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Chapter 3 by Reyhani Reyhani

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Claudias Projekt

Wir saßen mit Georg und Claudia in unserer Küche. Claudia war dabei, uns alles über den Besuch bei ihrer Mutter zu erzählen. Ich hörte nur mit halbem Ohr hin, denn mit Claudias Mutter hatte ich höchstens mal auf Familienfesten was zu tun. Während Claudia die neuesten Horrorgeschichten von ihren Nichten und Neffen zum Besten gab, ergriff ich die Gelegenheit, schon mal eine Flasche Wein zu öffnen.

"Wie ist eigentlich das Brunch gelaufen. Echt schade, dass wir nicht dabei sein konnten", wechselte mein Bruder Georg endlich das Thema.

"Du, das war voll entspannt", antwortete ich und schenkte allen ein. "Wir haben gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergeht und am Ende hatten wir den ganzen Tag gemeinsam verbracht."

"Und alle haben sich super verstanden", ergänzte Sonja. "Hinterher hatte ich das Gefühl, unsere Freunde noch einmal ganz neu kennengelernt zu haben. Irgendwie intensiver ... authentischer."

"Und am Sonntag waren wir total platt. Man unterschätzt immer, wie ansprengend so was ist. Dabei haben wir die ganze Zeit nur gegessen und geredet."

"Haben sich alle gut mit Christian verstanden?", fragte Claudia besorgt nach.

"Natürlich, alle lieben ihn. Er ist ja auch so ein Netter", beeilte sich Sonja, jeglichen Zweifel zu zerstreuen.

"Ja, das ist er. Wir haben ihn richtig lieb gewonnen, nicht Georg?! Er war gestern noch kurz bei uns, obwohl wir so spät heimgekommen sind. Er hat vorgeschlagen, dass wir mal was zu fünft unternehmen. Er muss jetzt erstmal ein paar Tage durchlernen für eine Klausur aber dann meldet er sich. Das passt ganz gut. Bis dahin bin ich dann auch gut vorbereitet. Guckt mal, er hat mir ein Geschenk gemacht, der Liebe."

Claudia zog ihr T-Shirt am Hals nach unten, so dass wir einen schwarzen Plastikknopf etwa von der Größe eines Fünfmarkstücks begutachten konnten, der an einem dünnen Lederband um ihren Hals hing. Ich nahm das seltsame Teil in die Hand und betrachtete es genau.

"So einen hab ich auch. Das ist der Schlüssel für die elektronische Schließanlage zu meinem Büro. Wenn man hier drückt …"

… aber ich konnte keinen Druckknopf finden. Auch Sonja berührte Claudias Anhänger kurz mit den Fingerspitzen. Ihr Blick musste deutlich gewesen sein, denn Claudia beeilte sich zu versichern, dass sie ihn auch nicht besonders schön fände.

"Ich trage ihn, weil Christian ein guter Freund ist. Das wäre doch verletzend, wenn ich ihn einfach in irgendeiner Schublade verschwinden lassen würde."

Auch Georg sprang seiner Frau zur Seite.

"Trag das Ding ruhig. Christian ist eben der totale Nerd. Der muss noch viel lernen, was den Geschmack von Frauen angeht. Aber ich hab ihm da schon einiges beibringen können."

Georg sagte das sehr gönnerhaft und meinte es total ernst. Dabei sah Claudia zu ihm auf und lächelte ihn dankbar an. Ich fand, irgendwie hatte mein Bruder ja recht. Mit vereinten Kräften würden wir aus Christian schon das Beste herausholen.

Eine Weile war es still in der Küche. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte den Eindruck, dass wir alle an Christian dachten. Claudia, die die ganze Zeit nervös an ihrem Anhänger herumspielte, brach nach einer Weile das Schweigen.

"Sonja, Lukas, darf ich euch mal was fragen? Ihr habt doch schon so einiges ausprobiert?! Im Bett meine ich."

Meine Frau und ich grinsten uns an. Das fasste Claudia als Ermutigung auf und tastete sich vorsichtig weiter vor:

"Ich habe … also ich wollte … Analverkehr ... Tut das immer so weh? Georg und ich haben uns heute morgen ziemlich schwergetan. Erst ging er nicht rein und dann hat es höllisch gebrannt. Da haben wir erst mal abgebrochen. Aber ich will da unbedingt am Ball bleiben. Ich denke es ist höchste Zeit, dass ich das auch mal lerne."

"Also, ich unterstütze Claudia natürlich wo ich kann. Ich befürchte nur, ich bin für den Anfang einfach zu groß. Tut mir Leid Schatz", stimmte Georg ein.

Er hatte schon wieder diesen gönnerhaften Ton drauf. Dabei stimmte seine Behauptung vorne und hinten nicht: Sein Schwanz war ziemlich normal, vielleicht ein bisschen länger als der Durchschnitt, aber dafür dünner. Ich wusste das, denn ich habe mich jahrelang mit meinem großen Bruder verglichen. Dann hat es sich zum Glück rausgewachsen oder ich bin entspannter geworden, was das Thema anbetraf, wer wusste das schon?! Tatsache war, es fehlte Georg das Einfühlungsvermögen seine Frau schmerzfrei in den Arsch zu ficken.

Sonja schien denselben Gedanken gehabt zu haben. Ich hatte wirklich großes Glück mit dieser Frau.

"Also das Wichtigste ist die Technik und natürlich gute Schmierung. Ihr müsst einfach noch mehr Gleitgel benutzen und ganz langsam machen."

Claudia wurde verlegen. "Wir hatten noch gar keine Gelegenheit welches zu besorgen. Die Idee ist mir spontan heute morgen gekommen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, jetzt oder nie und dass ich die Zeit nutzen muss."

"Autsch!", verzog Sonja das Gesicht. "Ohne Vorbereitung und schnell, schnell morgens vor der Arbeit?! Kein Wunder, dass das schiefgegangen ist. Lukas hol doch mal unsere Vorräte aus der Spielzeugkiste."

Ich wollte grade dasselbe vorschlagen. Natürlich würden wir Claudia helfen, ein so wichtiges Projekt umzusetzen. Wozu hat man denn Freunde. Dabei fühlte ich mich wohl auch ein wenig mitverantwortlich für die Unfähigkeit meines Bruders.

In der Abteilung "Bereicherung des ehelichen Geschlechtslebens" im Kleiderschrank im Schlafzimmer fand ich sofort die besagte Kiste. Die Tube mit dem Gleitgel lag obenauf und war noch gut gefüllt. Zur Sicherheit nahm ich noch einen kleinen Anfängerplug mit. Der hatte uns damals sehr geholfen.

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