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Chapter 15 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Ankommen

Das Geräusch der Türklingel erschreckte sie, obwohl sie es erwartet hatte. Er war pünktlich.

"20 Uhr?", hatte sie am Telefon gesagt.

"Ja, passt wunderbar. Bis dann."

Ihr Herz hämmerte als sie an der Tür stand und ihre Hand über der Klinke schwebte. War das richtig? Sie könnte noch immer einen Rückzieher machen, ihm sagen, dass es ein Missverständnis gewesen sei, dass er wieder gehen solle.

Sie öffnete.

David stand da, das Licht des Treppenhauses hinter ihm verwandelte ihn beinahe in einen Scherenschnitt. T-Shirt, ein Leinenjackett locker darüber. Sie bemerkte, wie er unbeholfen mit den Schultern rollte, ein Zeichen, dass es ein ungewohntes Kleidungsstück für ihn war. Also kein normaler Besuch bei einer Kundin.

Seine angespannte Miene glättete sich, als er sie sah. Ein Lächeln. "Guten Abend, Frau Rahman", er räusperte sich verlegen, erinnerte sich daran, dass sie bereits per Du waren, "Samira, danke für die Einladung."

Sie nickte stumm, weil ihre Stimme versagte. Sie suchte in seinen Augen nach einem Hinweis darauf, ob er erkannte, wie sie sich verändert hatte. Ob er das Geheimnis durchschaute, das sie unter ihrer Kleidung verbarg. Sein Blick, höflich interessiert, war auf ihr Gesicht gerichtet. Und sie verstand, dass ihr Hidschab das Außergewöhnlichste war, das er an ihrer Erscheinung wahrnahm.

Ansonsten war sie für ihn nur eine Frau in einem einfachen Hauskleid. Schlicht, aber angemessen. Nichts, was seine Regeln für Anstand und Moral im Geringsten verletzte.

Dabei fühlte sie sich entblößt und ungeschützt. Der Kamiz endete knapp über ihren Knien. Darunter - nichts. Kühle Luft aus dem Hausflur strich um ihre Beine. Etwas, das sie noch nie zuvor gespürt hatte. Die Gänsehaut, die ihr Rückgrat hinaufkroch, kam nicht nur von der Kälte.

David stand auf ihrer Schwelle. Noch war er nicht eingetreten in ihre Wohnung. In ihr Leben. Noch kann ich es beenden. Niemand würde je davon erfahren, was sie gedacht hatte, was sie - beinahe - getan hatte.

Sie trat zur Seite, öffnete die Tür weiter, Geste einladend. "Bitte, komm herein."

Sie führte ihn ins Wohnzimmer. Der Duft des Tees, den sie vorbereitet hatte, erfüllte den Raum; Assam mit Minze. Auf dem Tisch süßes Gebäck; sie hatte Stunden in der Küche verbracht.

"Bitte, setz dich doch."

David nahm auf einem der Sessel Platz. Füße eng nebeneinander auf dem Teppich, Hände auf den geschlossenen Knien.

Er sah zu ihr auf. "Ähm. Hast du noch Fragen zum Computer oder zum Internet?"

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