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Chapter 12 by Meister U Meister U

What's next?

Sie musste hier weg

Die Rolltreppe zur Plaza der Elbphilharmonie war lang. Sie schien endlos in die Höhe zu steigen. Johanna stand reglos auf der sich bewegenden Stufe.

Erst jetzt, auf dem Weg nach oben, fiel es ihr auf. Der gläserne Tunnel, die steile Neigung. Sie blickte nach unten, auf die Menschen, die unter ihr auf die Rolltreppe aufstiegen.

Ihr Blick traf auf die einer ****. Der Vater schaute hoch. Sein Blick traf sie nicht, er traf das Kleid. Das dünne, graue Jersey, das im kalten Licht der Röhre fast durchscheinend wirkte. Er sah die Konturen ihrer langen, nackten Beine. Er sah die Undeutlichkeit zwischen ihnen, wo der Stoff an ihrer Haut anlag.

Sie spürte es gleichzeitig. Eine Wärme, die sich zwischen ihren Beinen sammelte. Dann die Feuchtigkeit. Nicht viel, aber genug, um einen dünnen, kühlen Film über ihre innere Oberschenkelhaut zu ziehen. Ein feuchter Streifen, der sich langsam nach unten arbeitete.

Sie presste die Beine zusammen. Die Bewegung war instinktiv. Doch das machte es nur schlimmer. Der Druck, die Reibung. Sie spürte jeden Faden des Kleides, jeden Zentimeter ihrer nackten Haut.

Oben angelegen, war ihr Gesicht heiß. Sie verließ die Rolltreppe. Der feuchte Streifen auf ihrer Haut kühlte sofort in der Luft der großen Halle.

Das Handy vibrierte in ihrer Tasche. Der Name ihrer Freundin Lena blinkte auf. Johanna zuckte zusammen. Die normale Welt meldete sich.

Sie ging zu einer Sitzbank auf dem Balkon der Elbphilharmonie, mit Blick auf den Hafen. Sie atmete tief durch und nahm den Anruf an.

"Hey Lena."

"Johanna! Wie ist es in Hamburg? Alles super?"

Johannas Blick glitt über die Schiffe, aber sie sah nur die Bilder der Nacht. Die Fesseln. Die Blicke der Blonden. Das Gefühl des Gürtels.

"Ja, total", sagte sie, ihre Stimme klang belegt. "Alles super. Die Stadt ist wahnsinnig schön." Sie spürte, wie die Feuchtigkeit auf ihrer Haut trocknete.

"Und die Jugendherberge? Ist das Zimmer in Ordnung? Bist du mit deinen Zimmergenossen klar gekommen?"

Johanna presste die Beine fester zusammen. Ein Zucken ging durch ihren Unterleib. "Das Zimmer ist... interessant. Gemischt. Alles ganz nett." Sie hörte ihre eigene Lüge.

"Cool! Und was hast du heute vor?"

"Ich... ich bin gerade in der Elbphilharmonie. Und vorher war ich im Miniaturwunderland." Und ich habe nackt vor Fremden gelegen. Und ich habe mich nicht berühren dürfen. Und ich will mehr.

"Wie schön! Schick mal Fotos!"

"Mach ich", log Johanna. "Hör mal, Lena, ich muss gleich weg. Mein Akku geht leer."

Sie beendete das Gespräch. Ihre Hand zitterte. Die Stimme ihrer Freundin war wie ein lauter, heller Scheinwerfer, der auf ihre dunkle, schmutzige neue Welt gerichtet worden war. Sie fühlte sich ertappt. Beschämt.

Dann vibrierte ihr Handy erneut. Eine Nachricht in der "Wunderland-Jagd"-Gruppe von Saya.

Hast du dich an die Regel gehalten?

Johanna biss sich auf die Lippe. Die Erregung war sofort wieder da, stärker als die Scham. Sie tippte eine Antwort.

„Ja. Bin auf der Elfi.“

"Schick ein Foto vom Hafen, aber so dass man deine auslaufende Möse sieht"

Johanna öffnete die Kamera-App. Sie drehte sich zur Fensterfront, den gewaltigen Hafen im Rücken. Sie hob das Kleid an, nur wenige Zentimeter, gerade genug. Sie hielt das Handy tief, der Blickwinkel zeigte die Skyline, die Schiffe, und im unteren Vordergrund die Öffnung ihrer nackten Beine. Den feuchten Schimmer auf ihrer inneren Haut.

Sie drückte ab. Klick.

Sie schickte das Bild in die Gruppe. Sie tippte die Beschreibung darunter:

*Der Hafen ist weit. Ich bin eng.“

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