Wie geht es weiter ?
Überraschender Besuch
Ich hatte die Begegnung mit dem kleinen Mädchen beinahe schon wieder vergessen, als es eines Abends an der Haustür klingelte. Ich ging zur Haustür, öffnete sie und sah zu meinem Erstaunen meine Exfrau Julia vor der Türe stehen. „Was machst du denn hier?“ fragte ich überrascht. Es war viele Jahre her, das ich das letzte Mal mit meiner Exfrau gesprochen hatte, und bei ihrem letzten Besuch hier hatten wir sogar miteinander gestritten. „Darf ich reinkommen?“ fragte Julia leise. Ich musterte meine Exfrau genauer. Julia sah sehr müde und erschöpft aus. Jegliche Streitlust schien ihr abhandengekommen zu sein. „Bitte, komm herein“, sagte ich und führte Julia in das Wohnzimmer. „Bitte, setz dich. Möchtest du etwas zu trinken?“ Julia nickte dankbar und bekam dafür kurze Zeit später ihren Lieblingsdrink von mir serviert.
„Was kann ich für dich tun, Julia?“ fragte ich gespannt. „Es tut mir leid, wenn ich Euch so spät am Abend noch störe“, sagte Julia und sah sich nervös um. Offensichtlich dachte sie, dass ich noch mit Birgit oder sonst einer Frau zusammenlebe. „Ich habe gerade ein sehr großes Problem in Form eines äußerst störrischen kleinen Mädchens zu Hause“, fuhr sie fort. „Ich wusste nicht, dass Ihr eine kleine Tochter habt. Meinen Glückwunsch“, erwiderte ich und hasste Achim noch mehr dafür, dass er nicht nur meine Frau gestohlen hatte. „Du hast sie vor ein paar Tagen kennengelernt“, lächelte Julia. Ich war überrascht und sprachlos. Sollte das kleine Mädchen etwa tatsächlich Julias Tochter gewesen sein? Das würde jedenfalls erklären, warum mir die Kleine auf den ersten Blick so bekannt und vertraut vorgekommen war. Sie hatte mich an Julia erinnert, die als junges Mädchen so ähnlich wie ihre kleine Tochter ausgesehen hatte.
„Und was habe ich damit zu tun?“ fragte ich, als ich meinen ersten Schock überwunden hatte. „Wenn ihr Probleme mit eurer Tochter habt, dann soll Achim sich darum kümmern. Schließlich ist er ja der Vater.“ Julia verzog schmerzlich ihr Gesicht. „Ich bin heute eine zweifach geschiedene, alleinerziehende und dazu von ihrer eigenen Familie verstoßene Mutter“, sagte sie leise und wischte sich eine Träne aus den Augen. „Ich muss schwer dafür arbeiten, damit ich meiner kleinen Tochter ein anständiges Leben bieten kann“, fuhr sie fort. „Ich möchte Dir und Deiner Frau wirklich keine Schwierigkeiten machen, aber Jasmina hat die Wahrheit herausgefunden und möchte nun unbedingt ihren leiblichen Vater kennenlernen.“ Ich nickte zwar zustimmend, konnte aber immer noch nicht erkennen, was das alles mit mir zu tun haben sollte. Julia holte tief Luft: „Jasmina wurde am 1. Mai geboren, das sind genau 9 Monate, nachdem wir das letzte Mal Sex miteinander hatten …“
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