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Am Abend fuhr sie zu ihm

Chapter 6 by Meister U Meister U

Die Dunkelheit hatte sich über das Dorf gelegt, die Straßenlaternen warfen orangefarbene Kreise auf den Asphalt. Franziska lehnte ihr Fahrrad gegen den Zaun, ihr Herz schlug schneller bei jedem Schritt zur Tür.

Frederick öffnete. Sein Zimmer war warm, die Lampe auf dem Schreibtisch spendete gedämpftes Licht. Die Karteikarten lagen bereit. Alles war wie immer.

Und doch war es jedes Mal anders.

Franziska stellte ihre Tasche ab. Sie zögerte keinen Moment mehr. Ihre Finger griffen nach dem Saum ihres Pullovers, zogen ihn über den Kopf. Dann die Jeans, die sie langsam über ihre Hüften schob. Der Slip folgte. Schwarze Spitze heute. Sie hatte ihn bewusst ausgewählt. Für ihn.

Sie stand nackt vor ihm. Die Abendluft streichelte ihre Haut, ließ ihre Nippel sofort hart werden. Es war jedes Mal aufregend. Jedes Mal dieses Gefühl der Verletzlichkeit, der Hingabe. Jedes Mal dieser Blick von ihm, der ihren Körper abtastete, kurz verweilte, dann wieder zu ihren Augen wanderte.

Aber jedes Mal blieb es dabei.

Er sah sie an. Er schlug sie, wenn sie Fehler machte. Seine Hand berührte ihre Haut. Aber mehr nicht.

Franziska sehnte sich danach, dass er weiterging. Dass seine Finger nicht nur auf ihrem Po liegenblieben. Dass sie ihren Weg fanden. Dass er sie berührte, dort, wo sie es am meisten wollte.

Aber sie konnte es nicht ansprechen. Die Worte blieben in ihrer Kehle stecken. Was, wenn er es nicht wollte? Was, wenn sie das zwischen ihnen zerstörte? Dieses Zerbrechliche, das sie aufgebaut hatten?

Sie setzte sich auf den Stuhl, nackt, und beantwortete die ersten Fragen. Sie machte Fehler. Er rief sie zu sich. Sie legte sich über sein Knie. Seine Hand kam herunter. Es tat weh. Es brannte. Es war gut.

Aber es war nicht genug.

Nach der vierten Runde, als ihre Haut bereits rot war und ihr Atem flach ging, blieb sie auf seinem Knie liegen. Sie spürte seine Hand auf ihrem Po. Die Wärme. Das Zittern seiner Finger.

"Habe ich nicht eine Belohnung verdient?", fragte sie leise.

Die Worte kamen einfach. Sie hatte nicht darüber nachgedacht. Aber jetzt waren sie da, in der Luft zwischen ihnen.

Frederick schwieg. Seine Hand bewegte sich nicht. Für einen Moment dachte sie, sie hätte alles zerstört.

Dann beugte er sich vor. Sein Mund war nah an ihrem Ohr. Sein Atem streifte ihre Haut.

"Oh ja", flüsterte er. "Du darfst dich masturbieren."

Franziska erstarrte.

Ihr Gesicht wurde knallrot. Die Hitze schoss ihr in den Kopf, breitete sich aus, erfasste ihren ganzen Körper. Sie konnte nicht atmen. Sie konnte nicht denken.

Was?

Er sagte es so ruhig. So selbstverständlich. Als wäre es das Normalste der Welt.

Sie lag immer noch über seinem Knie. Nackt. Seine Hand auf ihrem Po. Sein Atem an ihrem Ohr.

Ihr Herz raste.

Der Teufel in ihr flüsterte: Mach es.

Die Stimme war laut. Deutlich. Sie übertönte alles andere.

Mach es. Vor ihm. Er will es. Er hat es dir erlaubt.

Franziska schloss die Augen. Sie spürte das Kribbeln zwischen ihren Beinen, die Feuchtigkeit, das Pulsieren. Es war so stark, so überwältigend.

Mach es.

Ihre Hand zitterte, als sie sich langsam bewegte. Sie wusste nicht, wohin. Sie wusste nur, dass sie es tun würde. Dass sie es tun musste.

Franziska erhob sich. Ihre Beine zitterten, als sie zu seinem Bett ging und sich rücklings darauf legte. Die Bettdecke war weich unter ihrem nackten Rücken, der Kissenbezug roch nach ihm.

Sie spreizte die Beine. Langsam. Bewusst. So dass er alles sehen konnte.

Frederick saß auf dem Stuhl, keine zwei Meter entfernt. Seine Augen waren dunkel, sein Gesicht ausdruckslos, aber sie sah, wie seine Hände die Stuhllehne umklammerten. Wie seine Finger sich in den Stoff gruben.

Franziska blickte ihn an. Provozierend. Herausfordernd. Ihr Blick sagte: Sieh zu. Sieh mir zu.

Dann hob sie ihre Hände.

Ihre Finger fanden ihre Brüste. Sie streichelte sie, kreiste um die Nippel, die ohnehin schon hart waren. Sie drückte leicht, zog daran, ließ ihre Finger über die empfindliche Haut gleiten. Ein leises Stöhnen entwich ihren Lippen. Sie hatte es nicht kontrollieren können.

Sein Blick folgte ihren Händen.

Ihre Hand wanderte tiefer. Über ihren Bauch, der sich unter ihrer Berührung hob und senkte. Über den Schamhügel, wo die feuchte Wärme bereits aus ihr herausquoll. Sie spürte es, fühlte, wie ihre Finger gleitend darüberfuhren.

Dann fand sie ihren Kitzler.

Der erste Kontakt ließ sie den Atem anhalten. Sie kreiste langsam, sanft, spürte, wie ihr Körper darauf reagierte. Ihre Beine zitterten, ihr Becken hob sich leicht von der Matratze.

Sie hielt den Blickkontakt. Sie wollte, dass er sah. Dass er wusste, was er in ihr auslöste.

Der Druck baute sich auf. Langsam, dann schneller. Ihre Finger bewegten sich im Rhythmus ihres Herzens. Sie spürte, wie die Welle kam, wie sie größer wurde, wie sie alles in sich aufnahm.

Dann brach sie los.

An das, was danach kam, konnte sie sich kaum noch erinnern. Es war wie ein Explosion. Wie tausend Sterne, die hinter ihren Augenlidern aufleuchteten. Ihr Körper bog sich durch, ihre Lippen öffneten sich zu einem stummen Schrei, ihre Beine zuckten, ihr Becken hob sich von der Matratze, als würde sie schweben.

Die Welle rollte durch sie hindurch, und sie spürte nichts mehr außer diesem einen Gefühl. Diesem überwältigenden, alles verschlingenden Gefühl.

Sie kam. Und kam. Und kam.

Als sie wieder zu sich kam, lag sie keuchend auf dem Bett. Ihr Körper war feucht vor Schweiß. Ihr Herz raste. Ihre Beine zitterten immer noch.

Sie öffnete die Augen.

Frederick saß immer noch auf dem Stuhl. Sein Gesicht war rot, seine Lippen leicht geöffnet, seine Augen auf sie gerichtet. Seine Hand lag auf seinem Oberschenkel. Ihre Finger zitterten.

Er sagte nichts.

Sie sagte nichts.

Die Stille war laut. Sie war voller ungesagter Worte. Voller Fragen. Voller Verlangen.

Franziska schloss die Augen wieder. Sie spürte, wie der letzte Nachhall der Welle durch ihren Körper zog.

So heftig war sie noch nie gekommen.

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