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Chapter 58 by Filiusfiliae
Und nun taucht eine wesentliche Frage auf:
Bleiben die Neuen bei uns?
Wieder drückendes Schweigen, bis Magdalena fragt: „Und wie seid ihr auf die Idee gekommen, hierherzukommen? Liegt ja nicht gerade auf dem Weg.“
„Gerade deshalb“, antwortet Maike – also etwa so wie wir, denke ich –, „denn ich kenne den Ort noch von meiner Kindheit. War hier öfter. Ein Onkel mit seiner Familie war hier stationiert. Es war das letzte Ziel, das mir hier in der Gegend einfiel. Die allerletzte Option.“
Wir alle realisieren, was das heißt: Sie sind gekommen, um zu bleiben. Also kein Vertrösten auf die Zeit, wenn es ihnen besser geht – die Frage ist jetzt hier und heute zu klären. Das weiß auch Maike, und so fügt sie hinzu: „Wenn ihr sagt, dass wir verschwinden sollen, tun wir das, ihr seid sowieso in der Übermacht. Aber barmherziger wäre es dann von euch, ihr würdet uns erschießen. Wir würden auch unsere Gräber selber schaufeln, damit ihr möglichst wenig Ärger mit uns habt.“
Jetzt ist natürlich die Betroffenheit bei uns allen groß. Und Natascha überrascht uns, indem sie aufsteht, wortlos zu Maike rübergeht, sich zu ihr runterbeugt und sie ganz fest in den Arm nimmt. Natascha laufen die Tränen über die Wangen, sie quetscht dann die Worte „Ihr bleibt. Natürlich bleibt ihr. Wir freuen uns so sehr, dass ihr da seid, dass es außer uns noch andere Menschen gibt“ hervor. Maike umarmt jetzt ihrerseits Natascha und schluchzt, alle, auch ich, greifen zu einer Box Papiertaschentücher, um aufkommende Tränen möglichst diskret zu entsorgen – was uns natürlich nicht gelingt. Wir gucken uns in dem Bemühen gegenseitig an – und brechen dann ob der Absurdität in schallendes Lachen aus. Ich bin schockiert und die anderen nicht minder: eine heulende Natascha – bislang absolut unvorstellbar.
Maike und ihre Nichten wollen sich bedanken, dass sie bleiben dürfen – Natascha würgt das umgehend ab, sonst müsse noch mal heulen, und das schade ihrer Autorität. Erlösendes Lachen macht sich breit.
Es ist Zeit zum Mittagessen. Anschließend Mittagspause. Unsere neuen Mitbewohner – Gäste sind es ja nicht mehr – müssen sich ein wenig ausruhen. In der Zeit räumen Katharina, Nancy und Anna ihre Zimmer, ziehen um zu Juliane beziehungsweise zu Mandy beziehungsweise zu mir. Anna kann ihre Freunde darüber kaum verbergen.
Wie geht es weiter?
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Apokalypse - Das ist das Ende, oder etwa nicht?
Der Überlebenskampf einer kleinen Gruppe, in einer neuen Welt.
Ein mysteriöse Krankheit löscht einen Teil der Bevölkerung Deutschlands aus, nach Wochen des Überlebenskampfes findet eine kleine Gruppe von Überlebenden einen dauerhaften Unterschlupf. Eine Geschichte über Veränderungen, das Zusammenleben, Lust und Liebe.
Updated on Aug 26, 2025
by Uwe37073
Created on Apr 13, 2020
by Uwe37073
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