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Chapter 14 by ThormGravis

Hat Remy genug Geld um die Fahrt zu bezahlen? Begibt sie sich zu ihrem Dealer? Oder hat sie erst noch etwas anderes vor?

Remy verhandelt mit dem Taxifahrer

Der Taxifahrer, ein Weißer Mitte 50 mit dickem Bauch und wenig Haaren, versuchte auf den ersten Kilometern mehrmals ein Gespräch mit Remy über diverse Belanglosigkeiten zu beginnen, wie es von einem Taxifahrer im Allgemeinen erwartet wurde, bemerkte jedoch recht schnell, dass sein heißer Fahrgast nicht das geringste Interesse an Konversation hatte. Er zuckte mit den Achseln. Er hatte ohnehin besseres zu tun, als sich mit Remy zu unterhalten. Dazu gehörte unter anderem, fast fünf Minuten lang während der Fahrt am Rückspiegel herum zu hantieren, um ihn im optimalen Winkel auf die pralle Oberweite der jungen Ärztin einzustellen. Und danach galt es freilich, die so gewonnene Aussicht zu genießen, und im Laufe der Zeit immer weitere Anpassungen des Rückspiegels vorzunehmen, wenn Remy auf dem Rücksitz ihre Sitzposition leicht veränderte.

Remy entging die Tätigkeit des Mannes nicht, aber es störte sie auch nicht. Sie war es gewöhnt, dass Männer sie anstarrten, und nun mit diesem prallen Vorbau an ihrer zierlichen Figur musste sie zwangsläufig die Aufmerksamkeit und das Interesse jeden Wesens mit normal funktionierendem Testosteron-Haushalt wecken. Gewöhnlich schmeichelten ihr die Blicke oder erregten sie sogar, doch gegenwärtig war sie viel zu sehr mit ihrer Metamorphose und den unbekannten Gründen dafür beschäftigt, um sich auf derartige Spiele einzulassen. Da Michael O´Derby - seinen Namen kannte sie dank seiner vorschriftsmäßig ausgehängten Fahrerlizenz - seinen Wagen trotz der lüsternen Blicke in den Rückspiegel überdies scheinbar problemlos im Griff hatte und der Verkehr (oder vielmehr das Fehlens irgendeines nennenswerten Verkehrsaufkommens) keine Gefahr bot, ließ sie ihn kommentarlos gewähren.

Während sie zum Fenster in die Dunkelheit der Nacht hinausblickte, die nur von gelegentlich vorbei huschenden Lichtquellen unterbrochen wurde, und über ihre Situation nachdachte, begann ihr Fahrer gelegentlich eine Hand vom Lenkrad zu nehmen und sich den Schritt zu reiben. Seine Kontrolle über den Wagen schien auch darunter nicht zu leiden. So verging die Zeit und die auf den Straßenschildern verzeichneten, verbleibenden Meilen bis Camden wurden immer weniger. Erst als sie nur noch ein Dutzend Meilen von der Stadtgrenze entfernt waren, beschlich Remy das ungute Gefühl, sie hätte besser vor dem Fahrtantritt ihre Finanzen prüfen sollen. Auf der Flucht vor House hatte sie nicht darauf geachtet und im Club hatte man ihr alles ausgeben. Nun warf sie einen raschen Blick in das dünne Portmonee, das in der Gesäßtasche ihres Jeansminis steckte. Es beinhaltet zwar ungefähr zweihundert Dollar, aber an ihre Kreditkarte hatte sie nicht gedacht. Ihr dämmerte wieder, dass sie damit eine Kokslinie zusammengeschoben hatte und danach...

"Alles in Ordnung, Miss?" fragte O´Derby von vorne, als Remy leise fluchte.

"Geht so...", kommentierte sie halb geistesabwesend. Das Geld würde reichen, um bei ihrem Dealer Brick-40K ein paar **** zu kaufen. Sie konnte ihn nicht aufsuchen und nur befragen. Wenn sie etwas von ihm wissen wollte, musste er ein Geschäft dabei machen. Das Geld würde ebenfalls für die Taxifahrt reichen, jedoch waren 200 Dollar sicherlich nicht genug für die Taxirechnung UND ihren Dealer. Und an die Kosten einer Rückfahrt dachte sie dabei noch gar nicht.

Remy schaute einige Minuten aus dem Fenster und überlegte. Die Lösung war eigentlich ganz einfach. Sie würde sich ficken lassen, um die Fahrt oder die **** zu bezahlen. Die einzig relevante Frage war nur, für wen sie die Beine breit machen würde. Ein Blick auf den Taxifahrer ließ diese Option nicht allzu verlockend erscheinen. Die Alternative war, sich von Brick ficken zu lassen. Es wäre nicht das erste Mal. Allerdings konnte es sein, dass er trotz eines Drogenkaufs nicht gesprächsbereit sein würde und dann bräuchte sie zusätzlich zur Bezahlung für den Stoff wahrscheinlich noch ihren Körper, um ihn zur Kooperation zu bewegen. Aus Vernunftgründen wäre es wohl sinnvoller, mit dem Taxifahrer zu ficken. Dass O´Derby interessiert wäre, stand für Remy außer Zweifel. Dass er sie ständig lüstern über den Rückspiegel anblickte, reichte ihr als Beweis. Sie seufzte.

"Geht es ihnen gut, Miss?" erkundigte sich der Mann sogleich.

"Ich hab keine körperlichen Probleme oder siehst du etwas, dass dir nicht gefällt?" ging Remy in die Offensive. Sie war sich sicher, dass kein kunstvolles Flirten von Nöten sein würde, um den Mann zu verführen und von einem Deal zu überzeugen. Also sparte sie sich eine subtile Eröffnung. Die meisten Männer waren daran ohnehin nicht interessiert. Stattdessen fasste sie sich einfach an den Kragen des T-Shirts, das über ihren prallen Brüsten spannte, und zog es ein wenig auseinander, um dem Mann einen besseren Einblick zu gewähren.

"Sicher nicht", grinste O´Derby, "mir gefällt fast alles, was ich sehe. Nur etwas zu viel Textil für meinen Geschmack." Er drehte während der Fahrt kurz den Kopf nach hinten, um einen direkten Blick ohne den Umweg des Rückspiegels zu riskieren.

"Wie wärs mit einem Tausch?" schlug Remy vor und hoffte plötzlich, vielleicht noch einfacher als erhofft an ihr Ziel zu kommen. "Eine freie Fahrt gegen einen freien Blick auf meine Möpse?"

"Das wäre ein ganz schön teurer Blick", gab O´Derby zu bedenken. "Wir sind jetzt schon bei 130 Dollar."

"Ja. Aber ich hab auch ganz schön viel zu bieten. Sicher mehr als in eine billigen Peepshow."

O´Derby kratzte sich offensichtlich interessiert an seinem schlecht rasierten Bart. Dann setzte er den Blinker und fuhr auf den nächsten Parkplatz heraus. Niemand außer einem großen Truck weiter vorne parkte hier und O´Derby stoppte den Wagen. Dann drehte er sich zu Remy herum. Sie lächelte ihn verrucht an und fuhr sich mit den Händen über das von den prallen Brüsten gewölbte Shirt.

Können die beiden sich einigen?

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