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Chapter 8 by Reyhani Reyhani

Was will er Theresa zeigen?

Der Beichtstuhl

"Hier hinter dem Bett ist eine Geheimtür, damit der Graf von seiner Mätresse direkt zur Messe wechseln konnte. Vom Liebesdienst zum Gottesdienst sozusagen", kalauerte Herr Gabriel ungeniert.

Mit der Geschichte der versiegelten Kapelle hatte er Theresa gleich am Haken gehabt. Sie fühlte sich wie in einem Abenteuer der Fünf Freunde. Das war doch einmal etwas ganz anderes, als bloß in den Notizen des verstaubten Zettelkastens zu blättern. Diese Abenteuerlust hatte auch Gabriel angesteckt, dass seine Augen glänzten.

Er hatte Theresa in ein Nebenzimmer geführt, dessen Einrichtung einzig aus einem prächtigen Himmelbett bestand. Sie stiegen gemeinsam über die Absperrung für Besucher und zwängten sich in den engen Spalt zwischen Bett und Wand. Theresa konnte die rotbraunen Haare in Gabriels Nacken sehen und sie roch seinen Schweiß. Ganz hinten in der Ecke war eine fast unsichtbare Tapetentür. Sie öffnete sich zu einem kurzen Gang durch den sie in eine hohen, helle Halle gelangten.

Obwohl der Raum weitgehend leer war, konnte man seine ursprüngliche Funktion noch gut erkennen. In der chorartigen Nische musste einmal der Altar gestanden haben. Doch er war genauso verschwunden wie das Gestühl und jeglicher Schmuck wie Bilder oder Fresken. Nur an der Wand gegenüber der Tür, durch die Theresa und Gabriel gekommen waren, stand noch ein riesiger, schwarzer Beichtstuhl.

"Angeblich haben die jakobinischen Soldaten hier ihre Raubschätze gelagert, politische Debatten abgehalten und Orgien gefeiert", erklärte Gabriel. "Nach dem Abzug ist jegliche Erinnerung an den Frevel getilgt und die Kapelle vermauert worden. Nur der Beichtstuhl ist aus irgendwelchen Gründen hier geblieben. Kommen Sie, es ist wie eine Zeitreise direkt in Robespierres Boudoir."

Theatralisch öffnete er eine Tür des Beichtstuhls. Für Theresas Empfinden sah das Ganze eher nach dem Abteil einer Kutsche aus. Der kleine Raum war vollständig mit rotem Samt ausgekleidet, die Bank, auf der der Beichtende zu knien hatte war ebenfalls mit rotem Samt gepolstert. Gabriel hielt die Tür immer noch auf und sah Theresa erwartungsvoll an. Wie sollte sie als Historikerin der Gelegenheit auf eine Zeitreise widerstehen?!

Theresa trat in den Beichtstuhl und kniete sich probeweise hin. Ihre Ellenbogen legte sie auf das Sims aus poliertem Holz. Sie wunderte sich, dass es statt eines Holzgitters eine Art Wandschirm zwischen den Abteilen gab, der mit glänzend roter Seide bespannt war. In ihrer Position konnte sie genau das verschlungenen Blumenmuster des Stoffes studieren. Klack, wurde die Tür geschlossen und sie kniete im Halbdunkel.

Mit einem weiteren Klack wurde die andere Tür geöffnet und Gabriel ließ sich nebenan auf den Sitz des Priesters sinken. Dann wackelte der Schirm aus Seide, ein Finger wurde durch einen Schlitz gesteckt, der Theresa bisher nicht aufgefallen war, und sie konnte kurz Gabriels Augen sehen. Dann zog er seinen Finger zurück und der Schlitz schloss sich.

"Ein eigenartiges Gerät, nicht wahr?", erklang Gabriels Stimme durch den Schirm. "Man mag sich gar nicht ausmalen, was hier gebeichtet wurde und warum man das Ding nach der Besatzung nicht sofort verbrannt hat."

"Ja, wirklich seltsam ...", erwiderte Theresa. Und nach einer längeren Pause: "Ich habe noch nie gebeichtet. Wissen Sie, ich komme aus keiner besonders religiösen ****."

"Bei mir ist es auch schon lange her. Aber ich erinnere mich, als ich noch regelmäßig zur Messe gegangen bin, das kann sehr befreiend sein. Hätten Sie denn etwas zu beichten?"

"Also ... ich weiß nicht ... ich habe heute eine Angestellte der Gräfin heimlich beobachtet. Ich möchte nicht schlecht von ihr denken, aber es war verwirrend und schockierend, was ich gesehen habe ..."

"Ah, ich verstehe, Sie haben Angst der Sünde der Hochmut verfallen zu sein. Aber so kommen Sie mir eigentlich nicht vor. Ich denke, wenn Sie mit ihr sprechen, kommt das wieder in Ordnung. Sie wird ihnen eine vernünftige Erklärung geben und Ihnen für ihre Spioniererei vergeben."

"Danke für den guten Rat, so sollte ich es machen. Und Sie? Haben Sie etwas zu beichten?"

"Ich? Nein!", erwiderte Gabriel erstaunt, dass Theresa versuchte, den Spieß umzudrehen. Dann kicherte er nervös und fuhr fort: "Also vielleicht doch ... Verzeihen Sie meine Offenheit. Ich hatte unkeusche Gedanken, wo ich mich doch eigentlich auf meine Arbeit konzentrieren sollte."

"Hat das was mit der Frau unter dem Tisch zu tun? Blaues Kleid, aufregendes Dekolleté. Das ist meine Kollegin Lulu", wagte Theresa einen Schuss ins Blaue.

"Das hätte ich mit denken können ", seufzte Gabriel. "Natürlich wissen Sie auch Bescheid, wenn Sie für die Gräfin arbeiten. Die Gratifikationen sind bei den Projekten im Schloss immer das Interessanteste. Ich hatte mich schon so gefreut, dass ich mal wieder zu einer Besprechunge gebeten worden war. Und dann monopolisiert die Amtsleiterin das Meeting und ich kann nichts machen. Sie haben es ja gesehen."

Theresa war unsicher, ob sie laut lachen oder Mitleid mit Herrn Gabriel haben sollte. Eins war sicher, sie mochte die Denkmaltussi auch nicht. Deshalb beschloss sie, das Spiel einfach weiter zu spielen. Das würde Gabriel die Gelegenheit geben, ein bisschen Dampf abzulassen. Er hatte sich schon so weit geöffnet.

"Das sind ja nicht nur unkeusche Gedanken, Herr Gabriel, sondern da ist ja auch noch Neid im Spiel. Aber wenn sie bereuen und Besserung geloben, wenn sie sich dafür einsetzten, dass das Projekt schnell und zur vollen Zufriedenheit der Gräfin durchgeht, dann würde ich Ihnen vergeben."

Auf der anderen Seite des Schirms war es erst einmal still, sodass Theresa schon dachte, Gabriel hätte ihren Witz in den falschen Hals bekommen. Grade wollte sie sich entschuldigen, da fand er seine Sprache wieder:

"Also Theresa – ich darf dich doch Theresa nennen? Ich heiße Gottfried! – wie kann ich da nein sagen. Nichts gegen deine Kollegin, ihre Verkleidung war auch ganz allerliebst, aber du bist mir natürlich viel lieber, nachdem wir uns schon so gut unterhalten haben. Der Geist soll ja bei dem Ganzen auch nicht zu kurz kommen."

Von gegenüber waren Geräusche zu hören. Es schien, als ob Gabriel aufstand. Offenbar war das Spiel zu Ende, gleich würde die Tür aufgehen. Da wackelte der Wandschirm und ihr Gegenüber steckte wieder seinen Finger zu Theresa herüber. Es war ein recht dicker Finger, auf den Theresa wie auf die sprichwörtliche Schlange starrte.

"Und wegen des Förderantrags brauchst du dir natürlich auch keine Sorgen zu machen. Ich werde ihn gleich heute Abend bearbeiten und an die richtige Stelle weiterleiten. Ich habe einen Bekannten im Ministerium, der mir noch einen Gefallen schuldet. Die Gräfin kann also ganz beruhigt sein."

Einen so mächtigen Gottfried hätte Theresa dem Mitarbeiter des Denkmalamts gar nicht zugetraut. Er war erst halbsteif und schon zu beachtlicher Größe angeschwollen. Nur wenige Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt baumelte er aus dem Wandschirm. Sie konnte genau die Adern erkennen und die roten Härchen, die unten am Schaft zu sprießen begannen. Das war eindeutig der Höhepunkt dieses verrückten Tages. Was sollte sie nur tun, sie hatte doch nur mit Melinda einen Kaffee **** wollen?

Genau, einen Kaffee und ein nettes Gespräch – das war es, was sie jetzt brauchte, um dem ganzen Irrsinn zu entfliehen. Aber dazu musste sie wohl erst einmal diese Aufgabe für die Gräfin erledigen. Ohne weiter nachzudenken, umfasste sie Gottfrieds Schwanz mit ihrer Hand. Sie musste lächeln, als daraufhin ein unterdrücktes "Oh, Theresa ..." von der anderen Seite erklang. Er reckte sich ihr noch mehr entgegen und wurde vollständig hart.

Ein paar Mal fuhr sie unsicher mit der Hand den Schaft auf und ab. Sie hatte das lange nicht mehr gemacht, aber langsam fand sie wieder hinein. Mit ein bisschen Spucke hatte sie Gottfrieds Schwanz bald in einen glitschigen Kolben verwandelt. Immer wenn sie mit ihren Fingern über den Rand seiner entblößten, purpurnen Eichel rubbelte, stöhnte er laut auf. Es war so befriedigend, auch einmal etwas mit den Händen zu tun, anstatt immer nur in die Bücher zu starren und sich den Kopf zu zerbrechen. Theresa hatte das Gefühl, Lulu und Melinda jetzt besser zu verstehen.

Kurz darauf war es so weit: Gottfrieds Schwanz begann zu zucken, Theresa lief ein Schwall heißen, klebrigen Spermas über die Hand und tropfte von da herunter auf das Sims und den Fußboden. Vielleicht würde ja doch noch einen richtige Kammerzofe aus ihr werden.

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