Chapter 10
What's next?
Babsi trennt die beiden Streithähne
„Ich - hatte – doch – keine – Ahnung“, stottert Meller, „wenn ich gewusst hätte, dass Babsi Ihre Tochter ist, hätte ich sie doch völlig mietfrei hier wohnen lassen. Glauben Sie mir.“
„Du Schwein! Wage es nicht, ihren Namen in den Mund zu nehmen.“ Scheibner bleckt seine Zähne und grollt aus tiefster Kehle. Sein Kontrahent ist kreidebleich und schaut ihn mit großen Augen an.
Da spürt der wütende Vater eine sanfte Berührung an seinem Oberarm.
„Daddy, lass ihn los.“
„Nicht, bevor ich ihm seine dreckige Fresse poliert habe.“
„Das bringt doch nichts. Und außerdem, wenn du ihm nichts tust, dann muss ich Mama auch nichts davon erzählen, warum du dich mit ihm hier getroffen hast und wobei ich dich in flagranti erwischt habe.“
Scheibner knirscht mit den Zähnen, aber dann gibt er nach und lässt Meller los. Nicht ohne vorher noch einen finsteren Blick auf ihn abzuschießen. „Na, gut. Da hast du nochmal Glück gehabt.“
Insgeheim ist er eigentlich froh, dass seine Tochter ihn abgehalten hat, ernsthaft auf den Hausbesitzer loszugehen, und er so aus der Geschichte herauskommt, ohne sein Gesicht zu verlieren. Das Adrenalin hatte ihn so aufgeputscht, dass er jeden Streit vom Zaun gebrochen und sich sogar geprügelt hätte. Nüchtern betrachtet ist er sich aber nicht mehr so sicher, ob er in einer ernsthaften Auseinandersetzung die Oberhand behalten hätte. Außerdem hat er den Hausmeister nicht mit einkalkuliert. Der hat sich bislang zwar nicht eingemischt und schaut den beiden Streithähnen nur hämisch grinsend zu. Doch wenn es hart auf hart kommt, würde er sich wahrscheinlich auf die Seite seines Arbeitgebers stellen. Und in einem Kampf zwei gegen eins hat er keine Chance, da ist sich Scheibner sicher.
„Komm, Daddy, wir gehen.“ Die junge Frau zieht ihren Vater nachdrücklich am Arm. Scheinbar **** lässt er sich von ihr aus dem Büro führen.
Sein Gegner rückt derweil sein Oberhemd wieder gerade und hat den ersten Schock offensichtlich überwunden. Er schaut seinem Geschäftspartner hinterher und bringt sogar ein aufmunterndes Lächeln zustande.
„Wirklich nichts für Ungut, Scheibner. Und vielleicht überlegen Sie es sich nochmal, ob sie nicht doch hier einsteigen wollen. Mein Angebot behalte ich aufrecht.“
„Übertreiben Sie‘s nicht!“, bescheidet ihn der Angesprochene trocken. Dann steht er im Flur und seine Tochter schließt die Tür hinter ihnen beiden. Unschuldig klimpert sie mit den Augenlidern.
„Willst du mein Zimmer sehen? Es ist im obersten Stockwerk und wirklich schön. Aus dem Fenster hat man eine tolle Aussicht auf den Stadtpark.“
Eigentlich hat er überhaupt keine Lust darauf, zumal er sich jede Minute in dem Zimmer unwillkürlich fragen wird, ob und wie der alte Hurensohn seine Tochter hier gevögelt hat. Trotzdem stimmt er zu, nicht zuletzt mit dem Hintergedanken, dass er, sobald sie oben sind, Babsi überreden wird, sofort ihre Sachen zu packen und dieses Studentinnen-Bordell umgehend zu verlassen.
Er lässt seine Tochter vorausgehen, was er aber sofort bereut, da er dadurch beim Treppensteigen beständig ihren Hintern vor seinen Augen hat. Die provokant geschnittenen Hotpants tragen nichts dazu bei, die knackigen Pobacken zu bedecken. Die kleine Portion väterlicher Stolz, dass seine Babsi eine so tolle Figur hat, wird von unangemessenen Gedanken überdeckt, die er zunehmend **** zu verdrängen versucht.
Außerdem beschämt sie ihn damit, dass sie locker in schnellem Schritt die vielen Stufen hinaufläuft, während er schon in der zweiten Etage lautstark atmet und sich am Geländer festhält. Ab morgen fange ich wirklich ernsthaft damit an, mehr Sport zu machen, schwört er sich.
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Das Studentinnen-Haus
oder: Wie man als Vermieter viel Spaß hat
Beim Immobilien-Unternehmer Meller kann man mietfrei wohnen - wenn man eine junge, hübsche Studentin ist und sich dem Hausbesitzer gegenüber aufgeschlossen zeigt...
Updated on Oct 8, 2025
by Toby Mark
Created on Oct 13, 2020
by Toby Mark
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