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Chapter 30 by Meister U Meister U

What's next?

Vor dem Club herrschte Chaos

Eigentlich nichts ungewöhnliches, nur drei Stunden zu früh. Die enge Straße war voller Menschen. Es waren fast nur junge Männer, die in Gruppen standen, in Lederjacken, mit kurzen Blicken und langem Grinsen. Sie waren wegen Johanna da, das wusste sie. Sie tranken Bier aus Flaschen. Ihre Stimmen waren laut, ihre Blicke streiften sie, als sie auftauchte.

Viele Motorräder blockierten den Gehweg. Schwere Maschinen in Schwarz und Chrom. Sie standen dicht gedrängt. Ihre Tankdeckel glänzten im Licht der Straßenlaternen. Von den Maschinen lehnten Männer, musterten sie offen, verglichen sie kichernd mit Videos auf ihren Smartphones. Ein paar grinsten sie obszön an.

Ein großer Türsteher mit Glatze kontrollierte die Gäste. Er trug eine schwarze Lederweste. Seine Arme waren mit Tätowierungen bedeckt. Freya musterte die Menge. Sie trug eine enge Lederhose. Ihre Beine wirkten lang in den Stiefeln. "Unprofessionell", sagte sie kühl.

Saya lächelte. Ihr rotes Cape war aus Seide. Es bewegte sich im Wind. "Das wird interessant."

Bernd schob sich nach vorne. Sein Hemd war schwarz. Es spannte über seinen Schultern. Der Türsteher erkannte ihn. Er hob die Absperrkette.

Johanna folgte. Die Blicke der Wartenden brannten sich in ihre Haut, ein einziger, gieriger Streifzug. Sie wurde von allen Seiten gemustert, von oben bis unten. Ihre hohen Absätze klackten auf dem Pflaster. Der Rock war so kurz, dass die Luft ihre Oberschenkel küsste. Sie spürte die Blicke der Wartenden, spürte, wie sie in sie vordrangen, und ein Zucken durchfuhr sie. Sie war den ganzen Tag leer gewesen, hatte keinen Schwanz gespürt, und jetzt machte diese brutale Aufmerksamkeit sie total rollig.

Dann verschluckte sie das Dunkel des Clubs.

Freya hielt Johanna ein schwarzes, ledergebundenes Buch hin. Es sah aus wie eine Speisekarte. Darin standen, in eleganter Schrift, drei Gerichte.

Johanna spürte noch immer das Nachbrennen aller Blicke auf ihrer Haut, die ungestillte Hitze zwischen ihren Beinen. Als ihre Finger das kühle Leder berührten, durchzuckte sie eine Welle der Erwartung. Hier war der Weg, sie zu stillen.

„Deine möglichen Aufgaben für die Nacht“, sagte Freya. Ihre Stimme war sachlich, doch ihr Blick bohrte sich in Johanna. „Du gehst herum. Du zeigst das den Gästen. Du erklärst es ihnen. Und du sagst ihnen, wie sehr es dich anmacht. Jedes Detail.“

Johanna nahm die Karte. Der Ledereinband fühlte sich an wie eine zweite Haut, eine Verheißung. Sie atmete tief ein, spürte, wie der enge Stoff ihres Tops sich über ihrer Brust spannte, und ging zur ersten Gruppe. Drei Männer in Lederhosen, die sie schon beim Eintritt verschlungen hatten. Sie hielt ihnen die Karte hin, ließ sich Zeit, damit ihr Duft, die Nähe ihres Körpers, sie voll erreichten.

„Das Menü“, sagte sie. Ihre Stimme war klar, doch darunter lag ein dunkler, rauchiger Unterton. Sie ließ den Finger langsam über die erste Option gleiten. „Ich werde am Andreaskreuz gefesselt. Die Kugeln in mir sind im Dauerorgasmus-Modus. Dazu wird Bukakke gereicht.“ Sie hob den Blick, sah jedem der Männer direkt in die Augen, bevor ihr Mund sich zu einem süßen, bösen Lächeln verzog. „Der Gedanke, dass ich da stehe, völlig ausgeliefert, während mein Körper ununterbrochen kommt und ich ersticke…“ Sie senkte die Stimme zu einem vertraulichen Flüstern, das nur ihre Gruppe hörte. „Das macht mich so nass, dass ich es jetzt schon durch meinen Slip spüre.“

Die Männer starrten sie an, gebannt von der direkten, schamlosen Offenbarung. Einer von ihnen griff sich mit einem dumpfen Stöhnen an den schon deutlichen Vorsprung seiner Hose. Ein anderer, dessen Atem heiser ging, ließ seine Hand nicht mehr von ihr. Sein Blick war glasig vor Gier, als er langsam, fordernd, ihren kurzen Rock nach oben schob. Seine Finger gruben sich in das weiche Fleisch ihres nackten Arsches. „Ich denke, du hast mehr verdient“, knurrte er, seine Berührung war fordernd und besitzergreifend.

Sie ging weiter. Ihre Absätze schlugen einen rhythmischen Takt auf dem Betonboden, ein unwiderstehliches Metronom für die Blicke, die ihr folgten. Sie steuerte auf ein junges Pärchen zu. Die Frau lehnte sich vertraut an ihren Begleiter, doch ihre Augen waren schon auf Johanna fixiert, neugierig und scharf.

Johanna öffnete die Karte und ließ ihren Finger mit betonter Langsamkeit über Option Zwei gleiten. „Ich werde auf den Bock geschnallt. Mein Arsch wird so lange bearbeitet, bis er glüht. Meine Möse von allen gefickt, bis sie wund ist.“ Sie biss sich auf die Unterlippe, ein kleiner, vielsagender Akt der Selbstbeherrschung. „Ich werde danach nicht mehr sitzen können. Es erinnert mich den ganzen Tag daran, was für eine Hure ich bin.“ Sie hielt den Blick der Frau fest, forderte eine stillschweigende Komplizenschaft heraus, bevor sie sich dem Mann zuwandte, dessen Atemzug sich spürbar vertieft hatte.

Das Paar sah sich an. Ein wortloser, elektrisierender Moment. Dann lächelte die Frau, ein eindeutiges, zustimmendes Lächeln, und nickte fast unmerklich.

Jetzt zu den zwei jüngeren Männern, die etwas unbeholfen an der Bar lehnten. In ihren Augen lag eine Mischung aus Nervosität und unverhohlener Gier. Johanna trat nah an sie heran, sodass sie den Duft ihres Parfums und ihre Körperwärme spüren konnten. Sie präsentierte Option Drei. „Ich bin das Versuchskaninchen. Sie werden mir Nadeln setzen. Blut abnehmen. Infusionen legen. An mir üben.“ Ihr Atem ging jetzt merklich schneller, die Vorstellung durchflutete sie mit einer seltsamen, prickelnden Erregung. „Die Vorstellung, dass ich da liege, ganz still, und sie machen mit mir, was sie wollen… das ist so verdammt erregend.“

Einer der jungen Männer wurde knallrot, sein Adamsapfel hüpfte, als er schluckte. Sein Freund starrte regungslos auf den geschwungenen Ausschnitt ihres Tops.

Johanna schloss die Karte mit einem sanften, finalen Klapp. Sie strich sich langsam über den Saum ihres kurzen Rocks, eine Geste, die jede ihrer Worte bekräftigte. „Also?“, fragte sie, und ihre Stimme war ein honigsüßes, gefährliches Raunen. „Hat jemand Appetit bekommen?“

Sie ließ die Stille einen Moment wirken, drehte sich dann auf dem Absatz um und ging mit betontem Hüftschwung zurück zu Freya. Ihr Herz schlug hart und schnell gegen ihre Rippen. Vor Stolz. Vor Vorfreude.

"Und jetzt", flüsterte Freya ihr ins Ohr, während ihre Hand fest auf Johannas unterem Rücken lag, "ist es Zeit, die Bestellungen zuzubereiten."

Johanna nahm das ihr dabei gereichte Glas Wasser und trank es in langen, gierigen Zügen. Die Flüssigkeit kühlte ihre brennende Kehle, aber sie konnte die lodernde Hitze in ihrem Körper nicht löschen, die sich tief in ihrem Becken zusammenzog. Dann führte Freya sie durch einen schmalen, dunklen Gang zum Andreaskreuz. Das schwarz pulverbeschichtete Metall fühlte sich kalt an unter ihren Fingerspitzen, als sie es berührte – ein eiskalter, verheißungsvoller Kontrast zu der Glut, die unter ihrer Haut wartete.

Zu ihrer Überraschung zog Freya ihr nicht die Kleidung aus. Der enge Rock und das Top blieben an ihr. Nur ihre Hände und Knöchel wurden mit weichen, aber unnachgiebigen Lederriemen fixiert. Sie war gefesselt, aber bedeckt. Die Demütigung war eine andere, intimere.

Dann setzten die Kugeln ein.

Nicht das vertraute, aufreibende Summen des Tages drang zu ihr, sondern sofort eine höhere Frequenz. Ein vibrierender Wirbelsturm packte sie direkt in ihrem Kern, ließ ihr keine Zeit, sich zu wehren oder zu gewöhnen. Er riss jeden Muskel sofort in eine unerbittliche Anspannung.

Ihr Kopf schmetterte gegen das kalte Metall. Ein lautes, gellendes Stöhnen brach aus ihr heraus – ein Laut, der nichts mit Lust zu tun hatte. Er war der reine Sound einer physiologischen Reaktion. Die ganze aufgestaute, künstlich genährte und unterdrückte Erregung des Tages, die Stunden der Quälerei, die winzigen, verweigerten Höhepunkte, alles entlud sich in diesem einen, gewaltsamen Moment..

Ihr Körper bog sich in den Fesseln, ein einziger, zuckender Bogen. Die Vibration hämmerte in ihr, ein unaufhaltsamer, perfekter Rhythmus, der direkt auf ihren Punkt zielte. Es dauerte nur Sekunden. Sie kam. Heftiger als je zuvor in ihrem Leben. Ein Orgasmus, der wie eine Explosion war, die sie auseinanderriss. Ein Schrei, der in einem würgenden Keuchen endete. Ihr ganzer Körper zitterte in den Nachwehen, schwach, ausgelaugt, völlig leer gebrannt.

Freya, die das Ganze mit verschränkten Armen beobachtet hatte, trat näher. Sie strich Johanna eine feuchte Strähne aus der Stirn. Dann lächelte sie ihr kühles, wissendes Lächeln.

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