Gibt es noch weitere Spiele?
Ausklang
Es war weit nach drei Uhr nachts.
Die Stimmung war merklich abgeflaut. Alle waren müde, einige schon leicht betrunken. Die ersten Kollegen verabschiedeten sich nach und nach. Es war klar, dass es keine weiteren Spiele mehr geben würde. Die Steigerungsmöglichkeit war einfach ausgeschöpft.
Ich saß wieder angezogen auf dem Sofa, die Decke um die Schultern. Mein Körper fühlte sich schwer und erschöpft an, aber mein Kopf war noch hellwach.
Während ich so dasaß, kam mir kurz ein Gedanke: Wie wären wohl die anderen sechs Männer gewesen?
Besonders Stefan, der immer so dominant wirkte — wäre er wirklich so dominant im Bett? Aber der Gedanke verflog schnell wieder. Ich schob ihn beiseite.
Nein.
Wenn ich es mit noch mehr Männern gemacht hätte, wäre ich für viele von ihnen nur noch „die Hure aus dem Büro“ gewesen. Das war definitiv ein No-Go. Ich hatte meine Grenze gefunden — und war froh, sie nicht überschritten zu haben.
Zu Hause angekommen fiel ich todmüde ins Bett. Aber schlafen konnte ich kaum.
Die Erinnerungen an die letzte Nacht waren viel zu intensiv. Sie kamen in Wellen:
Markus’ dominante Art. Wie er mich damit angesport hat gewisse Dinge zu tun.
Lukas’ überraschend zärtliche, aber intensive Art.
Andreas’ technisch perfektes, hartes Ficken.
Die Fesseln. Die Blicke. Die Demütigungen. Die Orgasmen.
Ich wälzte mich hin und her. Mal wurde mir heiß, mal schämte ich mich wieder. Mal fühlte ich Stolz, mal Verwirrung.
Irgendwann gegen halb sechs schlief ich endlich ein — mit dem Gedanken an Lukas’ Lächeln und der Frage, was jetzt aus uns werden würde.
Die Nacht war vorbei.
Aber in mir hatte sie etwas bleibend verändert.
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