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Sabine löste sich aus Johannes' Griff

Chapter 4 by Meister U Meister U

Es war nicht so, dass sie sich befreite – er ließ einfach los, als hätte er sein Ziel erreicht, sie an diesen Punkt gebracht, an dem sie nicht mehr fliehen konnte. Sie stand jetzt in der Mitte des Raums, zwischen den Betten, zwischen den Blicken, und die Wärme der Körper um sie herum schlug ihr entgegen wie eine Wand.

Sie hob die Hände zu ihrem Schlafanzug. Der blaue Flanell fühlte sich plötzlich fremd an, wie eine zweite Haut, die nicht mehr zu ihr gehörte. Ihre Finger zitterten, als sie den obersten Knopf fassten – ein kleiner, runder Plastikknopf, der sich unter ihrer Berührung kalt anfühlte. Sie öffnete ihn. Die erste Lücke klaffte auf, ein schmaler Spalt, durch den ihre Haut hindurchschimmerte.

Die Jungs waren still geworden. Sogar Elvira, die noch auf dem Bett lag, umringt von Händen, drehte den Kopf und sah zu. Sabine spürte die Blicke auf sich wie ein physisches Gewicht, schwer und warm, und in ihrem Bauch kribbelte es wieder – dieses seltsame, flatternde Gefühl, das sich nicht kontrollieren ließ.

Der zweite Knopf. Ihre Finger arbeiteten langsamer, als sie wollte. Sie spürte, wie ihr Atem flacher wurde, wie sich ihre Brust hob und senkte unter dem dünnen Stoff. Der dritte Knopf. Der Schlafanzug klaffte jetzt bis zur Mitte ihrer Brust auf, und sie sah, wie einige der Jungs sich vorbeugten, wie ihre Augen auf die kleine Lücke fixiert waren, die sich langsam, ganz langsam, vergrößerte.

Sie wollte es schnell hinter sich bringen – das hatte sie sich vorgenommen. Aber etwas hielt sie zurück. Vielleicht war es die Art, wie Daniel den Kopf schräg legte, wie er die Lippen leicht öffnete. Vielleicht war es die Stille im Raum, die nur von ihrem eigenen Atem durchbrochen wurde. Vielleicht war es etwas in ihr selbst, das nicht schnell machen wollte, das dieses Gefühl der Macht kostete, das in ihr aufstieg, während sie die Kontrolle über das Tempo behielt.

Der vierte Knopf. Der Schlafanzug rutschte von ihrer Schulter, nur ein kleines Stück, und gab den Ansatz ihrer Brust frei. Sie sah den blassen Schimmer ihrer Haut, die sanfte Rundung, die sich unter dem Stoff abzeichnete. Die Jungs atmeten hörbar ein. Sabine fühlte, wie die Wärme in ihrem Bauch tiefer wurde, wie sie sich zwischen ihren Beinen sammelte, warm und feucht. Es war ein Gefühl, das sie kaum kannte, das sie aber in diesem Moment mit einer Klarheit spürte, die sie erschreckte.

Sie machte weiter. Langsam. So langsam, dass jeder Herzschlag eine Ewigkeit dauerte. Der fünfte Knopf. Der Schlafanzug fiel von ihrer anderen Schulter, und sie ließ ihn für einen Moment auf ihren Oberarmen ruhen, sodass sie nur halb entblößt dastand – die Brüste noch verdeckt, aber die Konturen deutlich sichtbar, die Spannung ihrer Haut unter den Blicken der anderen.

Sie hörte Johannes leise aufstöhnen, ein unterdrücktes Geräusch, das sie nicht einordnen konnte. Sie sah Max, der seine Position an der Wand verändert hatte, dessen Arme nicht mehr verschränkt waren. Sie sah Christian, der die Hand auf Elviras Oberschenkel vergessen hatte, der nur noch auf Sabine starrte.

Und sie fühlte, wie das Kribbeln in ihrem Bauch zu einem Puls wurde, der im Takt ihres Herzens schlug. Es war nicht mehr nur Aufregung. Es war ein Verlangen, ein heißes, zitterndes Verlangen, das sie bis in die Fingerspitzen spürte. Sie wollte, dass sie sie ansahen. Sie wollte, dass sie sie begehrten. Es war, als hätte sich in ihr ein Schalter umgelegt – ein Schalter, der die Angst in etwas anderes verwandelte, etwas, das sich anfühlte wie Macht.

Der sechste Knopf. Der Schlafanzug fiel von ihren Schultern und sammelte sich in ihrer Taille. Ihre Brüste waren jetzt frei, entblößt, die Nippel hart von der Kühle und von der Erregung, die durch ihren Körper brannte. Sie stand da, den Oberkörper nackt, das Licht der Lampe auf ihrer Haut, und sie spürte, wie die Blicke über sie glitten, wie sie sich in sie hineinfraßen.

Ein leiser Pfiff von Lukas. Ein Flüstern von Elvira, das sie nicht verstand. Und dann das Schweigen, das schwer und warm über dem Raum lag.

Sabine hob ihre Hände und legte sie auf ihre Brüste – nicht um sie zu verstecken, sondern um sie zu zeigen. Sie strich über ihre Haut, langsam, wie sie es nie zuvor getan hatte, und spürte, wie ihre Finger ihre eigenen Nippel berührten, wie sie sich unter ihrer Berührung noch mehr aufrichteten. Es fühlte sich gut an. Es fühlte sich verboten und richtig zugleich an, als hätte sie etwas gefunden, das sie immer schon gesucht hatte.

Sie ließ die Hände sinken und griff nach dem Bund ihres Schlafanzugs. Der Stoff war weich unter ihren Fingern, und sie schob ihn langsam über ihre Hüften, über ihre Oberschenkel, bis er zu ihren Füßen fiel. Sie stand nur noch im Slip, einem schlichten weißen Baumwollslip, der alles verbarg und nichts erahnen ließ.

Sie hätte aufhören können. Sie hätte den Slip anbehalten können, hätte sagen können, dass es ihr reicht. Aber sie wollte nicht aufhören. Das Verlangen in ihr war stärker als die Angst, stärker als die Stimme, die ihr zurief, dass das falsch war, dass sie sich blamierte, dass sie morgen früh in den Spiegel schauen würde und sich nicht wiedererkennen würde.

Ihre Finger fassten den Rand des Slips. Sie zog ihn langsam, ganz langsam, über ihre Hüften, über die Rundung ihres Pos, und sie spürte die kühle Luft auf ihrer feuchten Haut, auf den Stellen, die sie selbst kaum kannte. Der Slip fiel zu Boden.

Sie stand nackt in der Mitte des Raums. Ganz nackt. Vor sieben Jungs und Elvira, die mit offenem Mund auf dem Bett lag. Und während die Blicke sie umhüllten wie eine zweite Haut, während sie das Pochen in ihrem Inneren spürte, das immer stärker wurde, wusste sie: Sie war nicht mehr das Mädchen, das vorhin noch gezittert hatte.

Sie war das Mädchen, das gesehen werden wollte. Und alle sahen sie.

Max' Stimme durchbrach die Stille. "Sie ist heiß", sagte er, und seine Stimme war ruhig, aber Sabine hörte das Zittern darin.

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