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Chapter 2 by Filiusfiliae

What's next?

Die unscheinbare Mitschülerin

Es gab Chris immer einen Stich, Emma mit Louis zu sehen, ihrem Bumsfreund, während Chris immer noch „nur“ ihr platonischer Freund war. Wie oft hatte er sich schon vorgestellt, Emma zu einem sturmgepeitschten Orgasmus zu vögeln, und sich dabei einen runtergeholt: 100-, 200-mal – oder sogar öfter? Und wie oft hatte er real schon überhaupt eine Frau gepoppt? Ganze null Mal. Sein bester Kumpel Ramon, zu dem er gerade auf dem Weg war, riet ihm immer dringender, sich irgendeine naive Süße, egal wie sie aussah, zu suchen, um endlich mal seinen Riemen in eine echte Möse zu schieben, um endlich aus Erfahrung und nicht nur durch Porno-Clips zu wissen, wie es sich anfühlte, in echt ein Mädchen zu ficken. Das Problem war ja nicht sein Aussehen, sondern nur seine zurückhaltende Art, um nicht zu sagen: Schüchternheit.

Und war es jetzt göttliche Fügung, dass er auf einmal die Frau sah, mit der er das sich nun auf einmal vorstellen konnte? Katrin. Seine Mitschülerin. Die stets in der letzten Reihe saß. Mit der kaum einer sprach, auch er nicht. Die unscheinbar war mit ihren knapp 1,60 Meter Größe. Rundes Gesicht, umrahmt von glatten dunklen, eher kurzen Haaren, die am Kopf saßen, als hätten sie gerade einen Regenguss abbekommen. Stämmiger Körperbau. „Wie kann man nur so dick sein und dabei nicht ein einziges Gramm Fett auf den Rippen haben“, hatte er mal Mitschülerinnen über sie lästern gehört. Aber angesichts ihrer Körpergröße recht üppiger Busen. Soweit man das erahnen konnte. Sie trug immer dicke, langärmelige Kleidung, egal wie warm es war, schwitzte aber anscheinend nie. Er hatte noch nicht mal ihre nackten Ellenbogen irgendwann gesehen, zumal der Sportunterricht an der Schule streng geschlechtergetrennt erteilt wurde. Das traf auf keine andere seiner Mitschülerinnen zu, nicht wenige zeigten freiwillig zu dieser Jahreszeit auch nackte Schenkel und ein vielversprechendes Dekolleté. Katrin war also das typische Mauerblümchen, zurückhaltend, scheu, stets ungeschminkt. Sicher noch Jungfrau. Nie schien sie romantischen Kontakt zu irgendeinem Jungen gehabt zu haben. Gab Gerüchte, sie sei lesbisch. Wie bei jeder Mitschülerin, die nicht damit prahlte, am vergangenen Wochenende von dem oder dem Hengst flachgelegt worden zu sein – was zumeist eh nicht stimmte, aber darum ging es ja auch nicht.

Katrin verabschiedete gerade herzlich eine wohl gleichaltrige junge Frau, die den Überlandbus bestieg, winkte ihr noch lange hinterher, stand dann noch gedankenverloren da. Chris fotografierte sie aus sicherer Entfernung und schickte das Bild Ramon mit dem Kommentar „Ich werde es bei ihr versuchen“. Sein bester Kumpel antwortete umgehend: frech grinsender Smiley, hochgereckter Daumen und der Text: „Klar Kumpel, Serienmarathon kann warten. Bums sie schön und berichte mir dann! Ciao“. Typisch Ramon, musste Chris lächeln.

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