Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 7 by Mercadus Mercadus

What's next?

Assi-Rap Arkade

Die automatischen Glastüren öffnen sich, gegenüber die Mall. Der andere – schmal, Board unterm Arm, Mütze tief ins Gesicht gezogen – hastet schon über den Parkplatz. Ein Schatten, der rennt, ohne zu rennen.

Jeremias folgt. Nicht direkt hinterher, sondern im Abstand. Wie im Spiel: Stellung halten, Deckung, nie zu nah, nie zu weit. Jeder Schritt ist spürbar. Sein rechter Schuh klebt. Feucht von innen. Das Gegengeschenk, das der skinny Boy, da vorne, der mit den kurzen blonden Haaren, zurück geschickt hat, drückt sich bei jedem Auftreten zwischen Haut und Stoff. Eklig? nope. Ein Snap auf Wiederholung. Reizend – da ist dieses Brennen. Dieses Bewusstsein: nackter Fuß im Sperma des Jungen, der da vor ihm läuft, jeder Schritt fickt bis hoch ins Gehirn.

Nix wie raus, verrückt das Ganze. Jerre läuft über den Parkplatz, gegenüber die 'Gretwalder Arkaden'. Hässlicher Zweckbau aus Beton, Geschäfte, Lebensmittel und ne Sportsbar, McFit ganz oben Werbung: HERBST DEAL 24,90€ - da hat er bessere Konditionen bei Martin + Shakes und ZinkZeugs.

Jeremias langsam, aber eigentlich bewegt sich alles durch ihn. Jeder Schritt ein elektrischer Schlag, Fuß gegen Boden, Stoß gegen Knochen, Vibration bis in die Fingerspitzen. Jeder Auftritt wie ein kleiner Schock, kalt-warm, falsch-richtig.

Die Szene aus der Umkleide läuft weiter. Kein Ende. So absolutely verboten. Der Kontakt, dieser winzige Kontakt. Und jetzt: ein Rausch. Zittern in den Muskeln, als hätte er gerade zehn Sätze im "Hunk Ville" durchgezogen. Unterarme voll. Waden brennen. Nacken hart wie Stein. Er ballt die Hände. Löst sie. Wieder ballen. Finger knacken, als wollten sie aus der Haut springen. Er kann nicht stillhalten. Muss was tun.

Rolltreppe. Spiegelnde Wände, Glas, Stahl. Jeremias sieht sich selbst im Vorübergleiten. 24, groß, schlank, jeder Muskel definiert, wie aus dem Flyer vom Sportstudio ausgeschnitten. Arme locker, Hände wie geschaffen zum Zugreifen, die Adern sichtbar.

Blicke folgen ihm. Mädchen, Jungs, alle gleich. Ein kurzer Ruck der Augen, wenn er vorbeigeht, manche länger, manche verstohlen. Er weiß es. Weiß, dass er diese Wirkung hat. Groß, breite Schultern, schmaler Bauch, der Penis seitlich fett in der Boxer, sein Arsch wie im Porno, trotz Klamotten, Bewegungen geschmeidig, wie ein Athlet. Ein Hintern, der im Vorbeigehen Blicke zieht, egal von wem.

Außen perfekt. Innen chaotisch. Außen der Profi, der Kämpfer, der, der sich nichts anmerken lässt. Innen: Flackern. Schweiß. Wünsche, die er nicht erklären kann.

Der Skaterboy verschwindet in einem Laden, Jeremias bleibt einen Moment stehen, das Gewicht auf seinem feuchten Fuß und spürt, wie sich die Ferse im Schuh verschiebt. Kalt, heiß, alles gleichzeitig.

Dann setzt er nach. Weil er nicht anders kann. Fast wie im Film, Jack Ryan. Verfolger Verbrecher

Er denkt an Koltizsch. Niklas dieses Schwein mit seiner Kamera, diesem schiefen Grinsen, diesem Blick, der den Abgrund gesehen hat. Niklas, der Bilder hat. Niklas, der das Geheimnis kennt. Und genau darin liegt die Gefahr – und der Reiz. Weil Niklas keine Maske aufsetzt. Weil Niklas weiß, dass es zwei Jeremias gibt.

Was, wenn ich irgendwann auffliege?

Was, wenn die Rollen zerbrechen?

Bin ich erledigt?

Der Skaterboy voraus, immer ein paar Meter. Kapuze, Board, lässiger Gang. Jeremias spürt den Drang, schneller zu werden. Abstand schließen. Aber er hält sich zurück. Noch.

Überall Geräusche: Musik aus dem Cap-Laden, dumpfer Bass. Stimmen, Gelächter. Metallisches Klacken der Rolltreppe. Schuhe quietschen auf dem Boden.Alles zu nah, alles zu laut, als würde jeder Laut direkt an seinem Trommelfell kratzen.

Jeremias’ Puls hämmert weiter. Nicht normal. Kein Training. Kein Spiel. Mehr wie ein Dauerhoch. Puls bei 150-160 Schlägen pro Minute oder höher. Der Kopf überhitzt, sein Schwanz pocht, Gedanken jagen sich: Was, wenn er’s merkt. Was, wenn er stehenbleibt. Was, wenn er sich umdreht. Was dann. Was dann. Und doch – er will genau das. Der Kick steckt im Risiko. Entdeckt werden. Bloßgestellt. Oder triumphieren. Macht spüren, verschieben. Dominieren. Kontrolle übernehmen.

Er schiebt die Schultern zurück. Der Spiegel im Ladenfenster zeigt ihn doppelt, dreifach: ein Körper, der glänzt, trainiert, perfekt. Seine Kehle trocken. Hände nass. Er steht da, zwischen Schaufenster und Gang und es fühlt sich an, als sei er nur noch Muskelspannung auf zwei Beinen.

Nächster Laden. Baseballcaps in Reih und Glied. Der Junge davor, Vans Old Skool, abgerieben, gelecktes schwarzes Canvas, weiße Streifen schmutzig. Hose zu weit, Hoodie zu groß, Board an die Wand gelehnt.

Jeremias tut so, als schaut er Caps an. Finger streifen den Stoff, doch er sieht nur das andere Bild. Den Jungen. Den Gang. Die Schuhe. Sein Kopf rast. Kein normaler Gedanke, sondern Kino, grell und schnell. Bilder, die sich überlagern. Der Junge, wie er näherkommt. Wie er ihn einfach packt. Wie sie verschwinden, irgendwo hinter eine Tür, ein Abstellraum, die Rolltreppe runter, egal wohin, nur raus.

Schweiß auf der Oberlippe, Finger an der Kappe nass. Er merkt, wie er im Laden steht und alles in ihm schreit: Riskier’s. Stell dir vor. Nur stell es dir vor.

Irre. Einfach crazy. Das Leben draußen. Mannschaft. Training. Vanessa. Immer grinsen, immer der lockere Spruch, immer der Hetero. Aber – genau das hier. Heimlich. Unsichtbar. Unerklärbar.

Der Junge biegt sich vor dem Spiegel, setzt eine Cap auf, dreht sie seitlich. Sein Profil, spitz, ****, scharfkantig. Blond, Barbershop, die Ohren zu groß. Lippenpiercing.

Jeremias denkt: Perfekt zum Rummachen irgendwo, allein. Lächerlich. Fkking unmöglich und doch so geil, daß sein Körper reagiert, als würde es gleich passieren. Boaamm er schiebt die Latte in Position. Knetet kurz, spürt den Vorsaft. FUCK tut so, als studiere er ein Etikett. Doch die Fantasie fickt seinen Kopf, schneller, greller.

Der Junge verlässt den Laden, Board unter den Arm geklemmt, Tür auf, Tür zu, vorbei. Einfach weg. Keine Spur. Keine Gewissheit, ob er ihn überhaupt bemerkt hat.

Jeremias schaut auf sein Phone, die Hände zittern noch immer, als hätte er Gewichte zu lange gehalten. Sein Fuß, jeder Schritt ein kalter Blitz. Nachricht von Vanessa: HEY BABE. Achtzehn. ****, verliebt, Herzklopfen, WhatsApp-Nachrichten mit Herzchen, geile Snaps die kleinen Titten. Arsch zum Ficken. Sie sieht in ihm den Typen, der alles im Griff hat. Der große Athlet, souverän, stark, verlässlich.

Er schluckt, legt die Cap zurück, verlässt den Laden. Doch das Zittern bleibt. Die Muskeln zu straff. Die Gedanken zu laut.Scheiss Song von 6ix9ine rappt irgendwas über seine bitch die Schwänze bläst

Now we catch him at the chicken spot / up a couple chops/ pop that nigga with a hundred shots /

Jeremias fühlt seinen eigenen Schwanz und den Druck der sich aufbaut. Die Sache bei Decathlon macht ihn immer noch hart. *Pop that nigga* Muss irgendwo abtauchen und den Kolben massieren. Scheiss auf den kleinen Blonden mit seinen Vans. Er hat ja noch was fürs Aufgeilen an der Ferse kleben *grinzzzz

Abgelegen hinter der Rolltreppe, am Ende des Flurs. Schild: „WC“. Pfeil. Noch ein Gang, noch eine Tür, kaltes Neonlicht. Stille kein Mensch, Wasserhahn tropft irgendwo, die Lüftung, surrend wie eine rostige Drohne.

Jeremias schiebt die Kabinentür zu, Riegel vor. Stille. Fast. Sein Atem viel zu laut. Die Kabine eng. Wände grau, zerkratzt, schmutzig. Überall Schriftzüge, eingeritzt, gekritzelt, mit Edding verschmiert: „Ruf mich an – 015…“ „Treffpunkt hier – 16 Uhr“ „XXL blowjob“ Sprüche, „BVB“ Telefonnummern, „FiCkeN“ Dreck von anderen, die hier waren, heimlich, schnell, verboten.

Jeremias fährt mit den Fingern die Schrift nach. Jeder Buchstabe schreit. An der Wand gelbliche Spuren von eingetrockneten Sperma. Unruhe, Zittern, ein Drängen. Er denkt: Wie viele saßen hier vor mir? Wie viele haben gewartet, gewichst, abgerotzt, was riskiert?

Schultern, Hände nass, Herz immer noch zu schnell. Die Szene aus der Umkleide. Der Junge die Vans. Niklas’ Kamera. Vanessas Message im Handy. Alles, als wären seine Gedanken auf zehn Bildschirmen gleichzeitig.

Er setzt sich. Rücken an der Wand, Jogging und Boxer an den Knöcheln, knetet seinen Bro. Kleistert seine Eichel mit dem Saft. Alter, never hatte er so ne Menge Precum abgemolken. crazy. Der rechte Schuh feucht, kalt, bei jedem Zucken des Fußes spürt er die Wichse darin. Jeder Nerv reagiert.

Er liest die Wände, als könnte er eine Antwort finden. Er stellt sich vor, wie er einen davon anruft. Fremder am anderen Ende. Stimme, die ihn kennt, bevor er etwas sagt. Absurder Gedanke. Lächerlich. Aber er merkt, wie ihn das aufgeilt beim Lesen.

Er presst die Hände gegen sein Teil, zieht den Schuh aus, das Geschenk. Prüft atmet hinein, inhaliert. Wird high, schließt die Augen, streckt die langen Beine bis an die Kabinentür. Knüppelhart, schiebt die Vorhaut zum Anschlag. Gedanken fliegen: Vanessa. Niklas. Der Skater. Die Füße in der Kabine.

'BÄÄÄNNNGG' Tür schlägt auf, Schritte. Gummi quietscht auf Fliesen. Tür knallt, Kabine nebenan. Schloss klickt. Jeremias hält den Atem an. FUCK genau jetzt. Sitzt wie eingefroren, zieht die Beine leise zurück. Ein Fuß ohne Schuh, barfuß.

Lauscht, sieht Schatten, hört Gürtelschnalle gegen Fliesen. Kleidung. Dann nichts.

Jeremias beugt sich vor, starrt unter der Wand vorsichtig auf die andere Seite. Unter der Wand: zwei Schuhe. Vans. Schwarz-weiß, leicht abgeschabt.

Genau die. Am Sohlenrand nen Smiley. Kein Traum. Kein Zufall. Jeremias’ Brust zieht sich zusammen. Herz im Hals. Knie zittern. Finger zu Fäusten, Nägel knallen sich ins Fleisch.

Der. Er. Hier. Direkt neben mir.

Die Trennwand.Bewegung des anderen hörbar. Stoffrascheln. Ein Husten. Stille. Kopfkino. Sofort.Wie vorhin, nochmal??? Nur ein Millimeter den Fuß bewegen, die Schuhspitze gegen die andere stoßen??? Unmöglich. Unvorstellbar.

Er sieht die Vans, so dicht. Zittern, Puls, Kribbeln im Rücken. Schweiß läuft ihm kalt den Rücken runter. Sein Gesicht glüht. Er starrt auf die Schuhe, bis seine Augen brennen.

Der andere kommt ihm zuvor, Fingerspitzen kommen unter der Abtrennung in Sicht. Finger dünn lang, Fingernägel abgenibbelt. Winkt dieses 'komm her' Jerre ist wie ferngesteuert, kann nicht. Die Hand von drüben legt sich auf seinen Fuß. "Komm schon" flüstert sie "Trau dich" Wie soll das gehen, wie überhaupt. Und der andere nimmt ihm die Entscheidung ab, zieht die Hand zurück und anstelle sieht er die Knie, flach gespreizt, dicht unter der Wand.

Jeremias schluckt, erstickt fast daran. Steht auf und geht langsam nach unten, kniet in gleicher Position am Boden. Blitzschnell schießt die Hand des Jungen vor, packt sein Paket, wiegt die Schwere, streichelt sanft, zart liebevoll, macht es nur noch schlimmer - noch härter geht nicht.

Packt zu, zieht an daß Jerre mitgeht, weiter nach drüben rutscht. Seine Oberschenkel in die Unterkante der Kabinenwand gekeilt. Die Hand drückt seinen fetten Penis auf die andere Seite. Jerre sieht nur sein gestutztes Schamhaar und den Fliesenboden. Dafür beginnt unsichtbar ein Feuerwerk der Gefühle. Hände? Speichel? eine Zunge? fuck das ist eng, warm saugt an ihm, Finger kommen wieder in Sicht, halten seine Hoden. Der Saft läuft unaufhörlich, Lippen, Mund, Hand - langsam kann er zuordnen. Dann ein Moment und gleich wieder, diesmal noch enger fest, feucht, drückt sich an seine Eichel. Waaaass fuck und fühlt es sich wieder an wie der Blowjob, besser als Vanessa mit ihrer Zahnspange gosh

'BÄÄÄNNNGG' Tür schlägt auf, Schritte auf Fliesen. Jemand pfeift summt dann die Melodie, Pissestrahl ins Urinal. Jeremias knallt vor Schreck mit dem Kopf gegen die Abdeckung vom Toilettenpapier. Kriecht zurück, springt hoch, sein Schwanz schrappt unter der Kante durch. Steht, richtet seine Füße aus, als würde er jetzt erst sehen, daß er nur einen Schuh anhatt.

Waschbecken, Händetrockner 'BÄÄÄNNNGG' Tür schlägt zu. Allein - fuck nein: wieder zu zweit.

Ende ? oder geht es weiter

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)