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Chapter 12 by ThormGravis

Wie reagiert Remy?

Remy kann es nicht glauben

"Thomas?" Ihre Stimme spiegelte ihre völlige Überraschung wieder. "Thomas Lawrence?" Sie trat einen Schritt zurück und musterte den Kerl von oben nach unten. "Mein Gott, hast du dich verändert."

"Ich hab 40 Kilo abgenommen seit der Uni", erläuterte er.

"Ich hätte dich nie wiedererkannt", gab Remy zu. In ihrer Erinnerung war Thomas einfach nur fett gewesen, aber auch die Akne hatte sich zurückgebildet. Er war einer der Nerds und Freaks an der Uni gewesen, denen man nachsagte, sie würden mehr Zeit mit ihrem Computer als mit Frauen verbringen, aber Remy hatte ihn eigentlich ganz gerne gemocht und gelegentlich Zeit mit ihm verbracht - auch wenn sie damals eher auf Footballer und Basketballer gestanden hatte. Nun trat sie wieder heran und umarmte ihn ihrerseits. Die Beule in seiner Hose war nicht zu leugnen, aber so hatte er schon früher auf ihre Gegenwart reagiert.

"Hab ich gemerkt", grinste Thomas und schien erfreut zu sein, dass Remy ihn offenbar in positiver Erinnerung behalten hatte. "Du hast dich aber auch - ähm... leicht - verändert..."

"Was meinst du nur?" frotzelte Remy, der natürlich klar war, dass er ihre enorme Oberweite meinte. Immerhin hatte sie sich gegen seinen Brustkorb gedrückt, als Remy ihn umarmte. "Deine Reaktion auf mich hat sich aber offenbar nicht verändert", hauchte sie ihm ins Ohr und drückte leicht das Knie in seinen Schritt, bevor sie ihn wieder aus der Umarmung entließ.

"Ohh... ich... entschuldige...", stotterte Thomas erneut.

"Nein, war doch nur ein Scherz. Du bist immer noch so leicht zu verunsichern wie früher." Sie hatte sich damals durchaus einen Spaß daraus gemacht, Thomas und andere Nerds, die sie mochte, mit ihrem Sexappeal zu konfrontieren und sich an deren Unsicherheit zu erfreuen. Eine ganze Weile lang hatte sie mit den Jungs gelegentlich Dungeon&Dragons gespielt und sicherlich für jede Menge feuchter Träume gesorgt. "Und da wir geklärt haben, dass ich keine Nutte, sondern immer noch Ärztin bin", frotzelte sie weiter, "bleibt die Frage: Was treibst du hier?"

"Ich besuche ein paar alte Freunde von der Uni. Alan wohnt seit zwei Jahren hier - gleich um die Ecke - und hat ein paar Kumpels von damals eingeladen."

"Alan Durbhan?" Remy konnte sich wage an Alan, einen engen Freund von Thomas und ebensolchen Nerd, erinnern. "Er wohnt hier? Nur zwei Blocks von mir entfernt. Da muss ich ja wohl direkt vermuten, dass er hier hergezogen ist, um weiter zu spannen." Sie hatte Alan einmal erwischt, wie er sie heimlich unter der Dusche beobachtet hatte und war sich keineswegs sicher, ob er nicht noch weit öfter gespannt hatte.

"Ich glaub nicht, dass er weiß, dass du auch hier wohnst. Er hätte sicher von dir erzählt. Er war schon immer..." Thomas stockte.

"...geil auf mich", vollendete Remy den Satz und lächelte. Das war kein Geheimnis gewesen und sicher war er nicht der einzige gewesen, der bei einsamen Aktivitäten unter der Bettdecke an sie gedacht hatte.

"Ja, stimmt schon", gab Thomas zu. "Ich bin gerade auf dem Weg zu ihm. Ich wette, er würde sich freuen dich wiederzusehen. Das gilt wohl auch für Wang. Er ist auch eingeladen. Die anderen kennst du wohl nicht."

"Thomas Lawrence. Alan Durbhan. Liu Wang. Da ist ja fast die ganze alte Runde wieder vereint." Remy lächelte. Irgendwie reizte es sie, ihre alten bekannten wiederzusehen, auch wenn es sich nur um die Nerds von damals handelte.

Geht Remy mit?

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