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Chapter 8 by Levantin Levantin

Was wird sie ihm sagen? Wie wird ihre Beziehung in Zukunft aussehen?

Slow burn Pfad

"Es tut mir leid, dass ich die Situation ausgenutzt habe. Zumindest ein bisschen. Ich wollte nur, dass du weißt, dass ich eigentlich kein schlechter Mensch bin. Ich weiß, wir haben uns erst vor Kurzem getroffen, und wir sind noch nicht wirklich eng geworden. Aber du musst zugeben, dass es nicht ganz meine Schuld war."

Während all das aus ihr herausströmte, saß ich einfach da und starrte sie ausdruckslos an. Ihre Worte erreichten mich, aber ihre Bedeutung drang nur langsam zu mir durch.

"Du bist nicht gerade der Typ, der gerne auf andere zugeht, und du hast keine Anstrengungen unternommen, um mich kennenzulernen. Ich habe dich mehrmals eingeladen, mit mir und meinen Freunden in eine Bar zu gehen, aber du hast immer abgelehnt", seufzte sie und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück.

Es schien, als wartete sie auf eine Reaktion von mir. Ich war von der Situation überwältigt. Vor mir saß Loona, die Loona, die so unschuldig aussehen konnte, dass sie jeder für die neue Jungfrau Maria erklärt hätte. Die gleiche Loona, die mich vor fünf Tagen bei meinem "Hobby" erwischt hatte und mich seitdem mit Videos davon erpresste. Und jetzt entschuldigte sich diese Loona bei mir für die Ängste, die ich in den letzten Tagen erlebt hatte, weil ich nicht mit ihr und ihren behinderten Freunden getrunken war? Langsam, aber sicher wurde ich wütend. Was ist hier los? Wer glaubt sie, wer sie ist, und was sie sich erlauben kann?

"Habe ich das richtig verstanden? Du entschuldigst dich bei mir?", fragte ich. Meine Stimme klang genauso unsicher wie ich mich fühlte.

"Nein, das habe ich nicht gesagt", lehnte sie sich in ihrem Stuhl nach vorne. Die unschuldige Aura, die sie umgeben hatte, verschwand und wurde von einem lauernden Lächeln und strahlenden grünen Augen abgelöst. "Was passiert ist, hast du dir selbst zuzuschreiben. Ich habe dich nicht ausgezogen, dir einen vibrierenden Plug in den Hintern geschoben und dich an dein Bett gefesselt. Das war alles du, nur du."

Ich schluckte, und meine Erregung flammte erneut auf. Sie hatte recht, zumindest zum Teil. Wenn sie nicht entschuldigen wollte, was wollte sie dann? Hatte ich einmal mehr die Situation missverstanden? Diese Frau brachte mich zum Wahnsinn. Jedes Mal, wenn ich dachte, ich verstehe ihre Absichten und kann die Zeichen deuten, machte sie eine 180-Grad-Wendung.

"Aber ich habe keine Fotos oder Videos von mir gemacht und damit gedroht, sie zu veröffentlichen."

Loona grinste ein wenig breiter. "Genau genommen habe ich das auch nicht getan. Ich habe nur gefragt, was ich von dir bekomme, wenn ich sie nicht veröffentliche. Ich habe nie gesagt, dass ich sie veröffentlichen werde, wenn ich nichts bekomme. Und sag mir nicht, dass es dir nicht gefallen hat."

Das konnte doch wohl nicht war sein. Sie hatte tatsächlich die Dreistigkeit, das zu sagen. Ein Teil meines Gehirns, den ich normalerweise unterdrückte, versuchte sich an die Oberfläche zu kämpfen - derselbe Teil, der für das Chaos verantwortlich war, in dem ich mich gerade befand. Ich drängte ihn zurück.

"Meinst du das ernst? Mit dem Leben und den Gefühlen von jemandem zu hantieren ist kein Spiel." meine Stimme wurde bei den letzten Worten lauter, und ich lehnte mich nach vorne.

Loona Gesichtsausdruck blieb berechnend, aber zum ersten Mal sah ich einen Hauch von Zweifel in ihren Augen aufblitzen. "Du hast keine Ahnung, was ich in den letzten Tagen durchgemacht habe...", sagte ich und verstummte mitten in meinem Satz, als Loona aufstand. Sie strahlte eine kalte und unnahbare Aura aus, die dazu führte, dass sich die Haare auf meinen Unterarmen aufstellten und sich mein Penis zu regen begann. Ich wollte erneut ansetzen, aber sie hob eine Hand, und ich verstummte.

"Sag mir eins, John, woran hast du das letzte Mal gedacht, als du dir einen runtergeholt hast, und komm jetzt nicht mit Ausreden."

Blut schoss mir in die Wangen, und meine aufkommende Selbstsicherheit, die sich zusammen mit meiner Wut aufgebaut hatte, war wie weggeblasen. "Ich... ich habe an... ich habe an die Situation von vor fünf Tagen gedacht", gestand ich und senkte meinen Blick.

"Das dachte ich mir, und ich habe in deinen Vorstellungen eine prominente Rolle eingenommen, nehme ich an. Oder sollte ich besser dominante Rolle sagen", Loona ging seitlich um den Tisch herum und setzte sich auf ihn. Ein Bein baumelte herab, das andere lag im Schneidersitz auf dem Tisch.

"Komm her", sagte sie mit einem bedrohlichen Ton, aber dennoch sanft. Wie eine strenge Mutter, die ihr Kind beim Naschen erwischt und es nun tadelt. Mein Kopf glühte mittlerweile rot, und das Blut rauschte mir in den Ohren. Meine trockene Zunge versuchte vergeblich, meine Lippen zu befeuchten. Ich beobachtete mich selbst, wie ich aufstand und auf sie zutrat. Es war fast so, als ob sie die Kontrolle über meinen Körper übernommen hätte. Ich blieb vor ihr stehen, und sie deutete mit ausgestrecktem Zeigefinger auf den Boden. Etwas in mir rebellierte und versuchte, die Kontrolle über meinen Körper zurückzugewinnen. Ich hob meinen Blick, und als mein Blick ihren traf, verschwand auch dieser Impuls, und meine Beine knickten unter mir ein. Auf dem Boden kniend, sah ich zu ihr auf. In dieses wunderschöne Gesicht, umrahmt von langen schwarzen Haaren und diesen grünen Augen, die meinen Blick gefangen hielten. Um ihren Mundwinkel spielte nun wieder dieses verschlagene Lächeln, und ihre Augen hatten dieses Funkeln, das ich so liebte. Mein Herz zog sich zusammen.

"Siehst du", sagte sie mit sanfter Stimme. "So ist es doch viel besser. Und jetzt sag mir, dass ich dir Unrecht getan habe. Du hast doch gern für mich die Wohnung sauber gehalten, und du genießt es doch, wenn du dich ausgeliefert fühlst, oder nicht? Warum sonst hast du dich selbst ans Bett gefesselt?"

Ich nickte schwach.

"Gut, du darfst jetzt meinen Schuh küssen."

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