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Chapter 8 by Reyhani Reyhani

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Dankeschön

„Ist die Luft schon rein?“

Fabi versuchte über meine Schulter zu gucken, während ich die Tür ihres Zimmers einen Spalt öffnete. Aus dem Treppenhaus fiel Licht in den dunklen Flur. Plötzlich brandete von unten ein lautes Johlen und Lachen zu uns herauf.

Sie fasste um mich herum und drückte die Tür wieder zu. „Du wartest besser noch, bis sich die Lage endgültig beruhigt hat.“

„Was machen die eigentlich da?“

Fabi verzog das Gesicht. „Mama bedankt sich bei den großzügigsten Spendern und die anderen feuern sie an. Glaub mir, das willst du nicht miterleben.“

Sie zog mich wieder zu ihrem Bett, auf dem wir seit einer halben Stunde gesessen und beim Warten den Rest der Weinflasche geleert hatten.

Ich setzte mich neben sie. „Das sagst du so einfach. Vielleicht möchte ich ja doch dabei sein. Ich habe schließlich auch ganz ordentlich für deinen Führerschein gegeben.“

Sie lachte. „Wenn das so ist, sollte ich das vielleicht mit dem Bedanken übernehmen.“

Und dann gab sie mir einen Kuss auf den Mund. Zugegeben, er war nicht besonders gut gezielt, ein Streifen unserer Lippen, mehr war es nicht. Aber es sollte eindeutig ein Kuss sein. Kein Missverständnis möglich.

Ich war geschockt darüber, was ich provoziert hatte. Fabi reagierte entsprechend: „Oh Mann, sorry. Das war ein bisschen knausrig, hm?! Hab halt nicht so viel Übung.“

Sie kicherte unsicher. Dann drückte sie ihre Lippen noch einmal fest auf meine und öffnete sie ein wenig. Als Bestätigung, dass es dieses Mal viel besser war, erwiderte ich ihren Kuss. Ich konnte ja schlecht unterbrechen, um sie für ihren Fortschritt zu loben. Das wäre wirklich ein bisschen zu oberlehrerhaft gewesen.

Ihre Lippen waren weich und ihre Zunge schmeckte angenehm nach Rotwein. Der musste auch Schuld sein, dass sich alles in meinem Kopf drehte. Eigentlich wollte ich ja nach Hause zu meiner Frau. Aber vielleicht sollte ich doch noch ein wenig bleiben. Ich hatte grade einen so guten Draht zur Nachbarschaft gefunden. Das war schließlich mein Auftrag. Hier oben bei Fabi war das für mich viel leichter als auf der lauten Party. Andrea würde es verstehen.

Um uns noch besser kennenzulernen, nahmen Fabi und ich unsere Hände zur Hilfe. Ich streichelte ihren Rücken, sie meine Brust. Unwillkürlich spielte ich mit dem Verschluss ihres BHs, der unter ihrem T-Shirt zu fühlen war. Ich merkte, wie sie im Gegenzug an den knisternden Verpackungen in der Brusttasche meines Hemdes herumdrückte. Wie peinlich, die Kondome! Wie konnte ich die vergessen?!

Fabi unterbrach unseren Kuss und langte in meine Tasche. „Da ist ja mal einer gut vorbereitet. Und gleich so viele.“

Ich ging in die Offensive, um zu überspielen, wie unangenehm mir das war. Als alter, geiler Bock wollte ich auf keinen Fall rüberkommen.

„Hör mal, ich bin ja schließlich kein Teenager mehr“, verteidigte ich mich mit gespielter Entrüstung, „sondern ein verantwortungsbewusster, erwachsener Mann. Kondome sind wichtig. Sie verhindern Geschlechtskrankheiten, ungewollte …“.

Der Rest meines Aufklärungsvortrags wurde abgewürgt, weil Fabi mich wieder leidenschaftlich zu küssen begann.

„So habe ich es mir immer vorgestellt. Verantwortungsbewusst ist heiß“, stöhnte sie mir in den Mund.

Gleichzeitig hatte sie eine Hand in meinen Schoß gelegt und knetete meinen Schwanz durch die Hose. Er war begeistert, auch wenn Fabi etwas unbeholfen drückte. Nur ich hatte noch so meine Zweifel.

„Aber das ist doch nicht dein ernst. Ich könnte ja dein Vater sein.“

„Eben nicht. Mama wollte mir nie sagen, wer mein Papa ist. Vielleicht weiß sie es auch selbst nicht so genau“, erwiderte sie bitter. „‚Jemand aus der Nachbarschaft‘ war der einzige Hinweis, den ich jemals aus ihr rausbekommen habe. Es besteht also keine Gefahr, vor zwanzig Jahren hast du definitiv noch nicht hier gelebt.“

Diese Logik war kaum zu schlagen. Beruhigt ließ ich mich von ihr hinunter aufs Bett ziehen. Wir küssten uns wieder und zogen uns dabei gegenseitig aus. Jedesmal wenn ich eine neue Stelle ihres Körpers enthüllte, entdeckte ich beim Küssen noch mehr Sommersprossen. Fabi schnurrte zufrieden und räkelte sich wie eine weiße Katze auf dem Bett.

Als Letztes zog ich Fabis Schlüpfer hinunter und begab mich auf Sommersprossenjagd im Schatten ihres fein gestutzten blonden Busches zwischen ihren stämmigen Schenkeln. Irgendwann wurden ihr meine Kindereien offenbar zu blöd. Energisch zog sie meinen Kopf wieder zu sich nach oben und drückte mir ein Kondom in die Hand.

Jetzt kam der Endgegner. Über BH-Verschlüsse war ich längst hinaus, auch mit Strapsen kam ich zurecht – sage ich jetzt so, obwohl ich nie damit in Berührung gekommen bin, weil Andrea die Dinger hasst. Aber warum mussten diese verdammten Verpackungen immer so schwer aufgehen?!

Kurz bevor ich einen Nervenzusammenbruch bekam, klappte es dann doch. Aber die ganze Prozedur und das ungewohnte Gefühl an meinem Schwanz hatten mich nervös wie einen Teenager gemacht. Ich musste mich selbst zur Ordnung rufen: Fabi hatte ,verantwortungsbewusst‘ bestellt. Also atmete ich durch und schenkte meine ganze Aufmerksamkeit meiner jungen Nachbarin.

Gemäß meiner Rolle blieb ich ruhig und standfest. Vorsichtig versenkte ich meinen Schwanz in Fabis Mauseloch und spielte so lange mit der Muschi, bis aus ihrem Schnurren ein rolliges Jaulen geworden war. Will sagen, es brauchte nur ein paar Stöße und Fabi ging ab wie Schmidts Katze.

Die Aufgabe war fast schon zu leicht. Deshalb meisterte ich sie trotz später Stunde und Rotwein mit Bravour. Hinterher wurde ich mit Lob überschüttet, während wir aneinandergekuschelt von unserem Höhepunkt herunterkamen. Ich war viel zu erschöpft, um gegen diese unverdienten Lorbeeren zu protestieren.

Dann war es Zeit für mich zu gehen. „Danke Fabi, du warst wirklich toll. So lieb hat sich noch nie jemand bei mir für ein Geburtstagsgeschenk bedankt. Das hätte deine Mutter nicht besser machen können.“

Bei meinem letzten Satz strahlte sie. „Ich hätte auch nicht gedacht, dass es noch so eine interessante Party werden würde. In Zukunft mach ich vielleicht doch mehr mit der Nachbarschaft. Sind doch nicht alle so blöd, wie ich dachte.“

Ich gab ihr noch einen Kuss, versprach, dass ich mich bald melden würde, und schlich hinaus. Im Haus war alles still und dunkel, nur auf der Treppe brannte zum Glück noch das Licht.

Ich hatte schon fast die Haustür erreicht, da blieb mir vor Schreck fast das Herz stehen. Jemand klopfte von außen, erst vorsichtig dann immer ungeduldiger. Wenn ich schnell nach Hause wollte, musste ich wohl oder übel öffnen.

Vor mir stand eine zierliche Frau. Irgendwo hatte ich sie schon mal gesehen. Dann kam ich drauf, es war Melanie aus Andreas Lauftreff.

Sie war überrascht. „Du bist noch hier?! Hast du Klaus gesehen? Er hat versprochen, heute nicht so lange zu machen. Wir müssen doch morgen zeitig los. Besuch bei Oma.“

Während sie sich an mir vorbeidrängelte, konnte ich noch eine vage Handbewegung machen und etwas von Wohnzimmer murmeln. Da stapfte Melanie schon den Flur hinunter und mein Fluchtweg war endlich frei.

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