What's next?
Bittersüße Erlösung
Die schwere Wohnungstür fiel mit einem satten Klicken ins Schloss. Der Riegel glitt vor, und mit einem Schlag herrschte absolute, drückende Stille im Flur.
Ich kniete noch immer wie ein Häufchen Elend auf dem Parkett, die Hose unten an den Knöcheln, die Oberschenkel unkontrolliert zitternd. Mein Schwanz pochte mit einer derartigen Wucht gegen das unnachgiebige Harzgehäuse, dass der Schmerz die letzten Reste meiner Beherrschung zermahlte.
Loona drehte sich langsam um. Sie lehnte sich für einen Moment gegen das geschlossene Holz und musterte mich mit dunklen, glänzenden Augen. Ihre Wangen waren leicht gerötet – der Rausch des leichten Triumphs über Emma pulsierte noch spürbar in ihr.
„Zieh die Hose hoch“, befahl sie leise, stieß sich von der Tür ab und trat auf mich zu. „Nicht anziehen. Nur hochziehen und festhalten. Wir klären das nicht hier draußen, wo Arisa jeden Moment wieder reinkommen könnte.“
Mit tauben, fahrigen Fingern raffte ich den Denim zusammen, stand mühsam auf zittrigen Beinen auf und folgte ihr stumm durch den Korridor. Sie ging mit wiegenden Hüften voran, der kurze Faltenrock schwang bei jedem Schritt, und die feinen schwarzen Overknees betonten die makellose Linie ihrer Beine. Vor ihrer Zimmertür hielt sie kurz an, stieß das weiße Holzblatt auf und deutete mit dem Kinn hinein.
Der Raum roch vertraut nach ihrem süßlich-schweren Vanilleparfum und frischer Bettwäsche. Das weiche Licht einer kleinen Nachttischlampe tauchte das Zimmer in warme Halbtöne.
„Auf die Knie. Vor das Bett“, wies sie mich an und schloss die Tür hinter uns ab. Das metallische Klicken des Schlüssels klang wie das Schließen einer Zellentür.
Ich sank vor der Kante ihrer Matratze nieder, presste die Knie auf den weichen Teppich und ließ die Jeans wieder zu Boden gleiten. Mein ganzer Körper stand unter Starkstrom.
Loona setzte sich auf die Bettkante, spreizte die Beine leicht und beugte sich zu mir hinab. Ihre Hände glitten an ihren Hals, streiften die feine Silberkette über den Kopf. Das winzige Stück Messing baumelte zwischen ihren Fingern, glitzerte im Lampenlicht.
„Du warst brav, John“, flüsterte sie, und ihre Stimme klang dunkler, fast heiser vor Genugtuung. Sie legte mir zwei Finger unter das Kinn und hob meinen Kopf an, zwang mich, ihren Blick zu halten. „Du hast gekniet, als ich es gesagt habe. Du hast dich vor ihr entblößt. Du hast dieser kleinen Göre unmissverständlich gezeigt, wer die Leine hält.“
„Ja… Loona…“, presste ich heiser hervor.
Ein missbilligender Zug schlich sich um ihre Mundwinkel. Ihre Fingernägel bohrten sich eine Spur härter in mein Fleisch.
„Wie bitte?“, mahnte sie schneidend leise. „Hast du etwa unsere Regeln vergessen, nur weil du vor Geilheit den Verstand verlierst? Wie sprichst du mich an, wenn du vor mir kniest?“
Mein Magen krampfte sich zusammen. Die Hitze stieg mir schamrot ins Gesicht.
„Herrin…“, flüsterte ich brüchig, das Wort schmeckte wie reines Gift auf meiner Zunge. „Verzeihung, Herrin.“
„Geht doch“, raunte sie, und das Lächeln kehrte auf ihre Lippen zurück. „Und ich halte meine Versprechen.“
Sie beugte sich tiefer, und das kühle Metall des Schlüssels berührte kurz die überhitzte Haut an meiner Leiste, bevor sie ihn ins Schloss schob. Ein leises, unbarmherziges Klacken hallte durch das Zimmer. Der Bügel sprang auf.
Das Geräusch fuhr wie ein Stromschlag durch mein Mark.
Mit quälend langsamen Bewegungen löste sie den Bolzen, strich den engen Haltering über die Basis und zog das schwere Harzgehäuse von meinem Glied.
Die kühle Zimmerluft traf auf die gespannte, gereizte Haut wie flüssiges Feuer. Nach Tagen ununterbrochener, erstickender Enge dehnte sich das gefolterte Fleisch schlagartig aus. Mein Schwanz zuckte gewaltsam empor, dunkelrot verfärbt, jede einzelne Ader trat hervor wie ein gespanntes Drahtseil. Ein leises, unwillkürliches Keuchen riss mir die Kehle auf.
Ich wollte reflexartig die Hand heben, um die brennende Qual zu beruhigen, doch ein scharfer Klaps ihrer flachen Hand auf meinen Oberschenkel ließ mich erstarren.
„Hände hinter den Rücken“, zischte sie fordernd. „Glaub ja nicht, dass du hier irgendetwas berührst. Du siehst mich an. Jeden verdammten Moment.“
Ich verschränkte die Finger hinter meinem Steißbein, die Muskeln krampften vor Anstrengung. Loona beugte sich weiter vor, stützte sich mit einer Hand auf ihrer Matratze ab und schloss die andere um meinen Schaft.
Ihre Finger waren kühl, der Griff fest und unnachgiebig.
Als sie den Daumen über die empfindliche, glänzende Eichel zog und den ersten klaren Lusttropfen verrieb, bäumte sich mein Becken unwillkürlich auf. Nach der langen Taubheit des Käfigs war die bloße Reibung ihrer zarten Haut so überwältigend, dass mir Tränen in die Augen schossen. Es war keine sanfte Liebkosung; es war die bewusste Demonstration totaler Kontrolle.
„Spürst du das?“, raunte sie, ihre Stimme dicht an meinen Lippen, während ihre Hand langsam und rhythmisch zu pumpen begann. „Wer schenkt dir das, John? Wer entscheidet, wann du platzt und wann du bettelst?“
„Du…“, keuchte ich, die Zähne aufeinandergepresst, während die Hitze lawinenartig von meinem Unterleib nach oben stieg. Mein Herz raste wie eine Turbine. „Bitte… Herrin… ich halte es nicht aus…“
„Sag es laut. Wem gehörst du?“
Sie beschleunigte das Tempo um eine Nuance, drehte das Handgelenk bei jedem Hub leicht ein und drückte den Daumen unerbittlich gegen das empfindliche Bändchen an der Unterseite. Die Ekstase fraß sich durch jede Faser meines Verstands, riss die letzten Dämme nieder.
„Ich gehöre Ihnen! Nur Ihnen, Herrin!“, stieß ich mit brüchiger Stimme hervor.
Ein grausames, wunderschönes Lächeln legte sich über ihre Züge. „Guter Junge. Jetzt spritz ab für deine Herrin.“
Drei harte, gnadenlose Züge genügten.
Ein heiserer Schrei brach aus meiner Brust, als der Damm brach. Die Welt um mich herum löste sich in blendendem Weiß auf. Mein ganzer Körper krampfte zusammen, während sich die aufgestaute Lust der tagelangen Verweigerung in gewaltigen, pulsierenden Stößen entlud. Weiße Fäden schossen über ihre lackierten Finger, tropften auf den Saum ihres Rocks und spritzten gegen den Bettrahmen. Sie hielt mich mit unerbittlichem Griff fest, pumpte selbst noch durch das schmerzhafte Nachzucken hindurch, bis auch der letzte Tropfen ausgepresst war.
Völlig entkräftet sank ich nach vorn, legte die Stirn gegen ihre bestrumpften Knie und atmete zitternd aus. Der Geruch von Vanille und meiner eigenen Lust stieg mir in die Nase, während das dumpfe Pochen in meiner Leiste langsam abebbte.
Loona strich mir ein einziges Mal beiläufig mit den feuchten Fingern durch den Nacken, bevor sie sich zurücklehnte und ein Papiertuch vom Nachttisch riss, um sich die Hände sauber zu wischen.
„Sehr brav“, murmelte sie kühl und betrachtete das Werk ihrer Hände. „Räum das nachher auf.“
Auf meinen Knien liegend, während die erste Welle der Betäubung verflog, kehrte die Kälte in meinen Kopf zurück. Und mit ihr die beißende, schneidende Scham.
Ich hatte ihr den Titel gegeben. Ich hatte sie Herrin genannt. Mein Körper hatte sich vor ihren Augen erniedrigt und um Erlösung gebettelt wie ein Straßenhund. Aber während mein Atem wieder ruhiger wurde, regte sich tief in meiner Brust dieser winzige, brennende Funke Gegenwehr wieder. *Du hast gelogen*, flüsterte die Stimme meines alten Ichs durch das dumpfe Rauschen. *Du hast es nur gesagt, um zu kommen. Nicht, weil du es wirklich so meinst.*
Ich war noch nicht vollends verloren. Der Abgrund war verdammt tief, und Loona hielt die Schlinge fest in der Hand – aber solange ich mich selbst für dieses Wort verachtete, war der Kampf in meinem Inneren noch nicht vorbei.
0 comments
No comments yet
The story has no discussion yet. Leave a note here when a branch gives you something to say.
No chapter comments yet
No one has commented on this branch yet. Add the first note above.