das Sashiira endlich anständig zulangte.
Nach ihrer dritten Scheibe Brot von denen jede vom Mosuul so grosszügig wie die erste geschmiert wurde und der zweiten Tasse Kifa war Sashiira proppensatt.
Sie fand es mehr als geboten für diese Freundlichkeit aus ihrem Leben zu erzählen.
Nachdem der Diener auf eine nochmaliges Läuten den Tisch abgeräumt und einen weiteren Krug Kifa herbeigebracht hatte, begann Sie nun viel entspannter von ihrem bisherigen Leben und ihrem Verhältnis zu Tavolori zu sprechen.
Der Mosuul hörte aufmerksam zu und unterbrach nur selten durch gezielte Fragen.
Dann kam er erneut auf das Thema Tätowierungen zu sprechen.
Da Sashiira keinen Grund hatte daraus ein Geheimnis zu machen, vor allem weil Sie selber nicht viel wusste erzählte Sie ihm auch was es damit auf sich hatte.
Nachdenklich hörte er zu. Sein anschliessendes Schweigen machte die heisse Luft noch drückender.

Weiss er etwas über die Tätowierungen ?

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