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Chapter 2
by
kuroaichan
Wer ist die weibliche Gestalt an den offenen Zugtüren?
Ava, das beliebteste Mädchen an der Privatuni
Da war sie also.
Ava Morris. Die unantastbare Göttin des Anthreum College, die direkt vor der Horde von Perversen stand. Ihr Gesicht war auf jeder Werbebroschüre zu sehen: Ava Morris, Anthreums „Gesicht des Potenzials“, lächelte strahlend neben den Stufen der Bibliothek. Achtzehn Jahre alt. Makellos. Jetzt war dieses perfekte Gesicht scharlachrot angelaufen, ihre berühmten grünen Augen weit aufgerissen vor Schreck – und etwas Dunklerem. Ihr langes blondes Haar, das in den Hochglanzbroschüren normalerweise wie gesponnenes Gold glänzte, war leicht zerzaust, Strähnen klebten an ihrer feuchten Stirn. Sie trug den vorgeschriebenen Anthreum-Blazer und den Faltenrock, aber die oberen Knöpfe waren aufgeknöpft und enthüllten die zarte Wölbung ihres Dekolletés über ihrer strahlend weißen Bluse und einen Blick auf die Spitze darunter. Sommersprossen bedeckten ihr Schlüsselbein wie verstreute Sternbilder. Der Rock rutschte auf ihren zitternden Oberschenkeln etwas höher, als es die Etikette zuließ. Ihre kurvige Figur, die auf den sorgfältig inszenierten Fotos in den Broschüren nur angedeutet wurde, war nun unter dem dünnen Stoff schmerzlich sichtbar – die Wölbung ihrer Hüften, die verlockende Kurve ihrer Taille, die zu ihren kecken, großen Brüsten führte, die sich bei jedem flachen, panischen Atemzug gegen die Bluse drückten. Ihre Sommersprossen stachen wie Sternenhaufen auf ihrer blassen Haut hervor. Sie sah unglaublich **** aus, unglaublich schön und völlig verloren.
„Ava?“, brachte John hervor, wobei der Name auf seiner Zunge bitter und fremd schmeckte. Die Erkenntnis traf ihn härter als die Beschleunigung des Zuges. Die Göttin des Anthreum College, das Mädchen, das ohne einen Blick der Anerkennung an ihm im Flur vorbeigehuscht war, stand zitternd vor der Horde. Ihre übliche kühle Gelassenheit war wie weggeblasen. Ihre Unterlippe zitterte, bis sie wund war. Ihre Hände, die eine kleine Designerhandtasche umklammerten, waren weiß gekniffen und zitterten heftig. Ihre Knie stießen leicht aneinander und verrieten die pure Angst unter ihrer erstarrten Haltung. Das purpurrote Notlicht tauchte ihre Haut in fiebrige Rosatöne und glitzerte in den Tränen, die sich in ihren unglaublich grünen Augen sammelten. Sie sah aus wie ein erschrecktes Reh, das im Scheinwerferlicht gefangen war und mitten im Sprung erstarrt war.
Die Stille, die nach dem Öffnen der Türen folgte, war tief und schwer, erfüllt vom kollektiven Einatmen von fünfzig Atemzügen. Dann ging ein leises Murmeln durch den Wagen, das sich zu einem kehligen Chor der Zustimmung steigerte. „Schau dir diese Titten an“, zischte jemand in Johns Ohr. „Der Talentscout hat sich diesmal selbst übertroffen“, lachte ein anderer lauter. Ava zuckte zusammen, als hätte sie ein Schlag getroffen, und wich einen Schritt zurück, wobei sie ihre Schultern defensiv nach innen zog. Ihr Blick huschte wild umher, auf der Suche nach einem Fluchtweg, fand aber nur die lüsternen Gesichter, die sich von allen Seiten um sie drängten. Die schiere Verletzlichkeit, die von ihr ausging – die aufgeknöpften Knöpfe, die den hektischen Puls an ihrem Hals offenbarten, der Rock, der gerade so weit hochgerutscht war, dass ein Streifen ihres glatten Oberschenkels über ihren Kniestrümpfen zu sehen war, die Art, wie sich ihre Brust mit flachen, panischen Atemzügen hob und senkte – war berauschend. John spürte ein vertrautes, dunkles Kribbeln in seinem Bauch. Rein. Unberührt. Und völlig hilflos. Das Opferlamm, direkt auf den Altar gebracht.
„Bitte...“, flüsterte Ava kaum hörbar und zitterte wie ein Blatt im Sturm. Sie versuchte, sich an den kalten Metallrahmen der offenen Tür zu drücken, aber es gab keinen Ausweg. „Ich... gehöre nicht hierher.“ Ihre Bitte verhallte augenblicklich, übertönt von einem kollektiven Stöhnen der Vorfreude, das durch den Boden vibrierte. Ihre großen, verängstigten grünen Augen fixierten Larry, den Scout, der direkt hinter ihrer Schulter aufragte. Seine dicken, wurstigen Finger gruben sich besitzergreifend in das weiche Fleisch ihres Oberarms und hinterließen Dellen in der blassen Haut. Seine billige Anzugjacke spannte gefährlich über seinem Bauch, unter seiner Achsel breitete sich ein feuchter Fleck aus. Schweiß glänzte auf seinem doppelkinnigen Gesicht unter den purpurroten Notlichtern des Zuges und hob jede Falte und jede Pore hervor. Eine fettige Haartolle klebte unsicher an seiner Kopfhaut, schief, weil er sie vorwärts geschoben hatte. Er roch nach abgestandenem Zigarettenrauch und Verzweiflung.
„Natürlich tust du das, Prinzessin“, lachte Larry mit seiner dumpfen, feuchten Stimme, als hätte er Schleim im Hals. Er beugte sich näher zu ihr und sein saurer Atem strömte über ihr Ohr. „Alle hier sind so begierig darauf, dich näher kennenzulernen ...“ Sein Grinsen wurde breiter und enthüllte vergilbte Zähne. Er erhob seine Stimme und wandte sich an die anderen Fahrgäste im überfüllten Wagen. „Soll ich ihnen von all den unartigen Dingen erzählen, die du für mich getan hast? Wie du gebettelt hast?“ Ava wimmerte, ein hoher Ton voller Scham. Ihr Gesicht glühte purpurrot und bildete einen starken Kontrast zu ihren Sommersprossen. Sie presste die Augen zusammen und versuchte, ihn auszublenden, aber Larry lachte nur noch lauter. „Oh ja! Die kleine Miss Perfekt ist jetzt nicht mehr so perfekt, oder?“
Ava verbarg ihr Gesicht in ihren Händen und schüttelte heftig den Kopf. „N-nein ... ihr irrt gewaltig ... Sie haben mich dazu **** ... Ich ... ich wollte das alles nicht ...“ Ihre Stimme zitterte und war durch ihre Handflächen gedämpft. Tränen sickerten zwischen ihren Fingern hindurch und zeichneten glitzernde Spuren auf ihren Handgelenken. Sie versuchte sich zu befreien, aber Larrys Griff um ihren Arm war eisern und zog sie tiefer in die pulsierende Menschenmasse hinein. Seine andere Hand glitt besitzergreifend über ihren Rücken, seine Finger gruben sich in die Rundung ihrer Hüfte.
„Dazu ****?“ Larry lachte leise, ein feuchtes, rasselndes Geräusch tief in seiner Kehle. Er beugte sich zu ihr hinunter, sein saurer Atem heiß an ihrem Ohr, sodass sie zusammenzuckte. „Ich habe dich trotzdem zum Orgasmus gebracht, Prinzessin. Zweimal. Erinnerst du dich? Gegen den Verkaufsautomaten hinter dem Bahnhof?“ Ava wimmerte, ein ersticktes Geräusch, das vom kollektiven Gemurmel der Menge verschluckt wurde. Larrys Grinsen wurde breiter, seine gelben Zähne blitzten im purpurroten Licht. „Du hast diese Einladung trotzdem angenommen ...“ Seine dicken Finger glitten tiefer und drückten ihren Hintern durch den dünnen Stoff ihres Rocks. „... deine Fahrkarte für die Grabscherbahn.“ Er stieß sie abrupt nach vorne.
Ava stolperte mit einem schrillen Aufschrei in den vollgestopften Wagen und prallte gegen eine Wand aus feuchten Anzugjacken und abgestandenem Atem. Larry versperrte ihr den Weg zur Tür und blockierte ihr die Flucht. „Meine Herren“, verkündete er mit triumphierender Stimme, „Ihre Unterhaltung für heute Abend ist eingetroffen. Frisch vom Campus. Unberührt ... größtenteils.“ Ein kollektives Stöhnen der Begeisterung ging durch den Wagen. Dutzende Hände streckten sich sofort aus der Menschenmenge heraus – knorrige Finger streiften ihre Arme, ihre Hüften, verfingen sich in ihrem blonden Haar. Eine Hand glitt kühn über ihren unteren Rücken und tauchte in Richtung der Wölbung ihres Rocks. Ava zuckte heftig zusammen, ein erstickter Keuchlaut entrang sich ihren Lippen. Ihre Augen huschten wild umher, auf der Suche nach einem Fluchtweg, den es nicht gab. Das purpurrote Licht vertiefte die Schatten unter ihren Augen und ließ sie zerbrechlich und gejagt aussehen. Der Geruch von billigem Eau de Cologne und männlichem Schweiß wurde intensiver, dick und klebrig.
Das zischende Geräusch durchdrang die feuchte Luft, als die Türen zuschlugen. Es fühlte sich an wie eine Vakuumversiegelung, die sie in einer Druckkammer einschloss, die von Schweiß, billigem Eau de Cologne und dem scharfen, metallischen Geruch der Vorfreude erfüllt war. Der Sauerstoff verschwand. Ava stolperte leicht, als der Zug losfuhr, und stieß mit der Schulter hart gegen die kalte Metallstange. Ihr Keuchen war keine Angst, es war scharf, unwillkürlich, fast ... erfreut. Ihr Blick huschte wild durch den überfüllten Wagen – raubtierhafte Augen, lüsterne Lächeln – und blieb dann auf John haften. Er saß wie erstarrt in seiner Ecke, sein Herz hämmerte wie ein gefangener Vogel gegen seine Rippen. Ihre grünen Augen hielten seinen Blick fest, weit aufgerissen und ohne zu blinzeln. War es Verzweiflung? Flehen? Oder etwas Dunkleres, Hungrigeres? Ein stummer Schrei, gefangen hinter zitternden Lippen? Er konnte es nicht entschlüsseln, aber die rohe Intensität ließ ihn aufrecht sitzen.
Sie machte einen ruckartigen Schritt zurück, ihre polierten Mary Janes klackerten laut auf dem schmutzigen Boden. Aber ein Rückzug war unmöglich. Weitere Hände tauchten auf, hielten ihre Schultern fest und glitten besitzergreifend über ihre zitternden Oberschenkel. Jemand hakte einen Finger unter den Riemen ihrer Handtasche und zog sie ihr weg. Ihr Blick fiel schließlich nicht auf den Ausgang, sondern auf Larry. Er stand neben John, wischte sich mit einem Taschentuch die glänzende Stirn ab und strich sich die Haare glatt. Er bemerkte ihren verzweifelten Blick und zwinkerte ihr langsam und bedächtig zu. Ava öffnete die Lippen und schnappte lautlos nach Luft. Eine tiefere Röte breitete sich über ihre sommersprossige Brust aus und kroch ihren schlanken Hals hinauf. Anstatt sich weiter zurückzuziehen, schwankte sie leicht und presste ihre Schenkel fest zusammen. Die Luft wurde unerträglich stickig – eine erstickende Mischung aus ungewaschenen Körpern, abgestandenem Tabak und Avas eigenem teuren Blumenparfüm, eine irritierend süße Note in dem sauren Lärm. Jemand in der Nähe von John murmelte: „Schau dir diese Beine an ...“ Ein anderer zischte: „Wetten, dass sie schon klatschnaß ist?“
Larry trat vor, sein Grinsen wurde breiter und enthüllte einen Mund voller vergilbter, schiefer Zähne. Er streckte ihr seine fleischige, verschwitzte Hand mit der Handfläche nach oben entgegen. „Danke, dass du heute Abend bei uns bist, Ava“, krächzte er mit einer rauen Stimme, die durch das metallische Summen des Zuges unnatürlich verstärkt wurde. „Diese Herren haben sich alle so darauf gefreut, dich endlich kennenzulernen ...“ Seine dicke Brille vergrößerte seine blutunterlaufenen Augen und ließ sie beunruhigend groß erscheinen, wie zwei Tümpel mit stehendem Wasser. Ava zuckte zusammen, ein Zittern lief ihr über die Schultern, aber ihr Blick blieb auf seinem haften. Diese flüssige Erregung flammte heller und heißer auf. Sie nahm seine Hand nicht. Stattdessen drückte sie ihre Schultasche fester an ihre Brust, ein dünner Schutzschild, der ihre Brüste nur noch mehr hervorhob und den dünnen Stoff ihrer Bluse spannte. Die Röte vertiefte sich und breitete sich wie ein Lauffeuer über ihre sommersprossigen Wangen aus. Ein winziges, fast unhörbares Wimmern entrang sich ihren Lippen – keine Angst, erkannte John mit einem Ruck. Es klang wie Erleichterung. Sie griff fester nach dem Riemen ihrer Tasche.
Avas zitternde Finger streiften den Saum ihres Rocks, zogen ihn ein paar Zentimeter nach unten, nur um ihn dann wieder höher zu ziehen, als sie nach vorne stolperte. Das purpurrote Licht reflektierte sich auf dem feuchten Fleck, der sich über die Vorderseite ihrer weißen Bluse ausbreitete und den Stoff dort verdunkelte, wo er sich an ihre harten Brustwarzen schmiegte. Ihre Sommersprossen stachen wie kleine Sternbilder auf ihrer geröteten Haut hervor. Sie biss sich auf ihre volle Unterlippe – nicht aus Angst, erkannte John, sondern um ein Stöhnen zu unterdrücken, als ein stämmiger Mann sich „versehentlich“ von hinten an sie drückte. Ihre grünen Augen flatterten für eine Sekunde zu, ein Schauer lief über ihren Körper.
Der Geschäftsmann mit der Halbglatze packte Ava am Handgelenk und zog sie tiefer in den überfüllten Wagen hinein. Seine dicke Brille verstärkte den raubtierhaften Glanz in seinen Augen. „Hier entlang, Süße“, krächzte er, sein Atem roch nach abgestandenem Kaffee und billigem Whiskey. Ava stolperte gegen ihn, ihre Schultasche rutschte ihr von der Schulter. Larry fing sie geschickt auf, während seine andere Hand besitzergreifend über den dünnen Stoff ihres Rocks zu ihrem Po glitt. Sie schnappte nach Luft, bog sich instinktiv in seiner Berührung zurück und drückte ihre Hüften gegen seine Handfläche. Die Röte an ihrem Hals vertiefte sich und breitete sich über ihre Brust aus. Ein leises Murmeln der Zustimmung ging durch die Männer. „Schau sie dir an“, kicherte jemand in Johns Nähe, „sie bettelt schon darum.“
John sah wie erstarrt zu. Avas Augen waren weit aufgerissen und reflektierten das rote Notlicht – pure Angst, die mit einer rohen, flüssigen Gier kämpfte, die einen Schauer durch ihn hindurchjagte. Sie sah ... begierig aus. Als die Männer sich wie eine schmutzige Flut teilten, trat sie mit unnatürlicher Anmut vor, fast schwebend. Die Hand des Mannes verweilte auf ihrem Arm, seine Finger streichelten die weiche Haut an ihrer Ellenbeuge, bevor sie zu ihrer Taille glitten und sie zur Mitte der Stange führten. John spürte, wie eine heiße Welle der Wut seine Taubheit durchbrach. Das war keine Ritterlichkeit, das war Besitzgier. Er wollte derjenige sein, der sie führte, der sie berührte.
Wie reagiert John?
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Die Mitternachts-Grabscherbahn
Eine Bahnfahrt zu den dunkelsten Begierden
John ist ein junger Student, der weder im Studium noch in seinem Nebenjob oder bei Frauen Erfolg hat. In seiner Heimatstadt gibt es die urbane Legende von der Mitternachts-Grabscherbahn – einem geheimen Zug, der nachts fährt und voller perverser Männer mittleren Alters ist, die weibliche Passagiere wollen, die speziell als Gäste oder „Opferlämmer“ eingeladen wurden. Als John eines Nachts mit dem letzten Zug nach Hause fährt, stellt er fest, dass dieser besondere Zug mehr als nur ein Mythos ist...
Updated on Oct 28, 2025
by kuroaichan
Created on Oct 27, 2025
by kuroaichan
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