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Chapter 9
by
Ozwalt
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Das Buch der Dämonen
Es gehörte zu einer Reihe ähnlicher Bücher, die in der Kirche vor Jahrhunderten für große Aufregung gesorgt hatten. Sie wurden damals konfisziert und verbrannt, es gab aber immer noch Exemplare, die im Vatikan unter Verschluss gehalten wurden, wahrscheinlich auch noch weitere, von denen niemand weiß.
Allerdings haben neuere Forschungen ergeben, dass die Bücher harmlos waren. Geschrieben in einer unbekannten Sprache, eher ein Kauderwelsch und keiner der 'Sprüche' darin hatte jemals irgendwas bewirkt. Und die Kirche hat es gründlich getestet. Sehr gründlich. Mehrere Jahrzehnte lang. Verschiedene Aussprachen, Dialekte, vorwärts, rückwärts. Nichts.
Irgendwann sah man ein, dass es sich um einen Hoax, heute würde man sagen: Fake, handelte. Wir hatten in der Ausbildung über diese Bücher gesprochen. Deswegen habe ich auch keinen weiteren Gedanken darauf verschwendet, als ich die Bücher oben sah, die haben höchstens noch historischen Wert, auch wegen der hochwertigen Verarbeitung.
Das Buch der Lebenden, der Toten, der Weisheit, der Engel, der Dunkelheit, des Lichts und noch ein paar mehr fanden sich oben, offensichtlich gehörte auch das Buch der Dämonen dort hin.
"Wie kommst Du an dieses Buch?" fragte ich Kendra und versuchte nicht vorwurfsvoll zu klingen, denn offensichtlich hatte sie es ja gestohlen.
"Vor ein paar Monaten haben Sie nach der Predigt um Hilfe gebeten, das Kirchenarchiv aufzuräumen, wissen sie noch? Da habe ich damals mitgeholfen und es mir in einem unüberlegten Moment äh, 'ausgeliehen'."
Ich erinnerte mich. Ein Brief eines Amerikaners, der Ahnenforschung betrieb, fragte mich nach der Bestätigung einer Hochzeit im 16. Jahrhundert. Johanna (die Küsterin) zeigte mir das Archiv unter dem Dach, das nur durch eine enge Treppe erreichbar war und zudem überraschend gut mit Schlössern gesichert. Der alte Pfarrer war schon seit Jahren nicht mehr hier oben gewesen, es sah aus wie Kraut und Rüben. Die angefragte Hochzeit konnte ich bestätigen und fand noch ein paar weitere Informationen über die Eheleute und ihre Stammbäume, die ich nach Amerika zurück sendete. Der Zustand des Archivs brachte mich jedoch dazu, meine Gemeinde um Hilfe zu bitten.
Und unter den Helfenden, jetzt erinnerte ich mich auch, war damals auch Kendra gewesen. Daher kannte ich sie also bereits.
Ich erklärte: "Dieses Buch ist ohne Frage sehr beeindruckend. Es ist auch echt und sehr alt. Aber ich kann Euch versichern, dass man damit keine Geister oder Dämonen beschwören kann."
"Es hat aber funktioniert!". Diesmal sprachen alle drei Mädchen gleichzeitig wie aus einem Munde. Sie sahen sehr ernst aus und ich erschrak auch ein wenig darüber.
"Erzählt weiter." Sagte ich nur, gespannt, was sie erlebt haben wollten.
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Kirche der Verderbtheit
Jetzt PUBLIC! Priester und Nonnen zutiefst verdorben.
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