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Chapter 52 by ThormGravis

Wie geht es weiter?

In einem Ring

Von Waldheim versetzte Lara einen harten Hieb in die Nierengegend. Er traf zwar nicht sonderlich präzise, entlockte der heißen Archäologin aber dennoch einen unterdrücken Schmerzenslaut. Er griff seine Waffe und drückte einen Knopf am Schreibtisch. Augenblicklich schwang die Tür auf und drei Wachen traten herein. Sie staunten nicht schlecht, als sie Lara gefesselt und offensichtlich gefickt vor sich sahen. Ein gieriges Lächeln spielte über ihre Lippen, zweifellos in der Hoffnung, dass ihr Boss ihnen ebenfalls etwas Spaß gönnen würde.

"Bringt sie in den Ring und trainiert mit ihr, aber seid vorsichtig. Selbst gefesselt sollte man dieses Tittenwunder nicht unterschätzen. Ich muss noch kurz ein paar Sachen regeln, dann komme ich nach und sehe mir die Show an", ordnete von Waldheim an und sah zu, wie zwei Männer Lara an den Armen packten und aus dem Raum schleiften, während ein dritter mit gezogenem Taser hinterher marschierte. Dann griff er zum Telefon und wählte eine Nummer. "Ich grüße sie, Dr. Berthold. Von Waldheim hier", begann er, als am anderen Ende abgehoben wurde, "mir ist durchaus bewusst, wie spät es ist, und ich würde sie nicht bemühen, wenn die Angelegenheit nicht von größter Dringlichkeit wäre. Ich benötige etwas von ihrem ganz besonderen..."

Mehr bekam Lara von der Unterhaltung nicht mit, als die Tür ins Schloss fiel und die Männer sie weiter den Gang entlang und dann eine Treppe hinunter zerrten. Sie überlegte, ob sie Widerstand leisten sollte, aber in ihrem gefesselten Zustand war dies eine heikle Angelegenheit. Sie rechnete sich gute Chancen aus, mit den beiden Grobianen, die sie gepackt hielten, fertig zu werden, zweifelte jedoch daran, dass sie ihr gelingen würde, bevor der dritte einen Schuss mit dem Taser abgeben konnte. Sie war schon von Elektroschockern und ähnlichen Waffen getroffen worden und konnte auf eine abermalige Erfahrung dankend verzichten.

Kurz darauf erreichte die kleine Gruppe, der sich mittlerweile noch zwei weitere Männer angeschlossen und somit Laras Gedanken an eine überraschende Gegenwehr endgültig beendet hatten, einen weitläufigen Kellerraum, der offenbar als Trainingshalle diente. Neben einigen typischen Geräten, wie man sie auch in jedem Gym fand und die vor allem dem Muskelaufbau dienten, sah Lara auch einen sechseckigen Kampfsportring und eine breite Fensterfront, hinter der etwas tiefer gelegen ein Indoorpool lag. Weitere Männer hatten sich bereits versammelt, entweder weil sie informiert worden waren oder weil sie ohnehin trainierten, und einige andere kamen hinter Laras Gruppe die Treppe herunter. Es waren alles große Kerle, denen man attestieren musste, gut in Form zu sein. Sie gehörten offensichtlich alle dem Sicherheitspersonal von Waldheims an. Die meisten waren muskulös und breitschultrig, die wenigen anderen zumindest sportlich und trainiert - aber alle sahen sie mit lüsternen Blicken an, aus denen die blanke Gier sprach, was Lara nicht sonderlich verwunderte. Immerhin trug sie nur einen Bikini-String.

"Hi Jungs", versuchte Lara die Männer mit einer jovialen Begrüßung zu verunsichern, "ich hoffe, ihr habt euer tägliches Trainingsprogramm allesamt brav absolviert. Sonst müsste ich euch beim Chef melden und der wür…" Ein Faustschlag in den Magen ließ sie verstummen. Lara krümmte sich und wurde von kräftigen Händen unter dem niedrigsten Seil hindurch in den Ring gerollt.

Der Mann mit dem Taser kletterte hinterher und richtete das Wort an die übrigen Männer. "Der Boss will, dass wir mit diesem heißen Miststück trainieren. Angeblich soll sie ganz schön hart drauf sein..."

"...hoffentlich auch hart im Nehmen...", unterbrach einer der Männer und griff sich dabei in den Schritt, damit auch wirklich jeder der Anwesenden kapierte, worauf seine Worte abzielten. Schallendes Gelächter und einige zustimmende Kommentare kamen als Antwort.

"Das werden wir schon bald herausfinden, aber bevor wir unseren Spaß mit diesem geilen Gerät haben, werden wir sehen, was sie sonst so drauf hat", fuhr der Sprecher fort. Lara schätzte, dass er eine Art Gruppenführer oder Schichtleiter war oder irgendeine andere gehobene Funktion beim Wachdienst innehatte, und prägte sich sein Gesicht ein, als sie langsam wieder auf die Beine kam. "Um es ihr nicht allzu schwer zu machen, fangen wir mit einem 1:1 an. Wer sie ficken will, wird sie wohl dazu zwingen müs…" Sein Satz endete mit einem schmerzhaften Jaulen, als Lara ihm von hinten das Knie zwischen die Beine stieß. Der Mann taumelte in die Seile und hatte sichtbar Mühe, das Gleichgewicht nicht gänzlich zu verlieren.

"Passt mal auf, Jungs. Ich gebe euch diese Chance nur einmal: Wer sich jetzt verzieht, hat die Gelegenheit, mit seinem Leben davon zukommen. Meine Laune wird sich kaum verbessern und ich versichere euch, dass ich dieses Angebot nicht wiederholen werde." Diesmal klang Laras Stimme nicht mehr freundlich, sondern entsprach der ernstgemeinten Drohung, die sie ausgesprochen hatte.

"Das Miststück hat eine ganz schön vorlaute Klappe." Unter den anfeuernden und nicht gerade jugendfreien Kommentaren seiner Kameraden, sprang ein großer Kerl mit sorgsam gepflegten Kinnbart auf den Rand des Rings. Er war muskulös und trug nur eine Sporthose. Langsam und die unterstützenden Rufe der anderen Söldner genießend beugte er sich zwischen dem zweiten und dritten Ringseil durch und bekam sogleich einen harten Kick an die Schläfe verpasst. Laras Angriff saß genau und der kräftige Kerl sackte augenblicklich ausgeknockt zusammen. Krachend landete er auf dem Boden außerhalb des Rings.

Für einen Moment schwieg die Menge. Nur Laras selbstbewusste Worte "Wer ist der nächste, der eine Tracht Prügel braucht?" durchdrangen die Stille. Dann sprang ein Schwarzer mit breiten Schultern und einem enorm definierten Oberkörper auf den Ring. Ohne die überhebliche Unachtsamkeit seines Vorgängers behielt er Lara stets im Blick, bis er zwischen den Seilen durch war. "Ich werde deine Titten durchkneten, bis dir die Implantate platzen", stieß er als Angriffsschrei hervor und stürmte vorwärts. Lara ließ ihn kommen, wisch im letzten Augenblick mit einer ebenso schnellen wie eleganten Drehung aus und rammte ihm vom eigenen Schwung getrieben, das Knie in den unteren Rücken, als er an ihr vorbei war. Sofort setzte sie nach und trat ihm von hinten in die Kniekehle. Sein Bein machte eine unnatürliche Bewegung und mit einem Schrei kippte der große Kerl um. Schmerzverzerrt hielt er sich das offenbar schwer verletzte Knie und rollte sich aus dem Ring.

Als dritter Gegner sprach ein weniger muskulöser Söldner in die Arena. Er war nur ein wenig größer als Lara und hatte den athletischen Körper eines Parcours Läufers. "Pack sie dir, Georg" und "Schnappt dir ihren geilen Arsch" kamen anfeuernde Rufe seiner Kameraden. Er tänzelte abwartend durch den Ring und verlagerte ständig das Gleichgewicht. Lara taxierte ihn kurz und rechnete es ihm hoch an, dass er nur selten einen genaueren Blick auf ihre pralle Oberweite warf. Offenbar war er ein echter Kämpfer. Sie ließ zu, dass er sie umkreiste, und stand weitgehend ruhig mittig im Ring, drehte nur leicht den Kopf nach links und rechts, um Georg stets im Auge zu behalten. Dann griff er urplötzlich mit einem Kick in Richtung ihres Kopfes an. Lara wisch mit einer rückwärtigen Rumpfbeuge aus, drehte sich und trat selbst mit einem Sprungangriff zu, doch ihr Gegner war schon abgetaucht und außer Reichweite. Die heiße Archäologin brauchte einen kurzen Moment, um mit den gefesselten Händen ihren sicheren Stand zurückzugewinnen, und Georg nutzte diese kurze Schwäche. Er verpasste Lara eine schnelle Schlagkombination und trieb sie unter dem Beifall der umstehenden Söldner in eine Ecke. Ohne ihre Arme konnte Lara nicht blocken, sondern nur ausweichen, so dass einige Schläge beinahe schon zwangsläufig trafen. In der Ringecke rammte Georg ihr das Knie in den Bauch, packte sie an ihrem Zopf, als sie sich leicht nach vorne krümmte, und schleuderte sie als Zeichen seiner Dominanz durch den Ring. Lara rollte in einer schnellen Bewegung ab und kam gerade rechtzeitig zurück auf die Beine, um dem nächsten Angriff auszuweichen. Einige kurze Schlagkombinationen folgten, denen Lara leicht ausweichen konnte, doch wurde ihr bewusst, dass ihr Gegner sie lediglich wieder in eine Ecke treiben wollte. Sie ließ ihn gewähren und ließ ihn unter dem Gejohle seiner Kumpane abermals eine Treffer mit dem Knie in ihren Magen landen. Lara keuchte, aber wartete geduldig auf ihre Chance. Dieser hier war vielleicht nicht so stark wie die beiden ersten, aber dennoch ein weit gefährlicherer Gegner.

Aber Lara scheute auch vor einer List nicht zurück. Letztendlich waren Männer immer von ihrer angeblich natürlichen Überlegenheit gegenüber allen Frauen überzeugt und dieser hier machte keine Ausnahme. Als Georg wieder nach ihren Haaren greifen wollte, war Lara zur Stelle und versetzte ihm einen ebenso unfeinen wie wuchtigen Kopfstoß. Der Mann stieß einen Schmerzensschrei aus und taumelte zurück. Blut strömte ihm aus der Nase und auch über dem linken Auge hatte sich eine stark blutende Wunde geöffnet. Lara setzte nach und rammte ihm das Knie zwischen die Beine. Keuchend und benommen ging der flinke Kerl zu Boden, wo Lara ihm einen gnadenlosen Tritt an den Kopf versetzte und ihn ins Land der Träume schickte. "Ihr müsst echt mehr trainieren, Jungs", höhnte Lara. Dabei spannte sie immer wieder ihre Unterarme an und zog ihre Hände auseinander, um diesen vermaledeiten Gürtel loszuwerden. Ihr war klar, dass sie sich mit gefesselten Händen nicht ewig würde behaupten können.

Für einen kurzen Augenblick herrschte abermals Stille. Offenbar hatten die Männer sich den Ablauf dieses sogenannten Trainings ganz anders vorgestellt. Dann sprangen unter wütenden Rufen gleich zwei große Männer, ein kahlgeschorener Schwarzer und ein Blonder mit Bürstenhaarschnitt, in den Ring. Sofort attackierten sie Lara von beiden Seiten. Lara tauchte elegant zwischen ihnen hinweg, so dass sie gegeneinander prallten. Lara versetzte dem Blonden einen harten Tritt in die Kniekehle und attackierte dann den anderen sofort. Ihr war bewusst, dass sie dafür sorgen musste, die beiden abwechselnd zu beschäftigen, wenn sie eine Chance haben wollte. Mit schnellen Drehkicks und eigesprungenen Attacken setze sie dem Schwarzen zu, bis sie ihn in eine Ecke getrieben hatte und mit einem harten Angriff seine Deckung durchbrach. Ihr Fuß traf ihn in Höhe des Zwerchfells und trieb ihm die Luft aus den Lungen. Zum Jubeln blieb allerdings keine Zeit. Sofort wandte sie sich wieder dem Blonden, stürmte auf ihn zu, sprang ab, drehte sich in der Luft und landete einen sauberen Treffer auf seiner Brust, der ihn in die Seile torkeln und fast aus dem Ring stürzen ließ.

Ein schneller Blick über die Schulter verriet ihr, dass der Schwarze sich gerade erst wieder berappelte. Lara zerrte an ihren Fesseln und tatsächlich gelang es ihr eine Hand zu befreien. Seiner Stabilität beraubt fiel von Waldheims Gürtel zu Boden und Lara war frei, dennoch verfinsterte sich ihr Blick, als sie sich im Bereich um den Ring umsah. Es waren weitere Männer herbeigekommen. Es mussten mittlerweile mindestens zwanzig sein. Wenn ihr nicht irgendeine List einfiel, würde es verdammt schwer werden, aus dieser Situation ungefickt herauszukommen.

Kann sich Lara ihrer Gegner erwehren?

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