Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 3 by Papas_Liebling Papas_Liebling

What's next?

Waschtag

"Ich mache nur schnell die Wäsche", rief ich mit dem vollen Korb in den Händen, als ich an Davids Arbeitszimmer vorbeiging. Es war noch früh, aber David saß bereits am Schreibtisch. Die Tür stand einen Spalt offen. Hindurch sah ich, wie er in seiner üblichen stillen Konzentration auf seinem Laptop tippte. Ich war mir nicht einmal sicher, ob er mich gehört oder auch nur bemerkt hatte – er sah kaum auf. Aber ich wusste, dass er mich wahrnahm. Immer. So sicher wie ich atmete.

Ich wollte auch fleißig sein, damit er stolz auf mich sein konnte. Also beschloss ich, nicht zu trödeln, sondern sofort nach dem Aufstehen mit der Hausarbeit zu beginnen. Natürlich hatte ich mir nicht die Mühe gemacht, mich vorher umzuziehen. Ich hatte ja noch mein Nachthemd an. Es war überbreit, weich und reichte unten kaum über meine Oberschenkel. Ich zog nichts darüber. Darunter trug ich auch nichts. Keinen BH. Keine Unterhose. Das war keine Absicht, bestimmt nicht. Zumindest nicht ganz.

Die Waschmaschine stand im Keller, am Fuß der Treppe. Der Korb war randvoll und schwer. Ich bückte mich, um die Tür der Waschmaschine aufzuschieben, und der Saum meines Nachthemds rutschte hinten hoch bis über meine Hüften. Ich blieb so lange so stehen, bis ich alle Wäsche in die Maschine gesteckt hatte.

Ich hörte nichts mehr von oben. Das Tippen hatte aufgehört.

Ich richtete mich schnell auf und drehte mich um – gerade rechtzeitig, um David am oberen Ende der Treppe zu sehen, eine leere Tasse in der Hand.

„Oh“, sagte ich und blinzelte ihn an, als wüsste ich nicht, worauf seine Augen die ganze Zeit über geruht hatten. „Ich habe dich gar nicht gehört.“

Sein Blick war neutral. Zu neutral. „Ich wollte mir nur einen frischen Kaffee aus der Küche holen", sein Tonfall neutral wie immer. Als würde das irgendetwas beweisen, hielt er mir die leere Tasse hin. "Brauchst du Hilfe?“, fragte er.

Ich schüttelte den Kopf. „Nein. Ich werfe nur eine Ladung Wäsche ein.“ Ich klopfte auf die Waschmaschine und lächelte. „Alles klar.“

Er nickte und trat einen Schritt zurück. „Okay. Pass nur auf, wo du hintrittst. Der Treppe ist rutschig, wenn sie feucht ist.“

„Klar“, sagte ich, immer lächelnd, mit knallroten Wangen, mir sehr bewusst, wie wenig ich anhatte. „Danke.“

Er drehte sich um und verschwand. Kein weiterer Kommentar. Kein Blick zurück. Kein Anzeichen von Schwäche.

Und doch – ich wusste, dass er alles gesehen hatte.

Das war ja irgendwie der Sinn der Sache gewesen, oder?

What's next?

Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)