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Chapter 109 by gha93 gha93

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Anjas Nachmittag

Anja:

Als Markus die Tür zum Haus seiner Eltern aufschloss, herrschte in meinem Kopf pures Chaos. Wie versprochen, hatte er mich nach der Arbeit abgeholt und zu sich nach Hause gefahren. Wir wollten zusammen mit seinen Eltern zu Mittag essen und uns dann einen schönen Nachmittag machen.

Ich war zwiegespalten.

Einerseits hatte ich wenig Lust, den Nachmittag mit Markus zu verbringen. Ich konnte Besseres mit meiner Zeit anfangen. Aber wie hätte das denn gewirkt?

Zudem vermutete ich immer noch, dass seine Mutter Elke mich nicht besonders leiden konnte. Ihre kühle Art, die sie mir stets entgegenbrachte, war zumindest ein starkes Indiz dafür.

Der einzige Hoffnungsschimmer war Klaus.

Ich seufzte.

Es war das erste Mal, dass wir uns sehen würden, seit wir angefangen hatten, miteinander zu schreiben.

Ich war nervös.

Wie er wohl reagieren würde? Würde er etwas sagen? Vielleicht eine kleine Andeutung, die nur wir beide verstanden?

Würde er mich anfassen? Küssen? Oder gar noch mehr?

Ich atmete tief ein, versuchte, mich ein letztes Mal zu beruhigen, und folgte Markus dann ins Haus.

Kaum hatten wir die Schuhe ausgezogen, kam auch schon Markus' Mutter in den Flur.

"Ah, da seid ihr ja!", rief Elke erfreut und umarmte erst ihren Sohn und dann mich.

Meine Umarmung wirkte etwas ****, aber daran hatte ich mich mittlerweile gewöhnt.

Nachdem wir ein paar kurze Worte gewechselt hatten, gingen wir gemeinsam in die Küche.

Als ich Klaus am Tisch sitzen sah, beschleunigte sich mein Atem. Ich musste an die Bilder denken, die wir uns geschickt hatten. An die Nachrichten, in denen er mir geschrieben hatte, was er am liebsten mit mir tun wollte.

Erregt presste ich die Oberschenkel aneinander und biss mir auf die Unterlippe.

Wenn Klaus bemerkt hatte, wie nervös ich war, so sah man es ihm nicht an.

Stattdessen stand er mit ruhiger Miene auf und ging zu uns herüber.

Zuerst begrüßte er Markus. Er klopfte ihm auf die Schulter und brummte ein undeutliches "Hallo". Markus schien damit zufrieden zu sein und nickte seinem Vater wortlos zu.

Dann wandte sich Klaus mir zu.

"Anja!", sagte er und war plötzlich wie verwandelt.

Seine Augen strahlten, er hob die Hände, und ehe ich wusste, wie mir geschah, hielt er mich in seinen Armen.

Er hatte mich noch nie umarmt. Vielleicht hatte er gedacht, es sei unangemessen, oder dass ich ihn nicht gelassen hätte.

Aus irgendeinem Grund wusste ich, dass das früher wohl so gewesen wäre.

Allerdings konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum.

Es war so schön, in Klaus' Armen zu sein. Selbst sein Geruch war anziehend.

Ich genoss jede Sekunde.

Als Klaus die Umarmung schließlich löste, schaute ich ihn mit großen Augen an.

Er erwiderte meinen Blick und grinste zufrieden.

Oh, wie gerne hätte ich ihn in diesem Moment geküsst!

Klaus hatte einfach alles, was ich mir von einem Mann erträumte.

Doch auf einmal fiel mir ein, wo ich war.

Schnell wich ich zurück und schaute mich um. Hatte einer der anderen etwas gemerkt?

Erleichtert stellte ich fest, dass Markus zusammen mit seiner Mutter am Herd stand und gerade die Soße probierte. Sie hatten uns den Rücken zugedreht und nichts von unserer Begrüßung mitbekommen.

Ich schüttelte den Kopf.

Was war nur in mich gefahren? Wenn Markus etwas gemerkt hätte, wäre alles vorbei gewesen.

Ein bisschen geschockt von meinem Verhalten setzte ich mich an den Tisch.

Vielleicht war es besser, Klaus ein paar Minuten zu ignorieren und etwas runterzukommen?

Ich versuchte, mich abzulenken ... dachte an die Arbeit ... plante ein bisschen für morgen vor.

Ich bekam kaum mit, wie das Essen auf den Tisch gestellt wurde und die anderen sich zu mir setzten.

Als ich mich beruhigt hatte, erzählte Markus gerade von seiner Arbeit.

Ich seufzte.

Was gab es Langweiligeres?

**** hörte ich zu. Dabei wanderte mein Blick immer wieder zu Klaus, der sich jedoch tatsächlich für das zu interessieren schien, was sein Sohn erzählte, und mich nicht beachtete

Allmählich begann ich, mich darüber zu ärgern. Doch dann fiel mir auf, dass es wahrscheinlich nur daran lag, dass seine Frau neben ihm saß.

Natürlich! Er wollte nicht, dass Elke etwas bemerkte.

Ich beruhigte mich etwas, aber das brachte mich auch auf neue Ideen.

Ohne dass die anderen etwas davon mitbekamen, streckte ich mein rechtes Bein unter dem Tisch aus und tastete mich nach vorne.

Es dauerte nicht lange, bis ich Klaus' Fuß berührte. Er schaute mich kurz überrascht an, ließ sich aber nichts weiter anmerken.

Aber das war nur der Anfang.

Langsam streifte ich sein Bein hinauf.

Erst über seine Wade, dann sein Knie und schließlich die Innenseite seines Oberschenkels.

Ich atmete ein letztes Mal durch, dann drückte ich sanft mit den Zehen gegen seinen Schritt.

Oh Gott! Ich war so erregt. Es war das erste Mal, dass ich Klaus auf diese Art berührte.

Er fühlte sich so gut an. So groß und hart.

Für einen kurzen Moment schaffte er es tatsächlich, die starre Miene aufrechtzuerhalten, mit der er seinem Sohn lauschte. Doch als ich begann, über seine immer größer werdende Erektion zu reiben, entglitt es ihm dann doch.

Schnell räusperte er sich und rutschte auf seinem Stuhl hin und her.

"Alles in Ordnung?", fragte Elke, schaute ihren Mann besorgt an und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
"Ja, ja, Schatz. Alles gut. Ich habe mich nur verschluckt", beruhigte Klaus sie.

Für einen Moment trafen sich unsere Blicke, und ich konnte nicht anders, als zu grinsen.

Ich drückte noch einmal zu, dann zog ich mich zurück.

Es war wohl besser, mein Glück nicht überzustrapazieren.

Für den Rest des Essens riss ich mich deshalb zusammen. Auch wenn es mir bei den endlosen Geschichten, die Markus erzählte, schwerfiel.

Was hatte ich nur je an ihm gefunden?

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von seinen Eltern und gingen zusammen in Markus' Zimmer.

Selbst dort hörte er nicht auf zu reden. Ich nickte immer wieder und fügte an passenden Stellen ab und zu ein "Aha" oder "Mhmm" ein.

Mittlerweile war ich ziemlich genervt, aber das durfte Markus natürlich nicht wissen, weshalb ich ihn stets interessiert und freundlich anschaute.

Ich hatte es mir auf seinem Bett gemütlich gemacht und überlegte gerade, ob ich ihm nicht aus schierer Verzweiflung einen blasen sollte - Vielleicht würde er dann endlich die Klappe halten? - als mein Handy vibrierte.

Es war eine Nachricht von Klaus: "Komm ins Bad! Jetzt!"

Sofort richtete ich mich auf.

"Sorry, Schatz. Ich ... äh ... muss mal kurz auf die Toilette. Vergiss nicht, wo du warst."

Markus nickte, aber da hatte ich das Zimmer bereits verlassen und war schon halb auf dem Weg zum Badezimmer.

Nervös legte ich die Hand auf die Türklinke.

Jetzt würde es passieren.

Ich atmete tief ein und drückte die Türklinke dann nach unten.

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