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Chapter 16 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Die Verbindung ist jetzt stabil

Keiner von ihnen sprach. Das einzige Geräusch war das leise Klappern des Porzellans als Samira Tee einschenkte und David eine Tasse reichte.

"Danke", seine Stimme klang leise, zurückhaltend. Er wirkte vorsichtig. Angespannt. Seine Finger hielten die Untertasse fester, als es nötig gewesen wäre. "Ich hoffe, die Verbindung ist jetzt stabil. Wenn es noch irgendwelche Probleme damit gibt, kann ich sofort nachschauen."

Samira lächelte in sich hinein. David schien offenbar immer noch zu denken, es sei nur ein Internet-Problem. Er verstand nicht, welche Verbindung ihr heute Abend wirklich wichtig war.

"Danke, dass du da bist. Es bedeutet mir viel."

"Du klangst... besorgt am Telefon. Ich nahm an, du brauchst dringend Hilfe."

Sie konnte ihm ansehen und anhören, wie er mit den Worten rang. Er spürte anscheinend, dass etwas anderes der Grund für ihren Anruf gewesen war. Aber er konnte - oder wollte - es nicht interpretieren. Und schon gar nicht aussprechen.

Sie setzte sich ihm gegenüber. Das Gewebe ihres Kamiz - zu leicht; zu dünn - strich dabei über ihren Körper, ihre Arme, ihre Beine. Der Saum rutschte über ihre Knie nach oben. Ihre Haut kribbelte, überall. Die feinen Härchen stellten sich auf.

Mit jedem Atemzug spürte sie, wie sich ihr Busen gegen das Tuch presste. Ungewohnt. Neu. Verwirrend. Erregend? Sie wagte nicht, nach unten zu schauen, ob man etwas sehen könnte, was sich nicht schickte. Ihre Tasse klirrte leise, weil die Hand zitterte. Sie setzte sie auf der Lehne des Sessels ab.

Sie füllten die Stille, indem sie beide an ihrem Tee nippten. Der intensive Duft der Minze erfüllte die Luft. Die Bitterkeit des Schwarztees wurde durch die Süße des Zucker abgemildert.

Im Hintergrund brummte ganz leise der Router. Samira meinte, ihr Herzklopfen wäre lauter. Sie fürchtete fast, dass David es hören könnte. Sie faltete die Hände in ihrem Schoß, versuchte durch reine Willensanstrengung, sich zu beruhigen.

David rutschte unruhig auf seinem Platz herum. Er räusperte sich, setzte die Tasse mit einem Klink auf dem Couchtisch ab.

"Ich habe übrigens eine Dose gefunden."

Sie sah ihn verständnislos an. David sprudelte los. Er sprach zu schnell, als ob er damit eine gewisse Nervosität überspielen wollte.

"Du erinnerst dich doch bestimmt, dass ich die Kontakte der alten Anschlussdose gereinigt habe, weil ich meinte, für dieses Modell gäbe es keine Ersatzteile mehr. Ich habe trotzdem bei uns im Lager gesucht. Und da lag tatsächlich noch eine rum, originalverpackt. Wenn du möchtest, kann ich in den nächsten Tagen vorbeikommen und sie austauschen. Du weißt schon, da im Schlafzimmer."

Schlafzimmer. Das einzige Wort, das Samira verstanden hatte. Es hallte wie ein Donnerschlag in ihrem Kopf wider. Ein Weckruf, der sie zum Handeln trieb.

Sie stand auf, bevor sie es sich anders überlegen konnte. Dann zögerte sie. Das Echo des Wortes wurde leiser. Schlafzimmer. Noch ein paar Herzschläge, dann könnte sie es ignorieren.

Sie streckte ihre Hand aus. Und, kaum hörbar: "Komm."

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