Sollten die nicht erst mal an ihre Mission denken?

Tun sie auch

Chapter 74 by Hentaitales Hentaitales

Nachdem die beiden den Rest des Abends auf der Bettcouch verbrachten, wurden sie am nächsten Morgen recht früh von Alex' Handy geweckt. Es war Pandora. "In einer Stunde fahrt ihr los", wies sie die beiden an, "damit wir genug Zeit für alles haben!"

"Was meinst du mit 'für alles'?" wollte Jessie verschlafen wissen. "Wir reden mit Asha - und weiter?"

"Ehe ihr Kontakt aufnehmt, will ich sichergehen, dass ihr nicht beobachtet werden", gab Pandora zurück. "Das heißt, ihr bewegt euch etwa eine Stunde unauffällig am Zielort, und ich überwache, ob euch jemand überwacht. Und wenn ja, stelle ich sicher, wer das ist und dass er das nicht mehr tut. Außerdem werdet ihr den Kontakt schon um zehnfünfzehn aufnehmen, nicht erst um elf."

Alex blinzelte verwirrt. "Aber Asha macht das Restaurant doch erst um elf auf!"

Ein leises Stöhnen kam aus seinem Handy. "Blitzmerker, genau deswegen doch! Ab elf können uns jederzeit Zivilisten in die Quere kommen. Asha ist gewöhnlich schon um neun vor Ort und bereitet das Essen vor. Zehnfünfzehn hat sie dann einen Großteil auf dem Herd und wartet nur noch darauf, dass alles fertig wird. Das ist ein guter Zeitpunkt, sie abzupassen."

"Offenbar hast du sie schon ziemlich gut ausgespäht", meinte Jessie. "Ich nehme an, du machst uns die Tür auf, das wir rein können?"

"Nein, das wird sie selbst machen. Sie erwartet nämlich das Gesundheitsamt für um die Zeit. Womit ihr wisst, welche Rollen ihr übernehmt."

Alex musste lachen. "Wir sehen aber nicht aus wie das Gesundheitsamt, Pandora. Unsere Kleidung passt nicht dazu. Das wird die uns nie im Leben abnehmen!"

Erneut kam ein leises Stöhnen aus dem Handy. "Sagte ich nicht, ihr bewegt euch eine Stunde unauffällig am Zielort? Das ist natürlich die Zeit, in der ihr euch die nötige Kleidung besorgt! Was ist unauffälliger als Leute, die Klamotten einkaufen gehen?"

"Hättest du auch gleich sagen können", beschwerte sich Jessie.

"Hätte ich wohl müssen", gab Pandora süffisant zurück, "nachdem ihr zwei offenbar nicht mitdenken könnt. Aber keine Sorge. Ab hier erkläre ich alles ganz langsam, Schritt für Schritt."

Wenigstens während des Frühstücks ließ sie die beiden noch einmal in Ruhe, und so konnte sich Jonas in aller Ausführlichkeit nochmals bei Jessie für den "schönen Abend" gestern bedanken, und umgekehrt konnten sie und Alex auch ihm für seine Gastfreundschaft danken. "Ich hoffe, du kriegst nie Ärger wegen uns", meinte Jessie, "es sind Leute wie du, wegen denen wir überhaupt was gegen diesen ganzen Mist machen können."

"Was werdet ihr jetzt tun?" wollte Jonas wissen.

"Werden wir dir nicht sagen", gab Alex zurück, "denn wenn du was weißt, gibt's einen Grund für den Staat, es aus dir rauszuholen. Und das will dir keiner antun. Ein paar von uns sind schon echt durch die Hölle gegangen, weil der Staat gar keine Skrupel kennt. Besser, wenn du ihm nichts Nützliches anbieten kannst."

Jonas schluckte. "Okay... Na ja, vielleicht erzählt ihr mir ja irgendwann mal ein bisschen mehr. Aber könnt ihr mir noch einen Gefallen tun?"

Jessie sah von ihrem Kaffee auf. "Welchen?"

"Sagt Eidolon, dass ich immer noch an sie denke." Er errötete leicht. "Sie hat- Also, sie weiß, was ich für sie empfinde. Und da hat sich auch nichts dran geändert. Vielleicht überlegt sie es sich ja doch noch mal, das Angebot, das ich ihr gemacht hab. Ich würde mich wirklich gut um sie kümmern! Sagt ihr ihr das bitte noch mal? Es ist ja nur noch ein Jahr hin."

"Machen wir gerne", nickte Jessie. "Aber ganz offen, ich glaub nicht, dass du dir da viel Hoffnungen machen kannst. Eidolon ist... nicht unbedingt sesshaft, wenn du verstehst, was ich meine."

Leise seufzte Jonas. "Aber ich werde trotzdem weiter von ihr träumen. Was kann ein Mann denn machen, wenn nicht träumen?"


"Hat ihm Eidolon echt nicht gesagt, dass er eigentlich ein Mann ist?" wollte Alex wissen, als er etwas später mit Jessie zusammen im Auto saß.

"Es ist sogar noch schlimmer als das", seufzte Jessie. "Er denkt, Eidolon wäre eine japanische Austauschschülerin, und inzwischen wäre sie siebzehn."

Alex' Augen weiteten sich. "Er ist... ein Pädo?"

Jessie zuckte mit den Schultern. "Das glaube ich weniger - er konnte ja auch mit mir was anfangen. Aber du weißt ja, wie Eidolons Kräfte funktionieren: er wird zu der Person, von der jemand träumt, und die Träume von Jonas drehen sich offenbar um japanische Oberschülerinnen. Weshalb er 'sie' auch nie wieder treffen wird. Wir können uns nämlich nicht sicher sein, ob 'sie' in seiner Vorstellung inzwischen älter geworden ist, und wenn 'sie' ewig sechzehn bleibt, wird er merken, dass da etwas nicht stimmt."

"Aber dann verarscht ihr ihn!" bemerkte Alex. "Ihr gaukelt ihm was vor, damit er euch weiterhin hilft!"

"Ey, er hat uns aus freien Stücken seine Hilfe angeboten!" warf Jessie ein. "Da kannte er Eidolon noch gar nicht. Und er weiß, dass 'sie' ein Gestaltwandler ist. Wenn er sich den Rest nicht denken kann, ist das nicht unsere Schuld."

Die Begründung fand Alex wenig überzeugend. "Ehrlich, ich finde, ihr solltet ihn aufklären. Vielleicht nicht ganz so abrupt wie den armen Kerl im Gefängnis, aber ich finde es kacke, wenn wir unsere Unterstützer verscheißern."

Erneut zuckte Jessie mit den Schultern. "Dann schlag's Eidolon vor, wenn wir wieder daheim sind. Jonas ist sein Problem und nicht meins. Und ich möchte nicht wie Pandora klingen, aber so langsam sollten wir uns auf die Aufgabe konzentrieren, die vor uns liegt. Pandora, du hörst doch inzwischen bestimmt mit, oder?"

"Logo", kam Pandoras Stimme aus der Soundanlage, "aber nur mit einem halben Ohr. Bin noch in ein oder zwei Vorbereitungen. Lass mal schauen... Gute halbe Stunde noch bis zu eurem Zielort. In ein paar Minuten geb ich euch über das Navi Koordinaten, an denen ihr das Auto parken könnt. Oh, und Roadie?"

"Mh?"

"Bin ganz deiner Meinung, was Leute wie Jonas angeht." Zum ersten Mal, seit dem er sie gehört hatte, war so etwas wie Anerkennung in ihrer Stimme. "Wenn wir nicht offen und ehrlich mit denen umgehen, die uns unterstützen wollen, machen wir genau das, was die Regierung von uns behauptet. Lügen und betrügen und Menschen ausnutzen. Unsere Freunde haben was Besseres verdient."

Alex war überrascht. "Äh, danke. Schön, dass du auch so denkst."

Mit einem Grinsen stupste ihn Jessie an. "Hab ich's dir nicht gesagt? Pandora mag dich!"

Start your own immersive adult AI roleplay story
Ad

Hoffentlich macht sie der Kommentar nicht sauer...

Previous Chapter Start Over View Story Map

0 comments