Was meint sie damit?

Das behält sie erst mal für sich

Chapter 196 by Hentaitales Hentaitales

Aber als Alex wissen wollte, was sie damit sagen wollte, kam von Tamara nur ein mysteriöses Lächeln, und auch auf mehrfaches Nachfragen hin konnte er ihr keine Antwort entlocken. Auf jeden Fall schien ihre "Idee" die Lust auf ihn und sein Sperma nicht auf irgendeine Art gemindert zu haben, und so machten beide weiter wie zuvor.

Zwei Wochen nach dieser Unterhaltung änderte sich dann aber alles, und zwar schlagartig, und es begann damit, dass Pandora eines Morgens unvermittelt und ohne weitere Ankündigung vor der Tür stand. "Wir müssen los", sagte sie Alex, der ihr geöffnet hatte, "und zwar sofort. Hol Tom, und sag den anderen nichts!"

"Was-" Alex sah sie verwirrt an. "Was ist denn-"

"Sie hätten Steffen fast erwischt", sagte Pandora. "Wir müssen ihn abholen. Jetzt!"


Ein paar Minuten später saßen alle drei in Pandoras Wagen, einem von außen unauffälligen weißen deutschen Mittelklassewagen, der von innen die wildeste Elektronikeinrichtung besaß, die Alex je gesehen hatte. Der Bordcomputer füllte neben der Mittelkonsole noch die gesamte Beifahrerseite mit aus, und die Kopfstützen hatten integrierte VR-Sets.

"Wir waren eigentlich so gut wie fertig", brachte Pandora die anderen auf den neuesten Stand, "aber dann ist uns doch noch was durchgerutscht. War nicht dein Fehler, Tom, deine Planung war gut. Mir ist bei der Aufklärung ein wirklich beschissen blöder Fehler unterlaufen."

"Woran genau wart ihr eigentlich jetzt dran?" wollte Alex wissen. "Ihr habt monatelang kein Sterbenswörtchen verlauten lassen."

Tom nickte. "Damit es auch nicht den falschen Leuten zu Ohren kommt. Und was wir alles getan haben, das geht jetzt zu weit. Eidolon war zuletzt dabei, ein Bewegungsprofil von unserer Zielperson zu besorgen. Denn da, wo die arbeitet, kommen wir nicht rein. Ist vollkommen unmöglich. Wir müssen sie anders rankriegen, und Steffen war gerade dran, verschiedene Gelegenheiten dafür abzuklären."

Pandora presste die Lippen zusammen. "Natürlich steht so jemand unter ständiger Bewachung", fügte sie hinzu, "das wussten wir, und wir dachten, wir wüssten auch, wie die aussieht. Aber es gab noch ne andere Überwachungsmaßnahme. Die hab ich übersehen."

"Was war es denn?" fragte Tom. "Deine Informationen sahen doch wirklich solide aus."

"Nanobots", sagte Pandora. "Unsere Zielperson hat welche in der Blutbahn, die Abhörgeräte und Peilsender registrieren. Die haben Alarm geschlagen, als Eidolon bei ihm unsere Sonde platziert hat. Und vier Minuten später konnte das Zarathustra-Einsatzkommando rückverfolgen, wer der Kerl war, der da was platzieren wollte. Es ging zu schnell, um ihn rauszuholen - ein Scharfschütze von denen hat ihn dann im Bein erwischt, allerdings wohl nicht voll. Und jetzt müssen wir ihn aufsammeln, ehe die das schaffen."

Alex überlegte. "Also, wenn er seine Gestalt wechselt, wird es für die schwer werden, ihn zu identifizieren."

Aber Tom schüttelte den Kopf. "Eidolon muss erregt sein, um sich verwandeln zu können, und wenn er angeschossen ist, macht ihn das bestimmt nicht geil. Und selbst wenn er das könnte: wenn die da jemanden finden, werden die ihn sicherlich erst mal identifizieren. Und dann finden sie raus, dass er gar nicht der ist, als der er sich ausgibt."

"Und dementsprechend müssen auch wir aufpassen, dass wir denen nicht in die Hände fallen", schloss Pandora. "Ich bleib darum im Auto und überwach euch, dann kann ich aufpassen, dass ihr unter dem Radar von denen bleibt. Und ihr zwei zusammen schafft es bestimmt, Eidolon auch zu transportieren, wenn er selbst nicht mehr laufen kann. Rein mit ihm in die Karre und ab nach Hause so schnell wie möglich. Noch Fragen?"


Es gab keine, und so fuhren sie etwa zweieinhalb Stunden mit meist deutlich zu hoher Geschwindigkeit die Autobahn entlang. Tom sah überhaupt nicht glücklich damit aus, obwohl Pandora ihm versicherte, dass sie garantiert nicht in irgendwelche Kontrollen oder Radarfallen fahren würden. Und sie behielt recht.

Zum Ende der Fahrt bog sie dann in Richtung einer kleineren dörflichen Gemeinde im Speckgürtel einer Großstadt ein, die sich am Rande eines ausladenden Waldgebiets befand. Zu dieser Jahreszeit lag beides tief verschneit da, nur die Zufahrtsstraße war geräumt. Pandora hatte eigentlich vorgehabt, direkt auf den Wirtschaftsweg abzubiegen, der in den Wald führte, allerdings stand dort ein Stückchen abseits bereits ein dunkelgrauer Transporter, der ihr Misstrauen erweckte: "Wenn das da keine Regierungskarre ist, steig ich für die nächsten Hacks auf nen 386er um."

"Sieht eigentlich unauffällig aus", meinte Tom. "Aber gerade das ist wohl auffällig. Niemand, der in den Wald will, würde den Wagen schon da abstellen. Es sei denn, es ist noch jemand drinnen geblieben, der nach hinten absichern soll."

"Seh ich genauso", nickte Pandora. "Wir fahren ins Dorf, und ihr geht von dort aus in den Wald. Ein paar Wanderer sollten niemanden misstrauisch machen."

Alex sah zu ihr. "Und wie sollen wir dann Stef- Eidolon ungesehen zu dir schaffen? Wir können schlecht einen Angeschossenen da rein schleifen."

Pandora tippte kurz auf die Konsole, die aufsprang und in der kleine, unauffällige Ohrfunkgeräte lagen. "Wir bleiben in Kontakt, und ihr gebt Bescheid, wenn ihr ihn habt. Dann finde ich einen Weg zu euch."

"Passt." Alex nahm sich einen der Ohrstöpsel und gab einen zweiten an Tom weiter. "Dann halt grade da vorne auf dem Parkplatz vom Supermarkt. Wir machen uns auf die Socken!"

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Werden sie lange suchen müssen?

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