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Theo soll Clara zur Frau machen

Chapter 11 by User-F1992

Clara steht vor Theo, die Arme an der Seite, die Finger leicht gespreizt. Sie trägt nur noch einen, verdammt knappen, roten Slip und ihre Riemchensandalen. Ihre Haut schimmert unter dem Neonlicht, kleine Gänsehaut auf den Oberarmen, die Brustwarzen hart und aufgerichtet in der kühlen Luft des Saals. Sie hat ihr Kleid einfach abgelegt, ohne es vorher anzukündigen. Das hat Theo nicht erwartet.

Ihr Blick ruht auf ihm, ruhig und erwartungsvoll, als wäre das hier eine Prüfung, auf die er sich vorbereiten muss.

Theo steht drei Schritte von ihr entfernt, die Hände in den Hosentaschen, die Schultern hochgezogen. Er ist schmal gebaut, mit dunklem Haar, das ihm in die Stirn fällt. Sein Kinn ist leicht angehoben, aber seine Augen wandern, von Claras Schlüsselbein zu ihrer Hüfte, verweilen einige Zeit bei hren Brüsten, dann zurück zu ihrem Gesicht. Er schluckt, und sein Adamsapfel bewegte sich sichtbar.

„Ich will, dass du es tust", sagt Clara. Ihre Stimme ist leiser als sonst, ein Tonfall, den Theo noch nie von ihr gehört hat. „Ich will, dass du mich zur Frau machst."

Die Worte hängen in der Luft, schwer und unlösbar.

An die Wand gelehnt, stehen, immer noch, Klara und Charlotte. Klara – Claras Freundin, die alle nur „die heiße Klara" nennen, weil jeder Junge auf sie scharf ist. Sie trägt ein rotes Top und einen schwarzen Rock, der bis über die Knie reicht. Ihr dunkles Haar fällt in Wellen über eine Schulter. Sie beobachtet die Szene mit einem Ausdruck, der zwischen Belustigung und gespannter Neugier liegt.

Neben ihr Charlotte, Theos beste Freundin. Sie hat die Hände vor ihrem Schoß, die Finger ineinander verschränkt.

Sie blickte auf den Boden, dann zu Klara, dann wieder zu Theo. Ihre Zunge gleitet über die Unterlippe, ein schnelles, unbewusstes Bewegungsmuster.

„Wir bleiben", sagt Klara. Es ist keine Frage. „Wir wollen zusehen."

Theo dreht den Kopf zu ihr. Sein Mund öffnet sich, aber kein Wort kommt heraus. Er schließt ihn wieder. Seine Hände vergraben sich tiefer in den Hosentaschen.

Clara macht einen Schritt auf ihn zu. „Es muss jemand sein, dem ich vertraue", sagt sie. „Und du bist es."

Theo sieht zu Charlotte. Sie sieht zurück. Etwas flackerte in ihrem Gesicht, ein kurzes Zucken der Mundwinkel, das sich nicht einordnen lässt. Sie nickt, kaum merklich, und wendet den Blick dann wieder ab.

„Ich weiß nicht, ob ich das kann", sagt Theo. Seine Stimme ist trocken, die Worte kommen zögerlich, als muss er sie einzeln aus seinem Hals ziehen.

„Du kannst es", sagt Clara. Sie steht jetzt direkt vor ihm, so nah, dass er den warmen Geruch ihrer Haut riechen kann. Ihre Brüste heben und senken sich im Rhythmus ihres Atems, der schneller geht, als ihre Stimme verriet.

Klara lehnt sich zurück, ihr Blick fixiert, immer noch, ihre beste Freundin . Ihr Blick wandert über Claras Körper, bleibt an der schmalen Taille hängen, an dem Slip, der sich um ihre Hüfte spannt. Sie schiebtb eine Haarsträhne hinter das Ohr und atmet laut aus.

Charlotte stet still daneben. Ihre Finger lösen sich voneinander, greifen in den Stoff ihres Rocks, kneten das Gewebe. Sie atmet durch die Nase aus, ein hörbares, scharfes Geräusch.

Theo sieht an sich herunter, dann zu Clara. Er sieht die kleinen Sommersprossen auf ihren Schultern, die er im Schwimmbad schon einmal bemerkt hat. Er sieht, wie ihr Brustkorb sich hebt, wie die Spannung in ihrem Bauch sichtbar wird, das leichte Einziehen der Bauchdecke. Er sieht ihre Hände, die noch immer an der Seite hängen, aber jetzt die Finger krümmen, sich öffnen, sich wieder schließen.

„Warum ich?", fragt er erneut.

Clara legt den Kopf schief. „Weil du nicht so tust wie die anderen. Weil du nicht angibst." Sie macht eine Pause. „Und weil ich es mit dir will. Nicht mit irgendwem."

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