Wie geht Janina mit dem Stress um?

Hand unter die Decke und ...

Janina lag abends im Bett und starrte an die Decke. Der Brief mit den Nebenkosten lag noch auf dem Küchentisch, und die Nachtfahrt war in ein paar Tagen. Sie hatte versucht, früh zu schlafen, aber der Kopf wollte nicht abschalten. Irgendwann schob sie die Hand unter die Decke.

Es war nichts Besonderes. Nur eine schnelle Art, den Stress loszuwerden, bevor sie wieder an die Kosten und die Prüfung dachte. Sie schloss die Augen und ließ die Gedanken laufen. Zuerst war es unkonkret – Hände an ihrem Po, jemand, der hinter ihr stand und fest zupackte, so wie sie es sich manchmal beim Training vorgestellt hatte, wenn einer der Jungs in der Halle zu lange hinschaute. Dann verschob sich das Bild. Es war nicht mehr irgendeiner. Es war Krüger, der hinter ihr stand, ruhig, und die Hände genau dorthin legte, wo die Leggings eng saßen. Sie stellte sich vor, wie er nichts sagte, nur fester zupackte, und wie sie einfach stehen blieb und es geschehen ließ.

Sie kam schnell und leise. Danach lag sie still da und atmete aus. Es war nur eine Fantasie gewesen. Nichts, was sie jemandem erzählen würde. Trotzdem blieb das Bild länger hängen als sonst.

Am nächsten Tag hatte sie Spätschicht im Salon. Gegen Abend, als sie fertig war und sich umgezogen hatte, ging sie noch einmal zur Fahrschule, um zu fragen, ob die Nachtfahrt wirklich feststand. Maier war nicht da. Krüger stand am Empfang und telefonierte. Er legte auf, als er sie sah.

„Nachtfahrt ist Donnerstag“, sagte er. „Maier hat mich gebeten, sie zu übernehmen. Er hat einen anderen Termin.“

Janina blieb stehen. „Er hat nichts gesagt.“

„Hat er jetzt. Ich mach sie. Gleiche Uhrzeit. Wir fahren raus, Landstraße, ein paar dunkle Abschnitte. Du brauchst das.“

Sie nickte langsam. Der Gedanke, allein mit ihm im Auto zu sitzen, wenn es dunkel war, machte sie unruhig. Gleichzeitig sagte sie nichts dagegen. Ein Wechsel jetzt würde nur noch mehr kosten und die Prüfung verzögern.

Krüger musterte sie einen Moment. „Zieh was Bequemes an. Und sei pünktlich. Maier meint, du wirst unsicher, sobald’s dunkel wird.“

Janina nickte wieder. „Okay.“

Sie ging ohne weitere Worte. Draußen atmete sie durch und schrieb ihrem Freund, dass die Nachtfahrt jetzt mit einem anderen Lehrer stattfand. Er antwortete nur: Hauptsache, du machst sie. Wird schon.

Zu Hause duschte sie lange. Unter dem warmen Wasser ließ sie die Hände über ihren Po gleiten und dachte wieder an das Bild von gestern Nacht. Krüger hinter ihr. Ruhig. Bestimmend. Sie stellte das Wasser kälter und schob den Gedanken weg. Es war nur Stress. Nichts weiter. Donnerstag würde sie die Stunde hinter sich bringen, nicken, wenn er etwas sagte, und danach nach Hause gehen. So wie immer.

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Noch 2 Tage bis zur Nachtfahrt

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