Wie geht es weiter?
Anna und ich unterhalten uns über unsere Familienverhältnisse
„Wie alt ist unsere Mutter eigentlich?“, wechsele ich nun das Thema.
„36. Hast du das etwa vergessen, Luke?“, reagiert meine Schwester irritiert.
„Und Tante Viktoria?“
„40“, antwortet Anna nun mit erkennbarer Sorgenfalte auf der Stirn.
„Und Oma?“
„52“, sagt meine Schwester nun mit sehr besorgtem Gesicht.
„52 minus 40 …“, fange ich laut an zu rechnen.
„Oh!“, sagt Anna nun überrascht, die mitgerechnet hat und nun weiß, worauf ich hinauswollte.
„Kann das sein?“, frage ich nun und lasse meine Schwester weiterhin in Unkenntnis darüber, dass ich den wahren Sachverhalt bereits kenne.
Anna denkt nach, sagt: „Unmöglich ist das nicht. Du erinnerst dich sicher noch an unsere Mitschülerin damals, die als Elfjährige geschwängert wurde.“
Natürlich wusste ich das, war ständiges Gesprächsthema ein ganzes Schuljahr lang, da die dann Zwölfjährige das Kind auch dann regulär zur Welt gebracht hat.
Anna grübelt, murmelt Unverständliches vor sich hin, sagt dann schließlich: „Irgendwie komisch, das Ganze. Da stimmt doch etwas nicht. Denn wenn es so wäre … irgendjemand hätte doch irgendwann mal etwas gesagt, und sei es nur als Andeutung. Da werden wir mal morgen am besten Oma fragen, die muss das doch schließlich wissen.“
Anna guckt mich an, legt den Kopf schief, grinst auf einmal überrascht und sagt: „Ne, echt jetzt?“
„Was meinst du?“, frage ich sie, da ich keine Ahnung habe, was gerade im Kopf meiner Schwester sich abspielt.
„Leugnen zwecklos“, sagt sie selbstbewusst, „das sehe ich dir doch an den Augen an: Du findest Om…, ähm Katharina sexuell interessant und hast Lust auf sie!“
In der Hinsicht kann ich Anna in der Tat nichts vormachen, und so gebe ich es zu.
Anna grinst breit, sagt: „Na, da bin ich ja mal gespannt. Ich weiß ja, dass du einen beeindruckenden und wirkmächtigen Zauberstab hast. Den kannst du ja einsetzen, sollte O…, äh Katharina nicht freiwillig die gewünschten Informationen herausrücken. Bin jetzt schon gespannt, was du erzählen wirst!“
„Über das Familiengeheimnis?“
„Ne, das heißt, doch, ja, das natürlich auch. Aber auch, wie es ist, eine Frau in den Fünfzigern zu poppen.“
„Warum interessiert dich das?“
„Weil ich hoffe, dass du in 30, 40 Jahren immer noch Lust hast, dein Schwesterherz zu besteigen, und du durch Katharina einen Eindruck bekommst, wie schön das dann immer noch sein kann. Und nun komm!“, sagt Anna und zieht sich das Nachthemd über den Kopf.
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