Wo geht es weiter?
Das Regal
Ich drehe mich langsam zum schwarzen Regal um, das seitlich neben dem Schreibtisch steht, ein Relikt aus Antjes Gothicphase, das dunkle Holz mit den Intarsien verleiht dem Möbelstück einen Hauch von Mystik. Meine Finger gleiten über die Buchrücken, bleiben an einer unebenen Stelle hängen. Da, zwischen einem abgenutzten Band über Tarotkarten und einem Roman mit eskapistischen Fantasien, steht ein kleines Kästchen. Nicht größer als eine Zigarrenbox, aber mit einem seltsamen Gewicht, als ich es vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger nehme. Der Deckel ist aus lackiertem Holz, kühl unter meinen Fingerspitzen, und ein kleines Zahlenschloss glänzt matt im schwachen Licht.
Was zum Teufel…?
Ich drehe das Kästchen in der Hand, betrachte das Schloss. Kein Schlüssel, nur diese drehbaren Rädchen mit Zahlen von null bis neun. Mein Daumen streift über die Kerben, als etwas Leichtes, Papierdartiges, zu Boden gleitet. Ein Zettel, gefaltet, als hätte jemand ihn hastig unter das Kästchen geschoben. Ich bücke mich, spüre, wie die Jeans über meinen Oberschenkeln spannt, als ich mich nach vorne beuge. Die Knie knacken leise, als ich mich wieder aufrichte, den Zettel zwischen den Fingern. Das Papier ist dünn, fast durchscheinend, und als ich es entfalte, erkenne ich eine handschriftliche Notiz – Antjes Schrift. Diese verdammt präzise, fast architektonische Handschrift, bei der jedes t wie mit einem Lineal gezogen aussieht.
"Wenn du das liest, hast du schon den ersten Schritt geschafft. Die Zahlen sind nicht zufällig.
Ich starre auf die Worte, während mein Gehirn automatisch zu rattern beginnt.

{lock "Gelingt es mir den Code zu knacken?" answer "42617"}
Das Schloss knackt.
Ein kurzes, präzises Klick, als würde ein Relais schalten. Der Deckel gibt nach, als ich ihn mit dem Daumen anhebe, und für einen Moment halte ich den Atem an. Der Geruch steigt mir sofort in die Nase – nicht unangenehm, aber irgendwie süßlich, wie bei neuen Lederhandschuhen, gemischt mit etwas Metallischem. Das Innere des Kästchens ist mit schwarzem Samt ausgekleidet, weich wie die Innenseite eines Sargs für etwas, das nicht tot sein sollte. Und dort, eingebettet in das dunkle Tuch, liegt er.
Ein Buttplug.
Nicht irgendso einer. Schwarz, glänzend wie poliertes Obsidian, mit einer Form, die mir sofort klarmacht, dass derjenige, der das designed hat, wusste, was er tut. Ein dickes, abgerundetes Ende, das sich zu einem schmaleren Schaft verjüngt, bevor es in einen flachen, griffartigen Abschluss übergeht – offensichtlich dazu gedacht, den Plug sicher an der Rosette zu halten. Mein Blick bleibt an einem kleinen Knopf hängen, der seitlich in den Griff eingelassen ist. Vibrationen. Natürlich. Weil es nicht reicht, sich einfach nur etwas in den Arsch zu schieben – nein, es muss auch noch zittern.
Und dann das Kärtchen.
Ich zögere, bevor ich es zwischen die Finger nehme. Die Vorderseite ist leer, bis auf eine handgeschriebene Widmung:
"An den Nerd, der dieses Rätsel lösen konnte. Schieb dir den hier rein, wo sonst nie die Sonne scheint. Es lohnt sich. LG Antje"
Ein Zwinkersmiley, gezeichnet mit ausgestreckter Zunge, als hätte sie sich beim Schreiben auf die Unterlippe gebissen. Ich drehe die Karte um.
Und erstarre.
Ein Polaroid. Unscharf an den Rändern, aber unmissverständlich in der Mitte. Ein Intimbereich, weit gespreizt, so nah aufgenommen, dass ich die Feuchtigkeit auf den Lippen sehen kann. Die Muschi ist rasiert, glatt bis auf einen schmalen Streifen dunkler Haare, und darunter— Scheiße.—das andere Loch, leicht geöffnet, als hätte jemand es gerade mit den Fingern auseinandergezogen. Die Haut drumherum ist rosig, fast als wäre sie gereizt, und ich weiß, dass das kein Stockfoto ist. Das ist sie. Antje. Meine Mitbewohnerin. Die Frau, die mir gestern noch erklärt hat, warum mein Kaffeekonsum ein ökologisches Verbrechen ist, während sie sich mit nassen Haaren und einem viel zu kurzen Bademantel in der Küche gesessen hat.
Mein Schwanz zuckt in der Hose.
Ich beiße mir auf die Innenseite der Wange, bis ich den metallischen Geschmack von Blut spüre. Was zum Teufel soll das? Ist das ein Witz? Eine Mutprobe? Oder— nein. Ich schiebe den Gedanken weg, bevor er sich vollenden kann. Aber meine Hand gehorcht mir nicht. Sie legt die Karte zurück ins Kästchen, streift dabei über den Plug, und ich spüre, wie das glatte Silikon unter meinen Fingerspitzen warm wird, als hätte es meine Körpertemperatur schon angenommen.
Der Plug ist nicht riesig. Nicht so groß, dass es wehtun müsste. Aber auch nicht klein. Nicht harmlos. Ich drehe ihn in der Hand, betrachte die Wölbung, die sich perfekt an die Krümmung eines männlichen Körpers anpassen würde. Der Vorsatz oberhalb der Verdickung ist extra geformt, fast wie ein Finger, der nach etwas sucht. Prostata-Stimulation, schießt es mir durch den Kopf. Ich habe genug Porn gesehen, um zu wissen, was das bedeutet. Und plötzlich ist da dieses Bild in meinem Kopf – ich, auf allen vieren, während dieser verdammte Plug in mir vibriert und mich von innen zerlegt—
Stopp.
Ich atme scharf durch die Nase aus, versuche, mich zu sammeln. Aber mein Körper reagiert schon. Die Jeans wird enger, der Stoff scheuert gegen meine Eichel, die sich gegen den Reißverschluss drückt. Ich sollte das Kästchen zuklappen. Zurückstellen. So tun, als hätte ich es nie gefunden. Aber meine Finger krallen sich in den Samt, als ich den Plug herausnehme, das Gewicht in der Hand spüre. Das Gleitgel – zwei kleine Probepäckchen – liegt daneben, als würde es mich anlachen.
Du könntest...
Die Stimme in meinem Kopf ist nicht meine eigene. Sie klingt nach Antje. Nach diesem spöttischen Unterton, den sie hat, wenn sie weiß, dass sie mich gerade in eine Ecke treibt.
Du könntest es einfach versuchen.
Ich stehe auf, das Kästchen in der einen Hand, den Plug in der anderen. Mein Herzschlag ist zu laut, als ich mich auf das Futonbett setze. Die Federn quietschen unter meinem Gewicht. Meine Hände sind feucht, als ich den Knopf meiner Jeans öffne, den Reißverschluss langsam nach unten ziehe. Der Stoff gibt nach, und mein Schwanz springt heraus, schon halb hart, die Adern an der Unterseite pulsierend. Ich atme aus, als ich die Hose weiter nach unten schiebe, die Shorts mitnehme. Kühle Luft streicht über meine Eier, meine Oberschenkel, und plötzlich sitze ich da, nackt von der Taille abwärts, mit einem Buttplug in der Hand und dem Wissen, dass Antje will, dass ich ihn benutze.
Meine Finger zittern, als ich das Gleitgel aufreiße. Ein klarer, leicht klebriger Tropfen quillt heraus, kühl auf meinen Fingerspitzen. Ich verteile ihn über den Plug, spüre, wie das Silikon unter der Feuchtigkeit noch glatter wird. Mein anderer Arm liegt auf meinem Oberschenkel, die Hand umklammert meinen Schwanz, als würde ich mich daran festhalten. Die Eichel ist feucht, ein erster Tropfen Vorlust glänzt an der Spitze. Ich streiche mit dem Daumen darüber, verreibe die Flüssigkeit, während meine andere Hand den Plug näher bringt.
Tu es.
Ich beuge mich vor, spreize die Beine ein wenig, um besser rankommen zu können. Die Luft ist kühl auf meinem Arsch, als ich mich mit der freien Hand zwischen die Pobacken taste. Mein Daumen findet die Stelle, drückt leicht dagegen. Eng. Immer eng. Ich atme ein, aus, versuche, mich zu entspannen. Der Plug ist kühl, als ich die Spitze gegen mein Loch drücke. Nicht unangenehm. Nur… präsent. Ich drücke fester, spüre, wie der Muskel nachgibt, erst widerwillig, dann mit einem leisen Plop, als die dickste Stelle durchrutscht. Ein kurzer, scharfer Schmerz, der sofort in etwas anderes übergeht – Druck, ein fremdes, aber nicht unangenehmes Gefühl von Fülle.
"Verdammt", zische ich durch die Zähne.
Mein Schwanz zuckt, als würde er zustimmen. Ich lasse den Plug langsam weitergleiten, bis der Griff gegen meine Haut drückt. Jetzt sitzt er. Drinnen. Ich bewege mich experimentell, spüre, wie sich das Ding in mir verschiebt, wie es gegen etwas drückt, das sich sofort mit einem elektrischen Zucken meldet. Meine Eier ziehen sich zusammen. Ich stöhne, greife meinen Schwanz fester, beginne zu wichsen – nicht mehr langsam, nicht mehr explorativ, sondern mit langen, harten Zügen, die meine Vorhaut über die Eichel schnappen lassen.
Das Bild von Antjes Polaroid blitzt vor meinem inneren Auge auf. Ihre Muschi, ihr Arschloch, weit offen, feucht, einladend. Ich stelle mir vor, wie sie das Foto gemacht hat – ob sie sich selbst fotografiert hat, die Beine gespreizt, die Kamera zwischen den Schenkeln, oder ob jemand anderes—
Nein. Sie. Nur sie.
Ich erhöhe das Tempo, meine Hand fliegt über meinen Schaft, während meine andere Hand den Knopf am Plug sucht. Ein Klick. Ein leises Summen. Und dann—
Gott.
Die Vibrationen setzen ein, nicht stark, aber präzise, als würde jemand mit einem Finger gegen meine Prostata tippen. Mein Rücken krümmt sich, meine Hüften zucken nach vorne, als würde mich etwas von innen auspressen. Der Plug vibriert in mir, und jede Welle schießt direkt in meinen Schwanz, macht ihn härter, heißer. Ich keuche, meine Hand wird nass, klebrig, als ich schneller wichse, die Eichel schon rot und geschwollen.
"Scheiße, scheiße, scheiße—"
Ich komme mit einem erstickten Schrei, mein Sperma schießt in dicken, weißen Strähnen über meine Hand, klatscht auf den Zimmerboden. Mein Arsch zieht sich um den Plug zusammen, als würde er ihn melken, und die Vibrationen verlängern jeden verdammten Nachschub, bis ich zitternd zurücksinke, atemlos, mit einem nassen Fleck auf dem Flur und dem Wissen, dass ich nie wieder in der Lage sein werde, Antje in die Augen zu schauen, ohne an diesen Moment zu denken.
{endlock}
0 comments
No comments yet
The story has no discussion yet. Leave a note here when a branch gives you something to say.
No chapter comments yet
No one has commented on this branch yet. Add the first note above.