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Chapter 8
What's next?
Bühne frei für Mandy
"Peter!"
Mandy kreischte und wollte aufspringen, um zu ihm zu laufen. Aber Mirko packte sie grob am Arm und riss sie zurück auf den Sessel.
"Was ist mit ihm los? Ist er krank? Wir müssen einen Arzt rufen!"
"Ach, beruhige dich Kleines. Er hat nur ein bisschen über den Durst getrunken. Du wirst sehen, morgen ist er wieder wie neu."
Mandy heulte los. Sie verstand nicht, was hier geschah, und sie machte sich ernsthaft Sorgen um ihren Bruder. Mirkos Erklärung passte nicht, denn sie wusste, dass Peter einiges vertragen konnte. Aber was konnte sie tun? Ihr blieb nur, darauf zu vertrauen, dass Peter tatsächlich nicht ernsthaft krank war. Dass ohne ihn nun niemand mehr da war, der auf sie aufgepasst hätte, kam ihr in all der Aufregung zunächst gar nicht in den Sinn.
Mirko aber hatte es genau darauf angelegt. In ihrem weißen Brautkleid sah sie für ihn noch aufreizender aus als sonst. Und außerdem war er sich sicher, dass er sie heute noch aus diesem Kleid herausbekommen würde. Nur hatte er noch nicht final entschieden, wie er das anstellen wollte.
"Manne, kannst du Musik anmachen?"
"Klar. Was willste hörn?"
"Ach, etwas zum Tanzen."
Dabei zog er seine Augenbrauen hoch und deutete mit dem Kinn in Richtung der Stangen auf der Bühne. Der Wirt grinste verstehend und schlurfte zur Musikanlage. Bald dröhnten aus den ringsum angebrachten Lautsprechern tiefe, treibende Beats, die die Luft vibrieren ließen. Elektronische Rhythmen mischten sich mit sinnlichen Vocals, während der stetige Bass den Boden zum Beben brachte.
Mandy sah verwundert auf. Die Jungs grinsten sich an. Sie wussten, was folgen würde.
"Komm, Kleine, tanz für uns", forderte Mirko die Braut auf.
Sie schüttelte den Kopf.
"Ich will nicht. Zu dieser Musik kann ich sowieso nicht tanzen."
"Ach was, das ist leichter, als du denkst. Geh einfach mit dem Rhythmus mit, bewege dich fließend, lass die Hüften kreisen. Wenn du erst mal drin bist, läuft das von allein."
"Nee! Ich mag nicht."
"Vielleicht trinkst du vorher noch ein Glas, um in die richtige Stimmung zu kommen."
Er schenkte ihr nochmal randvoll ein. Doch sie schob das Getränk von sich. Der Champagner, von dem alle Leute immer so begeistert redeten, schmeckte ihr überhaupt nicht. Sie fand ihn viel zu herb.
"Wenn du eine Nummer für uns tanzt, bestelle ich dir was besseres. Süß und süffig. Na, wie wär's?", versprach Mirko.
Sie kannte ihren früheren Verehrer gut genug, dass sie wusste, er würde nicht aufgeben. Also gab sie achselzuckend nach.
"Aber nur einen?"
"Klar!"
Jimmy und Katsch halfen ihr auf die Bühne. Da stand sie, verlegen und verunsichert, und blinzelte in das grelle Scheinwerferlicht.
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Der Brautraub
Der Brautraub
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